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Di, 09:45 Uhr
17.07.2018
Thüringer Patienten erhalten reibungslos Alternativpräparate

Rückruf von Valsartan

Rund 3.700 Versicherte der BARMER in Thüringen sind vom Rückruf von Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Valsartan betroffen...


„Patienten, die Arzneimittel mit dem Wirkstoff einnehmen, sollten auf jeden Fall mit ihrem Arzt Rücksprache halten, wie sie sich konkret verhalten sollen. Kosten für eventuell notwendige Alternativpräparate werden von der BARMER übernommen“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Thüringen. Gleiches gelte auch für die Zuzahlungen für Alternativpräparate. „Wir möchten eine schnelle und reibungslose Versorgung gemeinsam mit den Thüringer Kassenärzten organisieren. Deshalb haben wir frühzeitig auch die Ärzte im Freistaat informiert.“

Mit Valsartan-haltigen Arzneimitteln werden Bluthochdruck und Herzschwäche behandelt. Der Wirkstoff wird in einer Vielzahl von Medikamenten eingesetzt. Der Rückruf vor wenigen Tagen galt verschiedenen Chargen, die Valsartan eines chinesischen Wirkstoff-Herstellers enthalten und durch eine wahrscheinlich Krebs erregende Substanz verunreinigt wurden. Von dem Rückruf betroffen sind nach aktuellem Stand Präparate, für welche die BARMER Rabattverträge geschlossen hat. Dazu gehören Valsartan AbZ®, Valsartan Heumann® und Valsartan comp.AbZ®. Definitiv nicht betroffen sind hingegen die Arzneimittel Valsartan dura® (Hersteller Mylan dura), Valsacor® comp. (Hersteller TAD Pharma) und Valsartan HCT Aurobindo® (Hersteller Aurobindo).

Trotz des Rückrufs sollten Patienten ihr Medikament nicht einfach absetzen. Das dadurch bedingte Risiko wäre laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vielfach höher und akuter als die Gefahr, die von der wahrscheinlich krebserregenden Verunreinigung ausgehen kann. Ein plötzliches Absetzen kann sich besonders auf das Herz-Kreislauf-System und die Nierenfunktion auswirken.
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