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So, 11:12 Uhr
09.07.2017
Spezielle Pedelecs laufen auch ohne Tritt in die Pedale

Fährt jetzt auch von allein

Der deutsche Fahrradmarkt wird weiterhin geprägt von der stark steigenden Nachfrage nach E-Bikes. Nach Angaben des Zweirad-Industrieverbandes (ZIV) wurden 2016 insgesamt 605.000 E-Bikes und Pedelecs verkauft, 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Speziell bei Senioren liegen die Fahrräder mit Elektromotorunterstützung im Trend...

Wenn man mit dem Pedelec ausschließlich mit Gas fahren würde, könnte man bis zu 40 Kiloemter zurücklegen, die Reichweite ist allerdings auch abhängig vom Gewicht des Fahrers, von eventuellen Steigungen und vom Reifenluftdruck. (Foto: djd/SFM Bikes)

Sie werden für längere Strecken, für den Urlaub in den Bergen oder auch zum Einkaufen genutzt. Im boomenden E-Bike-Markt gibt es auch immer wieder Innovationen: So sind nun auch Pedelecs erhältlich, die ganz ohne Tretunterstützung auskommen.

Das "Saxonette Comfort Electra" beispielsweise kann als ganz normales Fahrrad benutzt werden oder als "normales" Pedelec: Hier schaltet der Motor nur beim Pedalieren zu und bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h ab. Nach Angaben des Herstellers ist es aber vor allem auch das erste Pedelec, mit dem man im reinen Elektroantrieb vorwärtskommt. Die gesetzlich zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt dann 20 km/h. Rechtlich wird dieses Pedelec als Leichtmofa eingestuft, es besteht keine Helmpflicht, man benötigt allerdings ein Versicherungskennzeichen.

Wenn man ausschließlich mit dem Elektroantrieb fahren würde, könnte man bis zu 40 Kilometer zurücklegen, die Reichweite ist allerdings auch abhängig vom Gewicht des Fahrers, von eventuellen Steigungen und vom Reifenluftdruck. Sicherheit wird bei diesem Pedelec groß geschrieben - dafür sorgt nicht zuletzt die Rücktrittbremse.

Kompaktes Leichtmofa für schnelle Besorgungen

Speziell für schnelle Besorgungen und für kürzere Strecken gibt es vom selben Hersteller das Modell "Oliver 500". Es ist ausschließlich selbstfahrend und wird deshalb als Leichtmofa eingestuft. Mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h ist es für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen, je nach Akku wird eine Wegstrecke von bis zu 25 beziehungsweise 40 Kilometern erreicht. Der Sitz lässt sich abnehmen und der Lenker falten, so kann man das Gefährt bequem im Kofferraum verstauen.

Daten & Fakten

Das "Saxonette Comfort Electra", das als All-in-one-Bike als Fahrrad, Pedelec und Leichtmofa genutzt werden kann, steht im Übrigen in der Tradition der von Fichtel & Sachs in Schweinfurt produzierten legendären Zweitakt-Radnabenmotoren für Fahrräder. Das erste Modell mit 60 Kubikzentimetern Hubraum wurde von 1938 bis 1940 produziert, das zweite Modell mit 30 Kubikzentimetern Hubraum von 1987 bis 2011.

Der 1937 auf der Automobilausstellung in Berlin vorgestellte Nasenkolben-Zweitaktmotor mit einer Leistung von 1,2 PS wurde von verschiedenen Herstellern zudem in Lizenz gebaut, die Höchstgeschwindigkeit betrug 30 km/h. Die Saxonette wird heute von SFM Bikes (vormals Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik) vertrieben. Bildquelle: djd/SFM Bikes
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