Di, 12:53 Uhr
14.05.2013
Konjunktur verliert an Dynamik
Eine schnelle Konjunkturerholung ist nicht absehbar – so das Fazit der jüngsten Befragung unter den Unternehmen der Industrie- und Handelskammer Erfurt. Der Klimaindex, der die aktuelle Situation sowie Erwartungen für die Zukunft berücksichtigt, sank um sieben Punkte und liegt nun bei 100 von 200 möglichen Prozentpunkten....
Unter den befragten Unternehmen im Landkreis Eichsfeld hat sich insbesondere die aktuelle Lagebeurteilung verschlechtert. Mit gut bewerteten im aktuellen Befragungszeitraum Januar bis April 2013 nur noch sieben Prozent der Befragten ihre Situation, während dies in der vorherigen Umfrage noch 23 Prozent angaben. Damit fällt die Lagebeurteilung im Landkreis Eichsfeld deutlich schlechter aus als im Durchschnitt des Kammerbezirkes, wo 28 Prozent der Befragten ihre Lage mit gut bewerten, auch wenn hier ein Rückgang um neun Prozentpunkte seit Jahreswechsel zu verzeichnen ist.
Auch hinsichtlich der künftigen Entwicklung lässt sich aus den Konjunkturumfrageergebnissen im Eichsfeld kein deutlicher Wirtschaftsaufschwung ableiten. Die Zahl der Optimisten, die eine Verbesserung ihrer künftigen Situation erwarten, stieg gegenüber der vorhergehenden Befragung um zehn auf vierzehn Prozentpunkte.
Demgegenüber stehen mehr als doppelt so viele Pessimisten. Von den befragten Firmenchefs im Landkreis Eichsfeld befürchten 32 Prozent eine Lageverschlechterung. Ende Dezember äußerten dies nur 23 Prozent der Befragten.
Hinsichtlich der Beschäftigungspläne weichen die Befragungsergebnisse im Eichsfeld deutlich vom Gesamtergebnis des IHK-Bezirkes Erfurt ab. Immerhin 88 Prozent der befragen Unternehmen der IHK Erfurt wollen ihre Mitarbeiterzahl stabil halten oder sogar zusätzliche Stellen schaffen. Dies äußerten im Landkreis Eichsfeld nur 68 Prozent der Befragten. Die Zahl der Firmenchefs, die angaben, ihre Beschäftigtenzahl künftig zu senken, liegt im Eichsfeld mit 32 Prozent fast um das Dreifache über dem Durchschnittswert im Kammerbezirk.
Steigende oder unveränderte Investitionsausgaben planen im Landkreis Eichsfeld 61 Prozent der befragten Firmenchefs, das sind drei Prozentpunkte mehr als in der vorangegangenen Befragung und ebenfalls drei Prozentpunkte mehr als der Durchschnittswert im Kammerbezirk. Während hier jedoch 27 Prozent der Befragten angaben, überhaupt keine Investitionstätigkeit zu planen, äußerten im Eichsfeld nur drei Prozent der Unternehmer, künftig nicht investieren zu wollen.
Nach wie vor ist die Industrie wichtigste Stützte für Konjunktur und Arbeitsmarkt. Aber auch hier führen rückläufige Bestellungen und verschlechterte Ertragslage zu einer ungünstigeren Lagebeurteilung.
Das Baugewerbe, das im Eichsfeld einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor darstellt, konnte witterungsbedingte Produktionsausfälle bisher noch nicht aufarbeiten. Dementsprechend ungünstig zeigen sich in der Branche aktuelle Auftrags- und Ertragslage.
Fazit: Dass die tiefe Rezession in Südeuropa weiter um sich greift und mittlerweile auch Frankreich erfasst, geht an exportorientierten einheimischen Firmen nicht spurlos vorüber. Viele Unternehmen befürchten eine weitere Verschärfung der Lage.
