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Mi, 08:35 Uhr
04.07.2018
KfW 55 Standard

Ein energieeffizientes Haus bauen

Für viele Deutsche ist die Errichtung eines Hauses die Erfüllung von einem der größten Lebensträume. Nie wieder Miete bezahlen. Aus dem Haus treten und sofort im eigenen Garten stehen in diesen Wunsch investieren Häuslebauer hohe Summen...

Schon bei der Planung beachten (Foto: whitesession/pixabay.com)
Sollen die eigenen vier Wände modernen energetischen Standards entsprechen, sollten die Häuser dem KfW 55 Standard entsprechen. Die Zahl 55 kennzeichnet den prozentualen Energieverbrauch im Vergleich zu einem Neubau.

Energiebedarf im Haus reduziert sich enorm

Entspricht das Haus dem KfW 55 Standard, wird eine Reduzierung des Energiebedarfs in einer Wohnimmobilie gewährleistet. Das Energie-Konzept verfolgt von Anbietern wie GUSSEK HAUS das Ziel, dass dem Haus von außen so wenig wie möglich Energie zugeführt werden muss.

Im Regelfall wird die Erbauung eines Effizienzhauses durch die KfW Bankengruppe in Form von zinsgünstigen Krediten unterstützt. Die KfW-Förderung verfolgt ein einfaches Grundprinzip: je geringer der Energiebedarf von Objekten ist, desto höher ist der finanzielle Zuschuss. Der Tilgungszuschuss bezieht sich auf die Höhe der Summe, die über das Darlehen nicht zurückgezahlt werden muss.

Als Berechnungsgrundlage dienen der sogenannte Transmissionswärmeverlust sowie der pro Jahr angesetzte Primärenergiebedarf, deren Maximum durch die EnEV die Energiesparverordnung festgelegt ist. Ein KfW Effizienzhaus 100 erfüllt die Maßgaben der EnEV komplett. KfW 55-Häuser zeichnen sich durch einen jährlichen Primärenergie-Bedarf aus, der sich auf 55 Prozent eines vergleichbaren Neubaus beläuft. Tilgungszuschüsse für KfW 55-Häuser belaufen sich auf maximal 2.500 Euro ein warmer Geldsegen für Bauherren.

Was bedeutet der KfW 55 Standard?

Effizienzhäuser mit KfW 55 Standard verbessern das Energieniveau, indem in den Hausbau Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs integriert werden. Beispielsweise soll eine Dämmung der Fassade sowie des Dachs einem Wärmeverlust vorbeugen.

Neben einer Dreifachverglasung und Fenstern mit Spezialrahmen tragen entsprechende Belüftungskonzepte zu einem gesunden Wohnraumklima bei. Diese Strategie verfolgt das Ziel, bei einem geringen Wärmeverlust ein möglichst gutes Raumklima zu erzielen. Weitere wichtige Elemente sind Solaranlagen für eine Wassererwärmung, Wärmepumpen oder eine Holzpellet- und Biomasseheizung.

Da sich der Wärmeverlust durch dieses Konzept auf ein Minimum reduziert, werden die Immobilien überwiegend passiv beheizt. Das bedeutet, dass das Haus seine Wärme durch Sonneneinstrahlung und die von Personen sowie Geräten abgegebene Wärme erhält.

Plus- und Minuspunkte des Energiekonzepts

Grundsätzlich zeichnen sich Häuser mit KfW 55 Standard als relativ luftdichte Objekte aus, die die komplette Heizwärme optimal nutzen. Indem weniger Wärme nach außen entweicht, wird die Umwelt geschont, da weniger Heizenergie benötigt wird. Die Heizkosten reduzieren sich. Im Gegenzug steigt jedoch die Gefahr der Schimmelbildung an. Diesem Risiko wirken Häuslebauer mit Maßnahmen wie Stoßlüftungen entgegen.
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