Do, 07:30 Uhr
27.12.2012
Nachfolger gesucht
Immer mehr Firmenchefs finden keine Nachfolger. Das geht aus einem aktuellen Report des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor. Demzufolge sind in Zukunft bundesweit vier von zehn Firmen ohne zukünftigen Chef. Allein in Thüringen werden in den nächsten drei Jahren etwa 2.500 Nachfolger benötigt...
Seniorchefs halten oftmals zu lange an ihrem Posten fest und bemühen sich deswegen zu spät um einen geeigneten Nachfolger, fasst Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die Ergebnisse des Reports zusammen. Viele hätten auch Angst vor der Erbschaftssteuer, die in den letzen Jahren gestiegen und nach Plänen der SPD noch weiter erhöht werden soll. In Deutschland würden dann rund 18.000 Unternehmen mit 100.000 Arbeitsplätzen auf der Kippe stehen, schätzt Grusser ein.
Ein weiteres Problem bei der Firmenübergabe sei die Finanzierung. Zu wenige Banken wären dazu bereit, Juniorchefs und Existenzgründern das nötige Geld zur Verfügung zu stellen. Auch würden sich die Unternehmer ihrerseits nicht ausreichend auf einen unerwarteten Ausfall durch Krankheit oder Tod vorbereiten. Sie hätten häufig keine Vertrauenspersonen in ihre Geschäfte eingeweiht.
Auch wegen des demographischen Wandels sei es schwieriger als noch vor ein paar Jahren, junge Menschen mit geeigneter Qualifikation zu finden. Dieser ganze Prozess kann zu großen gesamtwirtschaftlichen Risiken führen, erklärt der IHK-Chef. In fünf Jahren wären bundesweit fast 110.000 Unternehmen ohne Nachfolger.
Die IHK helfe deswegen Senior-Chefs dabei, stärker auf Existenzgründer und potenzielle Nachfolger zuzugehen. Dazu biete die Kammer eine kostenfreie Individualberatung und das Nachfolgeportal nexxt-change.org an, das sowohl Angebote zur Betriebsübergabe als auch interessierte Nachfolgekandidaten offeriere.
Jeden dritten Mittwoch im Monat könnten Unternehmer darüber hinaus einen Beratersprechtag in der IHK Erfurt wahrnehmen.
Autor: redSeniorchefs halten oftmals zu lange an ihrem Posten fest und bemühen sich deswegen zu spät um einen geeigneten Nachfolger, fasst Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die Ergebnisse des Reports zusammen. Viele hätten auch Angst vor der Erbschaftssteuer, die in den letzen Jahren gestiegen und nach Plänen der SPD noch weiter erhöht werden soll. In Deutschland würden dann rund 18.000 Unternehmen mit 100.000 Arbeitsplätzen auf der Kippe stehen, schätzt Grusser ein.
Ein weiteres Problem bei der Firmenübergabe sei die Finanzierung. Zu wenige Banken wären dazu bereit, Juniorchefs und Existenzgründern das nötige Geld zur Verfügung zu stellen. Auch würden sich die Unternehmer ihrerseits nicht ausreichend auf einen unerwarteten Ausfall durch Krankheit oder Tod vorbereiten. Sie hätten häufig keine Vertrauenspersonen in ihre Geschäfte eingeweiht.
Auch wegen des demographischen Wandels sei es schwieriger als noch vor ein paar Jahren, junge Menschen mit geeigneter Qualifikation zu finden. Dieser ganze Prozess kann zu großen gesamtwirtschaftlichen Risiken führen, erklärt der IHK-Chef. In fünf Jahren wären bundesweit fast 110.000 Unternehmen ohne Nachfolger.
Die IHK helfe deswegen Senior-Chefs dabei, stärker auf Existenzgründer und potenzielle Nachfolger zuzugehen. Dazu biete die Kammer eine kostenfreie Individualberatung und das Nachfolgeportal nexxt-change.org an, das sowohl Angebote zur Betriebsübergabe als auch interessierte Nachfolgekandidaten offeriere.
Jeden dritten Mittwoch im Monat könnten Unternehmer darüber hinaus einen Beratersprechtag in der IHK Erfurt wahrnehmen.