Darüber hinaus ist die aktuelle Konjunkturumfrage eine Momentaufnahme, die offenbar die in diesem Jahr später einsetzende Frühjahrsbelebung in der Region noch nicht mit erfasst, was die pessimistische Lagebeurteilung ein wenig relativiert.
Autor: enUnter den befragten Unternehmen im Landkreis Eichsfeld hat sich insbesondere die aktuelle Lagebeurteilung verschlechtert. Mit gut bewerteten im aktuellen Befragungszeitraum Januar bis April 2013 nur noch sieben Prozent der Befragten ihre Situation, während dies in der vorherigen Umfrage noch 23 Prozent angaben. Damit fällt die Lagebeurteilung im Landkreis Eichsfeld deutlich schlechter aus als im Durchschnitt des Kammerbezirkes, wo 28 Prozent der Befragten ihre Lage mit gut bewerten, auch wenn hier ein Rückgang um neun Prozentpunkte seit Jahreswechsel zu verzeichnen ist.
Auch hinsichtlich der künftigen Entwicklung lässt sich aus den Konjunkturumfrageergebnissen im Eichsfeld kein deutlicher Wirtschaftsaufschwung ableiten. Die Zahl der Optimisten, die eine Verbesserung ihrer künftigen Situation erwarten, stieg gegenüber der vorhergehenden Befragung um zehn auf vierzehn Prozentpunkte.
Demgegenüber stehen mehr als doppelt so viele Pessimisten. Von den befragten Firmenchefs im Landkreis Eichsfeld befürchten 32 Prozent eine Lageverschlechterung. Ende Dezember äußerten dies nur 23 Prozent der Befragten.
Hinsichtlich der Beschäftigungspläne weichen die Befragungsergebnisse im Eichsfeld deutlich vom Gesamtergebnis des IHK-Bezirkes Erfurt ab. Immerhin 88 Prozent der befragen Unternehmen der IHK Erfurt wollen ihre Mitarbeiterzahl stabil halten oder sogar zusätzliche Stellen schaffen. Dies äußerten im Landkreis Eichsfeld nur 68 Prozent der Befragten. Die Zahl der Firmenchefs, die angaben, ihre Beschäftigtenzahl künftig zu senken, liegt im Eichsfeld mit 32 Prozent fast um das Dreifache über dem Durchschnittswert im Kammerbezirk.
Steigende oder unveränderte Investitionsausgaben planen im Landkreis Eichsfeld 61 Prozent der befragten Firmenchefs, das sind drei Prozentpunkte mehr als in der vorangegangenen Befragung und ebenfalls drei Prozentpunkte mehr als der Durchschnittswert im Kammerbezirk. Während hier jedoch 27 Prozent der Befragten angaben, überhaupt keine Investitionstätigkeit zu planen, äußerten im Eichsfeld nur drei Prozent der Unternehmer, künftig nicht investieren zu wollen.
Nach wie vor ist die Industrie wichtigste Stützte für Konjunktur und Arbeitsmarkt. Aber auch hier führen rückläufige Bestellungen und verschlechterte Ertragslage zu einer ungünstigeren Lagebeurteilung.
Das Baugewerbe, das im Eichsfeld einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor darstellt, konnte witterungsbedingte Produktionsausfälle bisher noch nicht aufarbeiten. Dementsprechend ungünstig zeigen sich in der Branche aktuelle Auftrags- und Ertragslage.
Fazit: Dass die tiefe Rezession in Südeuropa weiter um sich greift und mittlerweile auch Frankreich erfasst, geht an exportorientierten einheimischen Firmen nicht spurlos vorüber. Viele Unternehmen befürchten eine weitere Verschärfung der Lage.
Darüber hinaus ist die aktuelle Konjunkturumfrage eine Momentaufnahme, die offenbar die in diesem Jahr später einsetzende Frühjahrsbelebung in der Region noch nicht mit erfasst, was die pessimistische Lagebeurteilung ein wenig relativiert.