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So, 08:00 Uhr
02.09.2012

"Der weiße Strich" im Grenzmuseum

Im Grenzmuseum "Schifflersgrund" in Asbach-Sickenberg wird am 7. September eine Gemeinschaftsausstellung der Gedenkstätte Bautzen und der Gedenkstätte Berliner Mauer eröffnet...

"Ist das Kunst?" fragten sich im November 1986 Grenztruppen und Staatssicherheit, als fünf maskierte junge Männer einen weißen Strich auf die Westseite der Berliner Mauer malten. Die Entscheidung fiel schnell: Der weiße Strich war hoch gefährlich.

Frühere Mauerkunstwerke wie von Thierry Noir oder Keith Haring wurden ab den 1980er Jahren zu touristischen Attraktionen und ließen das Symbol des Kalten Krieges für die West-Berliner zum belanglosen Alltag werden - zum Wohlwollen der DDR-Führung.

Der weiße Strich aber war keine Kunst, er war eine
Provokation. Mit ihm machten die jungen Mauermaler den "antifaschistischen Schutzwall" und seine unmenschliche Funktion wieder sichtbar.

51 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer dokumentiert eine gemeinsame Wanderausstellung der Gedenkstätte Bautzen und der Gedenkstätte Berliner Mauer nun erstmalig jene Kunstaktion, die für einen der Beteiligten auf tragische Weise in der Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II endete. Fotografien, Fernsehberichte und Interviews mit den Malern erzählen von der Kunstaktion und von Ihrer Vorgeschichte.

Es ist auch die Geschichte von fünf Freunden, die sich als jugendliche Punks im sozialistischen Weimar kennenlernten. Und noch mehr: Verhaftung und
Freikauf, Spitzel unter Freunden, Ausreise, West-Berlin und der weiße Strich, eine unbekannte Fotografin, versteckte Mauertüren und schließlich
Bautzen II - ein filmreicher Stoff, der neben der Ausstellung auch in einem parrallel erscheinenden Buch beschrieben wird.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei. Eröffnung am 7. September um 11 Uhr.
Autor: en

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