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Do, 08:15 Uhr
09.05.2013

Großmarkt von Union nicht erwünscht

Die Mitglieder der CDU Heiligenstadts machen sich zu ihren monatlichen Mitgliedertreffen Gedanken zur Entwicklung des Heilbades. Jetzt stand auch die Entwicklung der Innenstadt auf dem Programm und damit verbunden wieder die Stormpassage...

Mainzer Platz (Foto: Christian Stützer) Mainzer Platz (Foto: Christian Stützer)


Mit Engagement haben die CDU-Mitglieder über eine Belebung des Zentrums in Heiligenstadt diskutiert. Dabei ging es nicht nur darum, wie wieder Geschäfte angesiedelt werden können. „Wir haben vielmehr das Gesamtthema in den Blick genommen, von leerstehenden Geschäften über die bürgerfreundliche Nutzung des Rathauses bis hin zur Gestaltung des für die Stormpassage vorgesehenen Geländes, oder des neuerdings genannten `Mainzer Platz`“, wie Christian Stützer sagt.

Dabei hat sich die Mehrheit der Heiligenstädter Union von der „Kaufland-Supermarkt“ -Idee verabschiedet. „Parteiintern liegt eine lange Diskussion hinter uns und wahrscheinlich haben wir ebenso viel auch noch vor uns, aber wir erwarten, dass die Fläche der Storm-Passage mit vielen kleineren Akzenten mehr zur Belebung der Innenstadt beitragen kann, als eine einzige Großinvestition“ fasst Thomas Stützer als Vorsitzender des Bauausschusses des Stadtrates die vielen Ideen zusammen.

Und Hinweise für die Gestaltung gab es sehr viele: im Blick ist eine Wohnbebauung, die Wohnungskonzepte für junge und ältere Menschen miteinander verbindet. Aber auch Einzelhandelsflächen, mit einem sogenannten „Magnetgeschäft“, das idealer Weise schon in der Region tätig ist, beispielsweise ein Elektronikfachmarkt, sind Gegenstand der Diskussion. Die Freilegung des Mühlgrabens als innerstädtische Kleinoase spielt dabei ebenso eine Rolle wie eine kluge Parkplatzbewirtschaftung und freie Grünflächen.

Mit Blick auf das Gesundheitsbedürfnis und die Entwicklung der Gesellschaft wiesen einige Mitglieder darauf hin, dass neben Gewerbe auch Arztpraxen und Physiotherapie- oder Fitness-Angebote von vielen Menschen nachgefragt werden. Thomas Simon meint: Viele ältere Menschen, die aus der Umgebung in die Stadt fahren, suchen Ärzte und Apotheken auf. Jüngere Menschen nutzen ganz normal Fitnessangebote und treffen sich anschließend in einem Café. Für diese Dinge nehmen sich die Menschen Zeit. Und genau das bringt Leben in die Innenstadt - nicht der vielleicht gehetzte Einkauf in einem Lebensmittelsupermarkt. Simon sieht hierin eine Weiterentwicklung des schon bestehenden Gesundheits- und Fitnessangebotes in der Kreisstadt.

In der Diskussion wird deutlich, dass die Initiative zunächst bei dem Investor liegt. Olaf Schäfer, sagt hierzu ganz klar: „Die Heiligenstädter Union unterstützt den Investor Alfred Wüstefeld aus Duderstadt bei dem Fortschreiben der alten Planungen für die Bebauung des Stormpassagen-Areals auf der Basis der ursprünglichen Vorlagen aus dem Jahre 2008, die auch einen ansprechenden Gedenkort für jüdisches Leben am Platz der ehemaligen Synagoge in der Stubenstraße beinhalten.“

In diesem wichtigen Bereich für die zukünftige Beplanung des Areals sollte der Initiativkreis „Jüdisches Erbe in Heiligenstadt“ mit seinem seit Jahren außerordentlichem Engagement unbedingt in die anstehenden Beratungen mit einbezogen werden, fasst Thomas Stützer als Bauausschussvorsitzender des Stadtrates dieses wichtige Anliegen noch einmal zusammen. Und einladend fügt Olaf Schäfer hinzu: „Die heute Abend diskutierten Ideen lassen sich wohl am ehesten mit den bisher vorgelegten Planungen von Alfred Wüstefeld erreichen, weshalb wir einer Detaildiskussion im Bauausschuss des Stadtrates und der baldigen Bebauung dieses einmaligen innerstädtischen Geländes positiv entgegen sehen.“
Autor: en

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