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Di, 19:28 Uhr
12.11.2013

Es geht weiter mit Europagarn

27 Männer und Frauen können aufatmen, ihr Arbeitsplatz bleibt erhalten. Sie sind mit Wirkung vom 1. November 2013 Mitarbeiter vom Unternehmen Europagarn in Leinefelde. Am Nachmittag war Betriebsversammlung....

Belegschaftsversammlung (Foto: Ilka Kühn) Belegschaftsversammlung (Foto: Ilka Kühn)

Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. Peter Staufenbiel, konnte den Anwesenden die frohe Botschaft verkünden, dass die 27 jetzt im neuen Unternehmen beschäftigt sind, vorausgesetzt natürlich, sie unterschreiben den Vertrag. Er ist froh, für das Leinefelder Unternehmen, einem Teppichgarnhersteller, eine Lösung gefunden zu haben. Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen, denn 22 aus dem insolventen Betrieb Europeyarn konnten nicht eingestellt werden, für sie wurde aber eine sogenannte Auffanglösung gefunden, sagte er.

Für Betriebsratsvorsitzende Monika Gast ist mit dem Tag heute die Hoffnung verbunden, dass es mit dem Geschäftsführer Nicola Radici eine Zukunft für den Leinefelder Betrieb gäbe, der nunmehr 20 Jahre hier vor Ort ist. Ein weiteren Lichtblick gab es heute schon, die Belegschaft konnte den Geschäftsführer persönlich kennen lernen, seinen Vorgänger hatten die Mitarbeiter, bis auf wenige Ausnahmen, nie zu Gesicht bekommen.

Und auch Nicola Radici richtete ein paar Worte an seine Mitarbeiter und dankte auch dem Insolvenzverwalter, mit dem er in den vergangenen drei Monaten viel gesprochen hatte. Er wird desöfteren den Weg nach Leinefelde nehmen, hatte er versprochen. Im Bertrieb vor Ort wird der kaufmännische Leiter Harald Wölfl sein, dem Nicola Radici ein gutes Zeugnis ausstellte mit seinen Erfahrungen.

Alexander Scharff von der IG Metall erinnerte an Stunden, in denen der Belegschaft die Tränen näher waren als das Lachen. So habe er oft abends Anrufe bekommen, dass die Mitarbeiter nicht mal mehr Geld zum Einkaufen hätten. Die IG Metall, die im Insolvenzverfahren die Mitarbeiter vertrat, hatte in solchen Fällen ein sogenanntes Notgeld gezahlt. Er hätte auch gern die anderen 22 ehemaligen Mitarbeiter im neuen Unternehmen gesehen.

Dank gab es auch von mehreren Seiten an die Mitarbeiter, die trotz der schweren Situation in den vergangenen Wochen die Hoffnung nie aufgegeben hatten und weitergearbeitet haben.

Während bei Europagarn nun die Weichen für den Neubeginn gestellt sind, hat sich mit den Leinefelder Textilwerken noch nichts weiter getan. Die Mitarbeiter dort sind alle zum Jahresende gekündigt. Am kommenden Montag soll es nochmal ein Gespräch geben.
Ilka Kühn

Autor: en

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