nnz-tv Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung neue nordäuser zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Sa, 09:51 Uhr
08.09.2018
Bistum Erfurt

Bistumswallfahrt und Missionstag

Die Erfurter Bistumswallfahrt am Sonntag, 16. September steht ganz im Zeichen der bundesweiten Eröffnung der Missio-Aktion 2018. Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit...

... und fördert in Afrika, Asien und Ozeanien die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach ausgeprägt sind. 2018 steht Äthiopien im Mittelpunkt der Missio-Aktion, deren Motto „Den Menschen Heimat geben“ lautet.

Mit einer Bevölkerungszahl von rund 100 Millionen ist Äthiopien nach Nigeria das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Seine Einwohner gehören mehr als 80 ethnischen Gruppen mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen an. Äthiopien gilt als Wiege der Menschheit, ist das Ursprungsland des Kaffees und hat eine lange christliche Tradition.

Doch trotz Modernisierung und wachsender Wirtschaft zählt Äthiopien zu den ärmsten Ländern der Welt, was es aber nicht hindert, hunderttausenden Flüchtlingen Zuflucht zu bieten. Katholikinnen und Katholiken gibt es nur wenige in Äthiopien. Sie machen nur 0,7 Prozent der Bevölkerung aus. Dennoch entfalten sie große Wirkung und stehen an der Seite der Menschen, die in einer konfliktreichen politischen und gesellschaftlichen Situation oft keine Perspektive für sich sehen.

Eine fünfzehnköpfige Delegation von Bischöfen, Priestern, Ordensangehörigen und Laienchristen aus Äthiopien nimmt an der Erfurter Bistumswallfahrt teil. Die Wallfahrer haben viele Gelegenheiten, ihnen zu begegnen und Informationen über Äthiopien zu erhalten.

Der Wallfahrtstag beginnt um 9.30 Uhr mit der Feier der Heiligen Messe auf den Domstufen und dem Domplatz. Die Messfeier überträgt der Mitteldeutsche Rundfunk bis 11 Uhr live in seinem Fernsehprogramm. Bischof Ulrich Neymeyr leitet den Gottesdienst und hält die Predigt.

Mit ihm zelebrieren neben Erfurter Bischöfen und Priestern Kardinal Berhaneyesus Demerew Souraphiel, Erzbischof von Addis Abeba und Vorsitzender der äthiopischen Bischofskonferenz, Bischof Markos Gebremedhin, Apostolischer Vikar von Jimma-Bonga, Generalvikar Petros Tesfay Botachew, Bistum Gambella, und Pfarrer Petros Berga, Pastoralkoordinator des Erzbistums Addis Abeba, sowie der Aachener Missio-Präsident Prälat Klaus Krämer die Messe. Kardinal Souraphiel und Prälat Krämer werden Grußworte sprechen.

Nach der Wallfahrtsmesse findet auf Domberg, Domplatz und in der näheren Umgebung ein buntes Programm statt, das mit einer Abschlussandacht um 15.45 Uhr an der Bühne auf dem Domplatz endet.

Höhepunkte sind um 12.30 Uhr eine Schuhputzaktion mit Bischof Neymeyr und Caritasdirektor Wolfgang Langer, ein Spendenlauf für die Flüchtlingsarbeit in Äthiopien und die Behindertenberatung der hiesigen Caritas (14 bis 15 Uhr) sowie eine original äthiopische Kaffeezeremonie um 14.45 Uhr im Missio-Zelt auf dem Domplatz. Dort steht auch der Missio-Truck, der über Fluchtursachen und die Situation von Flüchtlingen informiert. Jens May von Antenne Thüringen moderiert ein Bühnenprogramm, bei dem die Bands Judy Bailey und Banda Internationale musikalisch für gute Stimmung sorgen. Zum Programm der Wallfahrt gehören auch ein Markt der guten Möglichkeiten, Vorträge, Konzerte und Ausstellungen sowie Angebote zur Stille und Besinnung.

„Monat der Weltmission“

Das katholische Hilfswerk Missio heißt offiziell Internationales Katholisches Missionswerk Missio. Es ist Teil eines Netzwerkes von mehr als 100 katholischen Hilfswerken weltweit, die im Auftrag von Papst Franziskus die Kirche in Afrika, Asien, dem Nahen Osten und Ozeanien unterstützen. Diese Päpstlichen Missionswerke richten jährlich den Weltmissionssonntag aus. Sie sammeln dann in mehr als 100 Ländern am dritten oder vierten Sonntag im Oktober Geld für die Seelsorge und soziale Arbeit der Kirche in den ärmsten Regionen der Welt. 2017 erbrachte die Kollekte zum Weltmissionssonntag weltweit cirka 82,7 Millionen Euro.

Vor jedem Weltmissionssonntag lädt Missio in Deutschland Gäste der Kirche aus Afrika, Asien oder Ozeanien ein. In diesem Jahr kommen sie aus Äthiopien. Sie stellen dann auf rund 250 Veranstaltungen in Deutschland vier bis fünf Wochen lang ihre Arbeit vor deshalb heißt dieser Zeitraum vor dem Weltmissionssonntag Monat der Weltmission.

In Deutschland organisiert das Internationale Katholische Missionswerk Missio mit den Standorten Aachen und München die Aktion zum Weltmissionssonntag.



„Missio“

In Deutschland gibt es aus historischen Gründen zwei Päpstliche Missionswerke. Missio München ist für acht Diözesen in Bayern und Teilen der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland zuständig. Missio Aachen ist für 19 Diözesen in den 14 anderen Bundesländern und einem Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz zuständig.

Missio arbeitet mit der Ortskirche in Afrika, Asien und Ozeanien in den Bereichen Ausbildung, Pastoral, Unterhalt/Infrastruktur und Akuthilfe zusammen. 2017 förderte Missio Aachen 1.161 Projekte seiner Partner in diesen Kontinenten mit 46,2 Millionen Euro, Missio München 1.023 Projekte mit 12,7 Millionen Euro. Von dieser Arbeit profitieren nicht allein Christen, sondern alle Menschen ungeachtet ihrer Zugehörigkeit zu einer Ethnie oder Religion.

Missio richtet in Deutschland die jährliche Kampagne zum Weltmissionssonntag aus. Präsident von Missio Aachen ist Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von Missio München ist Monsignore Wolfgang Huber.

Downloads:

← zum Nachrichtenüberblick
→ Druckversion

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.