Di, 10:10 Uhr
07.05.2013
Worbiser Schüler im Europa-Parlament
Seitdem der Gernröder Rolf Berend nicht mehr im Europa-Parlament sitzt, wird dort wohl kaum noch etwas vom Eichsfeld zu hören sein. Das konnten Worbiser Gymnasiasten jetzt ändern - Flagge zeigen sagten sie sich...
Einmalig, unvergesslich, interessant, lustig, anstrengend, eine große Ehre - der 19. April war für 25 Worbiser Elftklässler alles andere als langweilig. An diesem Tag waren die Schüler Abgeordnete im Europäischen Parlament in Straßburg und durften mitreden, mitmischen und mitentscheiden.
Alles begann im Juni letzten Jahres mit einer erfreulichen Mitteilung: Die Schüler Antonia König, Susanne Hesse, Florian Watterott und Anna Hesse hatten mit ihrem Online-Beitrag Europa mit allen Sinnen erleben den Euroscola-Wettbewerb gewonnen. Ihr Preis war die Einladung, mit 21 weiteren Mitschülern in diesem Jahr an der Euroscola im Europäischen Parlament teilzunehmen. Stolz und mit viel Vorfreude bereiteten sich die Schüler mit ihrer Sozialkundelehrerin Antje Schwob auf dieses Ereignis vor.
Am Donnerstag, 18. April, ging es dann endlich los: In Begleitung ihrer Lehrer Antje Schwob und Eckhard Thiele starteten die Schüler in aller Frühe. Ihr erstes Ziel war nicht Straßburg, sondern Karlsruhe. Dort besichtigte die Gruppe das Bundesverfassungsgericht und erfuhr Interessantes über das bedeutende Organ unseres Rechtsstaates.
Am Abend wurde Kehl erreicht. Die deutsche Stadt liegt am Rhein quasi gegenüber von Straßburg. Was Freizügigkeit bedeutet, konnten die Jugendlichen an diesem Abend selbst erleben. Das laue Frühlingswetter lockte viele nach draußen an das Rheinufer und auf die Rheinbrücke. Auf der anderen Seite angekommen, bereits in Frankreich, beeindruckte das Gefühl von Grenzenlosigkeit und Freiheit.
Am Freitagmorgen machte sich die Gruppe voller Tatendrang auf zum Europäischen Parlament. Dort angekommen wurden die Sprecher aller europäischen Schülergruppen in den Plenarsaal geführt. Sie durften als erstes im Plenum die Plätze einnehmen, auf denen sonst die Vertreter der EU-Länder sitzen. Kurze Zeit später füllte sich das Parlament mit allen Schülern und Lehrern.
Die neuen Abgeordneten wurden vom Präsident des Europäischen Informationsbüros begrüßt. Er appellierte an die Jugendlichen, an der Europa-Wahl im nächsten Jahr teilzunehmen, um somit eine bewusste Entscheidung für Europa fällen zu können. Des Weiteren forderte er alle dazu auf, Botschafter des Europäischen Parlamentes in den Schulen und Familien zu werden und von der Arbeit des Parlamentes zu berichten. Sie müssen sich engagieren, um die Zukunft Europas mitzugestalten! lautete seine Kernaussage.
Nachdem die einzelnen Organe der EU vorgestellt wurden, präsentierten die Schülersprecher vor den rund 500 Teilnehmern ihre Schule und ihre Heimatregion. Im Anschluss konnte über verschiedene Fragen der Europapolitik diskutiert und abgestimmt werden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen bildeten die Schüler und Lehrer Teams, bestehend aus vier Teilnehmern verschiedener Nationalitäten, um gemeinsam das Quiz Eurogame zu lösen. Dabei war die Gruppe mit den beiden begleitenden Lehrern aus Worbis sehr erfolgreich. Sie gewann einen hochwertigen Bildband der Stadt Straßburg.
Die jungen Parlamentarier fanden sich an diesem Tag in sechs Ausschüssen zusammen und erstellten eine Agenda zu den Themen Migration- und Integrationspolitik, Umweltpolitik, Agrarpolitik, Informationsfreiheit- und Bürgerkultur, Europäische Identität und nationale Vielfalt sowie die Zukunft Europas. Diese wurden im Plenum vorgestellt, diskutiert und über die Inhalte abgestimmt. Unter dem Klang der Europa-Hymne trugen am Ende der Euroscola die Sprecher die Fahnen der einzelnen EU-Länder feierlich durch das Plenum.
In einer urigen Straßburger Brasserie bei landestypischen Flammkuchen ließen die Worbiser den Abend ausklingen. Am Samstag wurde die vorhandene Zeit genutzt, um Straßburg kennen zu lernen. Alle waren von der heimlichen Hauptstadt Europas begeistert. Gegen Nachmittag machte sich die Truppe wieder auf den Heimweg und kam am frühen Abend erschöpft, aber mit vielen positiven Eindrücken in Worbis an.
