Mo, 10:47 Uhr
01.07.2013
Agentur-Angebote nutzen
Im Landkreis Eichsfeld durchaus nicht ungewöhnlich, pünktlich bei Einzug des Winters steigt die Zahl der Arbeitslosen an. Nicht zuletzt, weil in dieser Region viele Betriebe, die ihre Arbeit im Freien ausüben, einen Teil ihrer Beschäftigten entlassen...
Aus Sicht von Daniela Sander, Geschäftsstellenleiterin der Arbeitsagentur in Leinefelde, für die künftige Winterperiode nicht ganz unproblematisch: Zum einen sind Fachkräfte auf dem Markt in einigen Branchen rar, das bedeutet für Unternehmer auch ein gewisses Risiko, die guten Leute im Frühjahr wieder zu bekommen.
Eine schwierige Situation sieht sie aber auch für viele Arbeitnehmer, nämlich dann, wenn Arbeitslosengeld wieder bezogen werden muss. Der letzte Winter hat lange gedauert und deshalb die Arbeitslosengeldansprüche stark schmelzen lassen. In vielen Fällen ist heute schon erkennbar, dass die zum Ende des Jahres noch verfügbaren Arbeitslosengeldansprüche über die Zeit der nächsten Winterperiode nicht ausreichen werden, weiß Sander. Ein neuer Anspruch erfordere immer eine Beschäftigung von mindestens 12 Monaten innerhalb der letzten zwei Jahre vor Arbeitslosigkeit.
Diese Voraussetzung dürften Ende des Jahres einige Arbeitnehmer im Baugewerbe und in Land- und Forstwirtschaft nicht erfüllt haben. Bei Entlassung sei damit der Gang zum Jobcenter vorprogrammiert.
Hartz IV ist nicht die erstrebenswerte Lösung, meint Daniela Sander und verweist auf die Möglichkeit von Zwischenbeschäftigungen. Gemeinsam mit den Kammern werbe man auch in den Unternehmen dafür, den Beschäftigten den Weg zum Jobcenter zu ersparen und Entlassungen zu vermeiden. So stelle man außerdem sicher, dass die eigenen Leute über den Winter nicht zur Konkurrenz abwandern.
Arbeitnehmer sollten sich rechtzeitig beraten lassen und die Jobangebote der Arbeitsagentur vor Ort nutzen. Auch über die Jobbörse im Internet könne man sich zu freien Stellen informieren.
Arbeitgebern rät die Arbeitsmarktexpertin, die Zeit ab Dezember neben dem möglichen Saison-Kurzarbeitergeld sinnvoll für die Qualifizierung des Personals zu nutzen. So habe man vor allem die Möglichkeit anstehende Weiterbildungen von Mitarbeitern zu realisieren - Ein aus Ihrer Sicht wesentlicher Aspekt für die Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Unternehmens.
Die Qualifizierung Beschäftigter, insbesondere Ungelernter oder Älterer kann unter bestimmten Voraussetzungen durch die Arbeitsagentur finanziell unterstützt werden, meint Sander. Ratsam sei, sich rechtzeitig bei den Ansprechpartnern im Arbeitgeber-Service zu informieren, so könne man gut vorbereitet dem nächsten Winter entgegen sehen.
Autor: redAus Sicht von Daniela Sander, Geschäftsstellenleiterin der Arbeitsagentur in Leinefelde, für die künftige Winterperiode nicht ganz unproblematisch: Zum einen sind Fachkräfte auf dem Markt in einigen Branchen rar, das bedeutet für Unternehmer auch ein gewisses Risiko, die guten Leute im Frühjahr wieder zu bekommen.
Eine schwierige Situation sieht sie aber auch für viele Arbeitnehmer, nämlich dann, wenn Arbeitslosengeld wieder bezogen werden muss. Der letzte Winter hat lange gedauert und deshalb die Arbeitslosengeldansprüche stark schmelzen lassen. In vielen Fällen ist heute schon erkennbar, dass die zum Ende des Jahres noch verfügbaren Arbeitslosengeldansprüche über die Zeit der nächsten Winterperiode nicht ausreichen werden, weiß Sander. Ein neuer Anspruch erfordere immer eine Beschäftigung von mindestens 12 Monaten innerhalb der letzten zwei Jahre vor Arbeitslosigkeit.
Diese Voraussetzung dürften Ende des Jahres einige Arbeitnehmer im Baugewerbe und in Land- und Forstwirtschaft nicht erfüllt haben. Bei Entlassung sei damit der Gang zum Jobcenter vorprogrammiert.
Hartz IV ist nicht die erstrebenswerte Lösung, meint Daniela Sander und verweist auf die Möglichkeit von Zwischenbeschäftigungen. Gemeinsam mit den Kammern werbe man auch in den Unternehmen dafür, den Beschäftigten den Weg zum Jobcenter zu ersparen und Entlassungen zu vermeiden. So stelle man außerdem sicher, dass die eigenen Leute über den Winter nicht zur Konkurrenz abwandern.
Arbeitnehmer sollten sich rechtzeitig beraten lassen und die Jobangebote der Arbeitsagentur vor Ort nutzen. Auch über die Jobbörse im Internet könne man sich zu freien Stellen informieren.
Arbeitgebern rät die Arbeitsmarktexpertin, die Zeit ab Dezember neben dem möglichen Saison-Kurzarbeitergeld sinnvoll für die Qualifizierung des Personals zu nutzen. So habe man vor allem die Möglichkeit anstehende Weiterbildungen von Mitarbeitern zu realisieren - Ein aus Ihrer Sicht wesentlicher Aspekt für die Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Unternehmens.
Die Qualifizierung Beschäftigter, insbesondere Ungelernter oder Älterer kann unter bestimmten Voraussetzungen durch die Arbeitsagentur finanziell unterstützt werden, meint Sander. Ratsam sei, sich rechtzeitig bei den Ansprechpartnern im Arbeitgeber-Service zu informieren, so könne man gut vorbereitet dem nächsten Winter entgegen sehen.
