Mi, 20:36 Uhr
29.08.2012
Kirchenchor mit Musical auf Tour
Von ungleichen Brüdern und einem falschen Hasen
Bezieht man den Titel auf das Kochbuch, meint man, es handele sich beim Falschen Hasen - um einen Hackbraten, der mit hartgekochten Eiern gefüllt ist. Dem ist allerdings nicht so. In unserem Fall ist es der Titel des neuen Musicals des Kirchenchores aus Bischofferode....
Dies ist bereits das dritte Musical, das der Kirchenchor Bischofferode unter der musikalischen Leitung von Franziska Hose – Weidemann zur Aufführung bringt.
Eigentlich wollte der Chor ein zeitgenössisches Musical einüben, aber schnell wurde klar, nichts ist zeitgenössischer und realitätsbezogener als die Bibel.
Gaunereien und Betrügereien in allen Schichten, bis hinein in die Familien sind seit 2000 Jahren aktuell. Die Frau betrügt den Mann, der Sohn betrügt den Vater, der Bruder betrügt den Bruder und selbst der Onkel betrügt den Neffen und umgekehrt. Hier finden sich mehr als ein falscher Hase.
In 90 Minuten wird der Konflikt unter den Brüdern, Flucht, Liebe, Heimkehr und Versöhnung spannend, emotional mit bekannten Melodien und mitreißenden Gesangsdarbietungen präsentiert. Alle Texte stammen aus der Feder von Gisela Reinhardt. Bei der Uraufführung in der Bonifatiuskirche in Leinefelde dankte das Publikum mit Standing Ovation und nicht enden wollendem Applaus.
Es ist eine Geschichte, die einem Mann passiert ist, der gerade seinen sterbenden Vater und seinen Bruder mit List und Tücke betrogen hatte. Sein Name ist Jakob. Es geht um die beiden Zwillingsbrüder Esau und Jakob. Esau war der Ältere und nach damaligem Recht der Erbe. Doch Jakob und seine Mutter Rebekka wollten das nicht hinnehmen.
Als Isaak spürte, dass er sterben würde, rief er seinen Sohn Esau und sagte ihm: Geh noch einmal auf die Jagd für mich, mach mir einen Braten. Dann will ich Dich segnen und dich zum Erben einsetzen. Esau ging und wollte seinem Vater diesen Gefallen tun. Doch Rebekka rief Jakob und beide heckten einen Plan aus.
Als Esau verkleidet kam kurz darauf Jakob zu seinem halbblinden Vater. Der spürte das Fell, dass Esau immer als Mantel trug, er roch Esaus Jagdkleidung, die Jakob angezogen hatte und er aß den Braten, den Rebekka schnell zubereitet hatte. Dann segnete er seinen Sohn - er dachte ja, es wäre Esau.
Als Esau nun zurückkam mit dem Wild und seinem Vater den Braten bringen wollte, merkten Isaak und Esau, dass Jakob sich den Segen und das Erbe erschlichen hatte. Jeder kann verstehen, dass Esau Rache schwor und unglaublich böse auf seinen Bruder war. Rebekka wusste: Wenn die Brüder zusammen blieben, dann würde es noch Mord und Totschlag geben. Jakob floh daher. Kein Flüchtling also wie die vielen Menschen heute, die aus ihrer Heimat vertrieben sind und an ihrem Schicksal unschuldig sind.
Nein, Jakob war ein Betrüger, der vor den Folgen seiner Tat fliehen musste. Und mit diesem Betrüger hatte Gott Großes vor.
Wer das Musical sehen möchte, hat noch Gelegenheit am:
09.09.2012 um 14.30 Uhr Pfarrkirche Bischofferode
16.09.2012 um 16.00 Uhr Pfarrkirche Seulingen
07.10.2012 um 15.00 Uhr St. Marien Heiligenstadt
18.11.2012 um 15.30 Uhr St. Michael Weißenborn-Lüderode
Autor: enBezieht man den Titel auf das Kochbuch, meint man, es handele sich beim Falschen Hasen - um einen Hackbraten, der mit hartgekochten Eiern gefüllt ist. Dem ist allerdings nicht so. In unserem Fall ist es der Titel des neuen Musicals des Kirchenchores aus Bischofferode....
Dies ist bereits das dritte Musical, das der Kirchenchor Bischofferode unter der musikalischen Leitung von Franziska Hose – Weidemann zur Aufführung bringt.
Eigentlich wollte der Chor ein zeitgenössisches Musical einüben, aber schnell wurde klar, nichts ist zeitgenössischer und realitätsbezogener als die Bibel.
Gaunereien und Betrügereien in allen Schichten, bis hinein in die Familien sind seit 2000 Jahren aktuell. Die Frau betrügt den Mann, der Sohn betrügt den Vater, der Bruder betrügt den Bruder und selbst der Onkel betrügt den Neffen und umgekehrt. Hier finden sich mehr als ein falscher Hase.
In 90 Minuten wird der Konflikt unter den Brüdern, Flucht, Liebe, Heimkehr und Versöhnung spannend, emotional mit bekannten Melodien und mitreißenden Gesangsdarbietungen präsentiert. Alle Texte stammen aus der Feder von Gisela Reinhardt. Bei der Uraufführung in der Bonifatiuskirche in Leinefelde dankte das Publikum mit Standing Ovation und nicht enden wollendem Applaus.
Es ist eine Geschichte, die einem Mann passiert ist, der gerade seinen sterbenden Vater und seinen Bruder mit List und Tücke betrogen hatte. Sein Name ist Jakob. Es geht um die beiden Zwillingsbrüder Esau und Jakob. Esau war der Ältere und nach damaligem Recht der Erbe. Doch Jakob und seine Mutter Rebekka wollten das nicht hinnehmen.
Als Isaak spürte, dass er sterben würde, rief er seinen Sohn Esau und sagte ihm: Geh noch einmal auf die Jagd für mich, mach mir einen Braten. Dann will ich Dich segnen und dich zum Erben einsetzen. Esau ging und wollte seinem Vater diesen Gefallen tun. Doch Rebekka rief Jakob und beide heckten einen Plan aus.
Als Esau verkleidet kam kurz darauf Jakob zu seinem halbblinden Vater. Der spürte das Fell, dass Esau immer als Mantel trug, er roch Esaus Jagdkleidung, die Jakob angezogen hatte und er aß den Braten, den Rebekka schnell zubereitet hatte. Dann segnete er seinen Sohn - er dachte ja, es wäre Esau.
Als Esau nun zurückkam mit dem Wild und seinem Vater den Braten bringen wollte, merkten Isaak und Esau, dass Jakob sich den Segen und das Erbe erschlichen hatte. Jeder kann verstehen, dass Esau Rache schwor und unglaublich böse auf seinen Bruder war. Rebekka wusste: Wenn die Brüder zusammen blieben, dann würde es noch Mord und Totschlag geben. Jakob floh daher. Kein Flüchtling also wie die vielen Menschen heute, die aus ihrer Heimat vertrieben sind und an ihrem Schicksal unschuldig sind.
Nein, Jakob war ein Betrüger, der vor den Folgen seiner Tat fliehen musste. Und mit diesem Betrüger hatte Gott Großes vor.
Wer das Musical sehen möchte, hat noch Gelegenheit am:
09.09.2012 um 14.30 Uhr Pfarrkirche Bischofferode
16.09.2012 um 16.00 Uhr Pfarrkirche Seulingen
07.10.2012 um 15.00 Uhr St. Marien Heiligenstadt
18.11.2012 um 15.30 Uhr St. Michael Weißenborn-Lüderode