Dank der neuen Medien kann der Kontakt zu neuen europäischen Freunden gehalten werden. Via Facebook und Co. wurden viele Fotos und Informationen ausgetauscht. Zu mindestens in diesen Augenblicken können die Schüler mit Recht behaupten, dass Europa in Vielfalt geeint ist.
Anna Hesse
Autor: enEinmalig, unvergesslich, interessant, lustig, anstrengend, eine große Ehre - der 19. April war für 25 Worbiser Elftklässler alles andere als langweilig. An diesem Tag waren die Schüler Abgeordnete im Europäischen Parlament in Straßburg und durften mitreden, mitmischen und mitentscheiden.
Alles begann im Juni letzten Jahres mit einer erfreulichen Mitteilung: Die Schüler Antonia König, Susanne Hesse, Florian Watterott und Anna Hesse hatten mit ihrem Online-Beitrag Europa mit allen Sinnen erleben den Euroscola-Wettbewerb gewonnen. Ihr Preis war die Einladung, mit 21 weiteren Mitschülern in diesem Jahr an der Euroscola im Europäischen Parlament teilzunehmen. Stolz und mit viel Vorfreude bereiteten sich die Schüler mit ihrer Sozialkundelehrerin Antje Schwob auf dieses Ereignis vor.
Am Donnerstag, 18. April, ging es dann endlich los: In Begleitung ihrer Lehrer Antje Schwob und Eckhard Thiele starteten die Schüler in aller Frühe. Ihr erstes Ziel war nicht Straßburg, sondern Karlsruhe. Dort besichtigte die Gruppe das Bundesverfassungsgericht und erfuhr Interessantes über das bedeutende Organ unseres Rechtsstaates.
Am Abend wurde Kehl erreicht. Die deutsche Stadt liegt am Rhein quasi gegenüber von Straßburg. Was Freizügigkeit bedeutet, konnten die Jugendlichen an diesem Abend selbst erleben. Das laue Frühlingswetter lockte viele nach draußen an das Rheinufer und auf die Rheinbrücke. Auf der anderen Seite angekommen, bereits in Frankreich, beeindruckte das Gefühl von Grenzenlosigkeit und Freiheit.
Am Freitagmorgen machte sich die Gruppe voller Tatendrang auf zum Europäischen Parlament. Dort angekommen wurden die Sprecher aller europäischen Schülergruppen in den Plenarsaal geführt. Sie durften als erstes im Plenum die Plätze einnehmen, auf denen sonst die Vertreter der EU-Länder sitzen. Kurze Zeit später füllte sich das Parlament mit allen Schülern und Lehrern.
Die neuen Abgeordneten wurden vom Präsident des Europäischen Informationsbüros begrüßt. Er appellierte an die Jugendlichen, an der Europa-Wahl im nächsten Jahr teilzunehmen, um somit eine bewusste Entscheidung für Europa fällen zu können. Des Weiteren forderte er alle dazu auf, Botschafter des Europäischen Parlamentes in den Schulen und Familien zu werden und von der Arbeit des Parlamentes zu berichten. Sie müssen sich engagieren, um die Zukunft Europas mitzugestalten! lautete seine Kernaussage.
Nachdem die einzelnen Organe der EU vorgestellt wurden, präsentierten die Schülersprecher vor den rund 500 Teilnehmern ihre Schule und ihre Heimatregion. Im Anschluss konnte über verschiedene Fragen der Europapolitik diskutiert und abgestimmt werden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen bildeten die Schüler und Lehrer Teams, bestehend aus vier Teilnehmern verschiedener Nationalitäten, um gemeinsam das Quiz Eurogame zu lösen. Dabei war die Gruppe mit den beiden begleitenden Lehrern aus Worbis sehr erfolgreich. Sie gewann einen hochwertigen Bildband der Stadt Straßburg.
Die jungen Parlamentarier fanden sich an diesem Tag in sechs Ausschüssen zusammen und erstellten eine Agenda zu den Themen Migration- und Integrationspolitik, Umweltpolitik, Agrarpolitik, Informationsfreiheit- und Bürgerkultur, Europäische Identität und nationale Vielfalt sowie die Zukunft Europas. Diese wurden im Plenum vorgestellt, diskutiert und über die Inhalte abgestimmt. Unter dem Klang der Europa-Hymne trugen am Ende der Euroscola die Sprecher die Fahnen der einzelnen EU-Länder feierlich durch das Plenum.
In einer urigen Straßburger Brasserie bei landestypischen Flammkuchen ließen die Worbiser den Abend ausklingen. Am Samstag wurde die vorhandene Zeit genutzt, um Straßburg kennen zu lernen. Alle waren von der heimlichen Hauptstadt Europas begeistert. Gegen Nachmittag machte sich die Truppe wieder auf den Heimweg und kam am frühen Abend erschöpft, aber mit vielen positiven Eindrücken in Worbis an.
Dank der neuen Medien kann der Kontakt zu neuen europäischen Freunden gehalten werden. Via Facebook und Co. wurden viele Fotos und Informationen ausgetauscht. Zu mindestens in diesen Augenblicken können die Schüler mit Recht behaupten, dass Europa in Vielfalt geeint ist.
Anna Hesse

