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Mo, 06:48 Uhr
29.04.2013

Die Verbindung ins Eichsfeld riss nie ab

Ein fast 72jähriger schreibt für die Eichsfelder Nachrichten, was er unter der Definition Heimat versteht und was ihn mit dem Eichsfeld verbindet...

Würde mir die Frage nach der Definition Heimat gestellt , würde ich diese mit einem Wort beantworten können : Eichsfeld. 1945 mit meinen Eltern und meiner älteren Schwester nach Neustadt im Eichsfeld evakuiert aus dem Niederschlesischem.

Dort habe ich eine neue Heimat gefunden mit allem was dazu gehört. Hätte mir nie träumen lassen, daß ich eben diese schöne Stückchen Erde aus beruflichen Gründen im Jahr 1970 verlassen musste ; da ich in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung und Heimerziehung tätig war und diese in den Raum Straußfurt verlegt wurde (Konzentration der Berufsausbildung nannte sich das damals).

Nichtsdestotrotz ist die Verbindung ins Eichsfeld nie abgerissen; allein durch den Ehebund mit einem Eichsfelder Mädel ; mit der ich das Eichsfelder Herzblut mit nach Sömmerda nahm. Waren es in der Folgezeit Stippvisiten im Eichsfeld änderte sich das schlagartig mit einer Einladung zu der "Eisernen Hochzeit " meines Firmpaten Alfred Watterott und dessen Angetraute Antonia (Kirchworbis) im April diesen Jahres.

60 Jahre Ehebund in Liebe und grenzenlosem Gottvertauen was mit einem Dankgottesdienst in Sankt Martin zu Kirchworbis feierlich begangen wurde. Daran schloß sich Eichsfelder Gastlichkeit im Pfarrsaal der Gemeinde an, in herzlicher Dankbarkeit erlebt.

Da wir - meine Ehefrau und ich - ausgiebig Zeit hatten und eine Wohnung in Leinefelde - nutzen wir diese bei gutem Wetter um Vertrautes neu zu entdecken: die Stadt Leinefelde selbst; Worbis; aber auch solche Orte wie Birkungen (bei Entenbraten und Klößen); wir sind den Warteberg bei Neustadt bis nach Großbodungen durchwandert (sehr schade, dass von der schöne Heidelandschaft nichts mehr zu sehen ist);
am Kirchgrund vorbei in den Ortskern des Marktfleckens Großbodungen; alle Achtung was da an Neuem gewachsen ist.

Gerterode und Rehungen waren erklärtes Ziel - verbunden mit auschliesslich guten Erinnerungen (berufliche Tätigkeit/Karneval u.a.). Der Hasenburg bei Neustadt/Wallrode galt mein besonderes Interesse war es doch in der Kinderzeit oft zu Ostern erklärtes Ziel. Damals oft erwandert mit unseren kurzen Beinchen; heute mit längeren Pausen unter Atmenot geschafft. Dort schämte ich mich der Tränchen nicht - vor Freude es geschafft zu haben und in Kindheitserinnerungen schwelgen zu können mit Blick in die Weite. Ob es noch mal einen Austieg gibt weiß nur Gott allein - so meine Intention.

Nun ja, auch der Scharfenstein bei Beuren empfing uns in neuem Glanz; unvorstellbar was sich dort oben zum Positiven verändert hat. Wir hatten das Glück uns einer Reisegruppe von älteren Herrschaften aus Heiligenstadt anschließen zu können , die die Burg aus Anlaß ihres 75. (!) Kommunionjubiläums besuchten. Erlebten dort gemeinsam eine sach- und fachkundige Führung . "Hast Du mein Eichsfeld nicht geseh`n mit seinen burggekrönten Höh`n ...."
..einmal Eichsfeld , immer wieder Eichsfeld . Deshalb meine Definition: Heimat !
Peter Klose , Sömmerda
Autor: en

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