Sa, 16:43 Uhr
08.09.2012
Rotarier gingen in die Luft
Der Rotary Club Obereichsfeld Heilbad Heiligenstadt ist neben seinen sozialen Engagement auch oft im Eichsfeld unterwegs, um Firmen und Einrichtungen näher kennenzulernen. Jetzt führte der Weg auch auf den Flugplatz Göttingen-Heilbad Heiligenstadt…
Der Flugplatz Göttingen-Heilbad Heiligenstadt befindet sich nördlich von Heilbad Heiligenstadt, in unmittelbarer Nähe des Ortsteils Günterode. Der Platz ist seit 1991 im Besitz der Luftsportvereinigung Göttingen (LVG) und wurde 2005 mit einer 750 m langen Asphaltbahn ausgestattet, die nun auch größeren Privatflugzeugen eine Landung ermöglicht.
Zu DDR-Zeiten noch als Agrarflugplatz von der Interflug und wegen der Grenznähe auch hin und wieder von der NVA genutzt, war zur politischen Wende nicht klar, wie es hier weiter gehen sollte. Das war die Gelegenheit für die Luftsportvereinigung Göttingen (LVG), schon lange hatten ihre Mitglieder nach einem Flugplatz gesucht. Das Gelände wurde gekauft und im April 1991 bekam die LVG eine vorläufige Fluggennehmigung für das Segelfluggelände Günterode.
Die Rotarier wurden herzlich vom 1. Vorsitzenden, Ulf Rosenow, und 2. Vorsitzenden, Rainer Breitenstein, empfangen und zunächst mit der Geschichte des Flugplatzes und der Luftsportvereinigung vertraut gemacht. Ulf Rosenow hatte da eine ganze Menge zu erzählen.
Die LVG wurde im Jahr 1952 gegründet, nachdem die alliierten Besatzungsmächte die Zulassung erlaubten. Die Sportvereinigung hat seitdem eine sehr wechselvolle Geschichte, schon allein weil sie ständig auf der Suche nach einem geeigneten Platz war. In Güntherode war die Suche dann beendet.
Gemeinsam wurde hier in den zurückliegenden Jahren viel geschaffen. Höhepunkt ist ohne Zweifel die von Hans-Georg Näder, Geschäftsführer und Inhaber des weltweit agierenden Unternehmens Otto Bock, der für den Flugplatz eine Asphalt-Landebahn sponserte, die er mit seinem Flugzeug zu Geschäftsreisen natürlich auch selbst nutzt. Das führte dazu, dass der Flugplatz Güntherode in einen Sonderlandeplatz umgewidmet wurde.
Der Verein verfügt mittlerweile über 100 Mitglieder, die in verschiedenen Sparten organisiert sind, wie z.B. Motorfliegen, Segelfliegen oder auch ganz einfach Modellfliegen mit Flugzeugmodellen im Maßstabbereich. Einige Modelle schwirrten auch Drohnen gleich unentwegt über die Köpfe der Besucher.
Der Rotary Club erfuhr viel über das Vereinsleben, über technische Dinge wie Winde, Flugzeugschlepper, Seile und deren Qualität zum Hochziehen von Fluggeräten, von Ultra-Leichtflugzeugen, Langstreckenflug oder Dreiecksflug, Seilrückholefahrzeug und noch mehr.
Beeindruckend aber war auch die inhaltliche Organisation des Vereinslebens wie die Arbeit mit Jugendlichen und Schulung der Teamfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit oder auch individuelle Stärken der Jugendlichen.
Othmar Ernst ließ sich von einem jungen Mann, der gerade mal 18 Jahre alt war, chauffieren. Er vertraute auf das Wort des ehemaligen Fluglehrers, dass dieser junge Mann sehr, sehr zuverlässig sei.
Natürlich wurde auch die Möglichkeit geboten zu Rundflügen, was einige Mitglieder gern nutzten. Alle landeten wieder sicher auf dem Boden und schwärmten davon, wie schön es ist in der Luft zu segeln.
Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Picknick beendet, wie es bei Rotariern üblich ist. Der sehr reichhaltig gedeckte Tisch war vor allem den Ehepartnerinnen geschuldet, die mit viel Liebe alles vorbereitet hatten.
Autor: enDer Flugplatz Göttingen-Heilbad Heiligenstadt befindet sich nördlich von Heilbad Heiligenstadt, in unmittelbarer Nähe des Ortsteils Günterode. Der Platz ist seit 1991 im Besitz der Luftsportvereinigung Göttingen (LVG) und wurde 2005 mit einer 750 m langen Asphaltbahn ausgestattet, die nun auch größeren Privatflugzeugen eine Landung ermöglicht.
Zu DDR-Zeiten noch als Agrarflugplatz von der Interflug und wegen der Grenznähe auch hin und wieder von der NVA genutzt, war zur politischen Wende nicht klar, wie es hier weiter gehen sollte. Das war die Gelegenheit für die Luftsportvereinigung Göttingen (LVG), schon lange hatten ihre Mitglieder nach einem Flugplatz gesucht. Das Gelände wurde gekauft und im April 1991 bekam die LVG eine vorläufige Fluggennehmigung für das Segelfluggelände Günterode.
Die Rotarier wurden herzlich vom 1. Vorsitzenden, Ulf Rosenow, und 2. Vorsitzenden, Rainer Breitenstein, empfangen und zunächst mit der Geschichte des Flugplatzes und der Luftsportvereinigung vertraut gemacht. Ulf Rosenow hatte da eine ganze Menge zu erzählen.
Die LVG wurde im Jahr 1952 gegründet, nachdem die alliierten Besatzungsmächte die Zulassung erlaubten. Die Sportvereinigung hat seitdem eine sehr wechselvolle Geschichte, schon allein weil sie ständig auf der Suche nach einem geeigneten Platz war. In Güntherode war die Suche dann beendet.
Gemeinsam wurde hier in den zurückliegenden Jahren viel geschaffen. Höhepunkt ist ohne Zweifel die von Hans-Georg Näder, Geschäftsführer und Inhaber des weltweit agierenden Unternehmens Otto Bock, der für den Flugplatz eine Asphalt-Landebahn sponserte, die er mit seinem Flugzeug zu Geschäftsreisen natürlich auch selbst nutzt. Das führte dazu, dass der Flugplatz Güntherode in einen Sonderlandeplatz umgewidmet wurde.
Der Verein verfügt mittlerweile über 100 Mitglieder, die in verschiedenen Sparten organisiert sind, wie z.B. Motorfliegen, Segelfliegen oder auch ganz einfach Modellfliegen mit Flugzeugmodellen im Maßstabbereich. Einige Modelle schwirrten auch Drohnen gleich unentwegt über die Köpfe der Besucher.
Der Rotary Club erfuhr viel über das Vereinsleben, über technische Dinge wie Winde, Flugzeugschlepper, Seile und deren Qualität zum Hochziehen von Fluggeräten, von Ultra-Leichtflugzeugen, Langstreckenflug oder Dreiecksflug, Seilrückholefahrzeug und noch mehr.
Beeindruckend aber war auch die inhaltliche Organisation des Vereinslebens wie die Arbeit mit Jugendlichen und Schulung der Teamfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit oder auch individuelle Stärken der Jugendlichen.
Othmar Ernst ließ sich von einem jungen Mann, der gerade mal 18 Jahre alt war, chauffieren. Er vertraute auf das Wort des ehemaligen Fluglehrers, dass dieser junge Mann sehr, sehr zuverlässig sei.
Natürlich wurde auch die Möglichkeit geboten zu Rundflügen, was einige Mitglieder gern nutzten. Alle landeten wieder sicher auf dem Boden und schwärmten davon, wie schön es ist in der Luft zu segeln.
Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Picknick beendet, wie es bei Rotariern üblich ist. Der sehr reichhaltig gedeckte Tisch war vor allem den Ehepartnerinnen geschuldet, die mit viel Liebe alles vorbereitet hatten.