Di, 08:35 Uhr
12.11.2013
Lachgas im Kreißsaal
Eichsfeld Klinikum setzt eine neue Methode zur Linderung der Wehenschmerzen ein – Erste Patientinnen sind begeistert...
Das Wunder der Geburt zu erleben und ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, ist der Wunsch vieler Paare. Auch wenn die werdenden Eltern sich auf das Kind freuen, ist die Angst vor der Entbindung und dem damit verbundenen Schmerz bei vielen Frauen präsent.
Im Eichsfeld Klinikum wird seit Oktober 2013 die schmerzarme Geburt durch den Einsatz eines gut verträglichen Medikamentes unterstützt, welches die Gebärende durch Mund und Nase einatmet. Es handelt sich um ein Gasgemisch aus reinem, medizinischen Lachgas und Sauerstoff.
Dieses innovative Medikament hat eine schnell einsetzende Wirkung, die nach der Behandlung rasch abklingt, erklärt Dr. med. Annegret Kiefer, Chefärztin der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe. Es sorgt für eine sichere Schmerzlinderung, wirkt beruhigend und kann ohne Probleme mit anderen schmerzlindernden Methoden kombiniert werden.
In englischsprachigen und skandinavischen Ländern ist die Behandlung mit Lachgas eine weitverbreitete Form der Schmerzlinderung. Lachgas kam schon früher – auch in Deutschland – in der Geburtshilfe zum Einsatz. Dabei wurde es als eine sogenannte Durchtrittsnarkose angewandt: Kurz bevor das Kind geboren wurde, verabreichte man den Frauen das Medikament. Das Mischverhältnis war damals allerdings ein anderes, so dass die Frauen von der eigentlichen Geburt nichts mehr mitbekommen haben.
Mit dem neuen Mischverhältnis 50:50 sind die Frauen nun die ganze Zeit ansprechbar, lassen sich gut anleiten und haben dadurch das maximale Geburtserlebnis mit geringeren Schmerzen, so Dr. Kiefer. Daher ist diese Methode besonders für Gebärende geeignet, die sich ein möglichst natürliches Geburtserlebnis wünschen, ohne dass sie in ihrer Bewegungsfreiheit während der Geburt eingeschränkt oder in ihrem Bewusstsein beeinträchtigt werden.
Auf das Kind hat die Behandlung keine negativen Auswirkungen. Der Sauerstoffanteil erhöht die Sauerstoffkonzentration im Blut der Mutter, was sich positiv auf die Geburt auswirken kann.
Die Anwendung ist einfach. Unter Aufsicht von geschultem Fachpersonal können die Frauen das Lachgas eigenständig anwenden und den Schmerz selbst beeinflussen.
Die Frauen legen sich eine Maske an und atmen mehrmals ein und aus. So entsteht ein sogenannter Lachgasspiegel in ihrem Körper. Danach kann die Maske abgenommen werden. Kurz vor der nächsten Wehe wird das Medikament wieder eingeatmet. Auf diese Weise dosieren die Frauen das Gasgemisch selbst und können im Verlauf der Geburt entscheiden, ob sie es benötigen oder nicht. Somit kommt es zu einer nahezu schmerzfreien Entbindung, ohne die Kontraktionen der Gebärmutter zu beeinflussen.
Im Eichsfeld Klinikum hatten bereits viele Frauen die Möglichkeit, mit Lachgas zu entbinden und waren begeistert, berichtet Dr. Kiefer. Profitiert haben davon vor allem Zweit- und Drittgebärende. Das mobile Therapiesystem gehört ab jetzt zum Inventar im Kreißsaal des Eichsfeld Klinikums und kann jeder Zeit und schnellstmöglich eingesetzt werden.
Autor: enDas Wunder der Geburt zu erleben und ein gesundes Kind zur Welt zu bringen, ist der Wunsch vieler Paare. Auch wenn die werdenden Eltern sich auf das Kind freuen, ist die Angst vor der Entbindung und dem damit verbundenen Schmerz bei vielen Frauen präsent.
Im Eichsfeld Klinikum wird seit Oktober 2013 die schmerzarme Geburt durch den Einsatz eines gut verträglichen Medikamentes unterstützt, welches die Gebärende durch Mund und Nase einatmet. Es handelt sich um ein Gasgemisch aus reinem, medizinischen Lachgas und Sauerstoff.
Dieses innovative Medikament hat eine schnell einsetzende Wirkung, die nach der Behandlung rasch abklingt, erklärt Dr. med. Annegret Kiefer, Chefärztin der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe. Es sorgt für eine sichere Schmerzlinderung, wirkt beruhigend und kann ohne Probleme mit anderen schmerzlindernden Methoden kombiniert werden.
In englischsprachigen und skandinavischen Ländern ist die Behandlung mit Lachgas eine weitverbreitete Form der Schmerzlinderung. Lachgas kam schon früher – auch in Deutschland – in der Geburtshilfe zum Einsatz. Dabei wurde es als eine sogenannte Durchtrittsnarkose angewandt: Kurz bevor das Kind geboren wurde, verabreichte man den Frauen das Medikament. Das Mischverhältnis war damals allerdings ein anderes, so dass die Frauen von der eigentlichen Geburt nichts mehr mitbekommen haben.
Mit dem neuen Mischverhältnis 50:50 sind die Frauen nun die ganze Zeit ansprechbar, lassen sich gut anleiten und haben dadurch das maximale Geburtserlebnis mit geringeren Schmerzen, so Dr. Kiefer. Daher ist diese Methode besonders für Gebärende geeignet, die sich ein möglichst natürliches Geburtserlebnis wünschen, ohne dass sie in ihrer Bewegungsfreiheit während der Geburt eingeschränkt oder in ihrem Bewusstsein beeinträchtigt werden.
Auf das Kind hat die Behandlung keine negativen Auswirkungen. Der Sauerstoffanteil erhöht die Sauerstoffkonzentration im Blut der Mutter, was sich positiv auf die Geburt auswirken kann.
Die Anwendung ist einfach. Unter Aufsicht von geschultem Fachpersonal können die Frauen das Lachgas eigenständig anwenden und den Schmerz selbst beeinflussen.
Die Frauen legen sich eine Maske an und atmen mehrmals ein und aus. So entsteht ein sogenannter Lachgasspiegel in ihrem Körper. Danach kann die Maske abgenommen werden. Kurz vor der nächsten Wehe wird das Medikament wieder eingeatmet. Auf diese Weise dosieren die Frauen das Gasgemisch selbst und können im Verlauf der Geburt entscheiden, ob sie es benötigen oder nicht. Somit kommt es zu einer nahezu schmerzfreien Entbindung, ohne die Kontraktionen der Gebärmutter zu beeinflussen.
Im Eichsfeld Klinikum hatten bereits viele Frauen die Möglichkeit, mit Lachgas zu entbinden und waren begeistert, berichtet Dr. Kiefer. Profitiert haben davon vor allem Zweit- und Drittgebärende. Das mobile Therapiesystem gehört ab jetzt zum Inventar im Kreißsaal des Eichsfeld Klinikums und kann jeder Zeit und schnellstmöglich eingesetzt werden.