Mi, 18:07 Uhr
12.09.2012
Hände verbinden wie Brücken
Der diesjährige Tag der offenen Tür in der Werkstatt der Lebenshilfe Leinefelde Worbis stand unter dem Thema: Wir reichen uns die Hände. Nahezu alles, was Menschen sich ausdenken, setzen wir mit unseren Händen um....
Mit der Hand können wir geben und nehmen, festhalten und loslassen. Wir können die Faust ballen oder sie zum Gruß und zur Versöhnung reichen. Wir sagen: Dem möchte ich nicht in die Hände fallen. Wir sind glücklich, in guten Händen zu sein, wenn wir krank oder hilfsbedürftig sind. Ja, nicht nur dann!
Immer brauchen wir um uns gute Hände. Wir leben von den guten Händen. Das gilt für uns alle, aber ganz besonders für Menschen mit Behinderung. Oft sind es gerade die Hände, die wie Brücken verbinden. So standen am Freitag, 7. September, bei allen Ange-boten die Hände im Mittelpunkt.
Landrat Werner Henning, der sich für die Menschen mit Behinderung viel Zeit genommen hatte, war ein begehrtes Fotoobjekt. Geduldig ließ er sich nach seinem Grußwort von vielen Händen berühren, drücken und in die entsprechende Position schieben. Chor und Rhythmusgruppe boten ein musikalisches Programm.
Besonders beim Trommeln sorgten die Hände für lautstarke Unterhaltung. Bäckermeister Günther Helbing war mit seiner Ehefrau gleich in doppelter Funktion gekommen. Einmal als Patenunternehmen und gleichzeitig als Vertreter der Erzeugerbörse Eichsfeld.
Als Dankeschön für die Hilfe bei den Auf- und Abbauarbeiten, die unsere Beschäftigten der Werkstatt alljährlich beim Eichsfelder Bauernmarkt leisten, spendierte die Erzeugerbörse Bratwurst und Brötchen für alle.
Zahlreich war die Gästeschar. Unter ihnen neben Angehörigen der Beschäftigten, Vereins- und Vorstandsmitglieder, Paten, Partner, Kommunalpolitiker und viele Schaulustige. Interessiert nahmen sie an den Werk-stattführungen teil und beteiligten sich an den angebotenen Aktionen. In verschiedenen Fühlkästen, konnten verborgene Gegenstände erfühlt werden, wer wollte, bekam ein Hand - Tattoo, man konnte Grundbegriffe der Gebärdenspräche erlernen und sogar seine Finger-abdrücke auf Papier gebannt, mit nach Hause nehmen.
Dazu war eigens Oberkommissar Rainer Stranz von der Landespolizeiinspektion Nordhausen gekommen. Wie man es aus alten Polizeiruf 110 Filmen kennt, wenn den Verbrechern die Fingerabdrücke genommen werden, konnten die Gäste ebenfalls ihre Fingerabdrücke verewigen. Heute geht es in der Kriminaltechnik mit Computern moderner zu.
An einer anderen Station wurde Gips gerührt und in Formen gegossen. Frei nach dem Vorbild vom Platz vor dem Kino Grau mans in Los Angeles, wo seit 1927 mehr als 200 Stars, zumeist Schauspieler, ihre Hand- und Schuhabdrücke auf den Bodenplatten hinterlassen, konnte jeder seinen Handabdruck ins Gips - Bett drücken.
Auf einer großen Leinwand, die jetzt die Wand des Speiseraums ziert, waren alle eingeladen, ihren Handabdruck in bunten Farben zurückzulassen. An einem Stand gab es Hand werkliches und aus mehreren Verkaufshäuschen heraus wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Auf dem gesamten Platz roch es nach frischen Bratwürsten und leckeren Waffeln. Die Mitarbeiter des Förderbereiches hatten eigens einen Lebenshilfetrunk kreiert, der mit Honig und Apfelsaft den Gaumen erfreute.
Die Hüpfburg musste an diesem Tag viel ertragen. Große und Kleine, Dicke und Dünne tummelten sich auf ihr und jauchzten vor Vergnügen. Da auch die Sonne ihren Beitrag in bester Qualität leistete, war dieser Tag gelungen.
Gisela Reinhardt
Autor: enMit der Hand können wir geben und nehmen, festhalten und loslassen. Wir können die Faust ballen oder sie zum Gruß und zur Versöhnung reichen. Wir sagen: Dem möchte ich nicht in die Hände fallen. Wir sind glücklich, in guten Händen zu sein, wenn wir krank oder hilfsbedürftig sind. Ja, nicht nur dann!
Immer brauchen wir um uns gute Hände. Wir leben von den guten Händen. Das gilt für uns alle, aber ganz besonders für Menschen mit Behinderung. Oft sind es gerade die Hände, die wie Brücken verbinden. So standen am Freitag, 7. September, bei allen Ange-boten die Hände im Mittelpunkt.
Landrat Werner Henning, der sich für die Menschen mit Behinderung viel Zeit genommen hatte, war ein begehrtes Fotoobjekt. Geduldig ließ er sich nach seinem Grußwort von vielen Händen berühren, drücken und in die entsprechende Position schieben. Chor und Rhythmusgruppe boten ein musikalisches Programm.
Besonders beim Trommeln sorgten die Hände für lautstarke Unterhaltung. Bäckermeister Günther Helbing war mit seiner Ehefrau gleich in doppelter Funktion gekommen. Einmal als Patenunternehmen und gleichzeitig als Vertreter der Erzeugerbörse Eichsfeld.
Als Dankeschön für die Hilfe bei den Auf- und Abbauarbeiten, die unsere Beschäftigten der Werkstatt alljährlich beim Eichsfelder Bauernmarkt leisten, spendierte die Erzeugerbörse Bratwurst und Brötchen für alle.
Zahlreich war die Gästeschar. Unter ihnen neben Angehörigen der Beschäftigten, Vereins- und Vorstandsmitglieder, Paten, Partner, Kommunalpolitiker und viele Schaulustige. Interessiert nahmen sie an den Werk-stattführungen teil und beteiligten sich an den angebotenen Aktionen. In verschiedenen Fühlkästen, konnten verborgene Gegenstände erfühlt werden, wer wollte, bekam ein Hand - Tattoo, man konnte Grundbegriffe der Gebärdenspräche erlernen und sogar seine Finger-abdrücke auf Papier gebannt, mit nach Hause nehmen.
Dazu war eigens Oberkommissar Rainer Stranz von der Landespolizeiinspektion Nordhausen gekommen. Wie man es aus alten Polizeiruf 110 Filmen kennt, wenn den Verbrechern die Fingerabdrücke genommen werden, konnten die Gäste ebenfalls ihre Fingerabdrücke verewigen. Heute geht es in der Kriminaltechnik mit Computern moderner zu.
An einer anderen Station wurde Gips gerührt und in Formen gegossen. Frei nach dem Vorbild vom Platz vor dem Kino Grau mans in Los Angeles, wo seit 1927 mehr als 200 Stars, zumeist Schauspieler, ihre Hand- und Schuhabdrücke auf den Bodenplatten hinterlassen, konnte jeder seinen Handabdruck ins Gips - Bett drücken.
Auf einer großen Leinwand, die jetzt die Wand des Speiseraums ziert, waren alle eingeladen, ihren Handabdruck in bunten Farben zurückzulassen. An einem Stand gab es Hand werkliches und aus mehreren Verkaufshäuschen heraus wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Auf dem gesamten Platz roch es nach frischen Bratwürsten und leckeren Waffeln. Die Mitarbeiter des Förderbereiches hatten eigens einen Lebenshilfetrunk kreiert, der mit Honig und Apfelsaft den Gaumen erfreute.
Die Hüpfburg musste an diesem Tag viel ertragen. Große und Kleine, Dicke und Dünne tummelten sich auf ihr und jauchzten vor Vergnügen. Da auch die Sonne ihren Beitrag in bester Qualität leistete, war dieser Tag gelungen.
Gisela Reinhardt


