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Fr, 10:47 Uhr
15.11.2013

Mehrheit für Impfpflicht

Mit einer groß angelegten Plakatkampagne mit dem Titel "Deutschland sucht den Impfpass" versucht derzeit die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Bevölkerung für das Thema Impfen zu sensibilisieren. Eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigt, dass 43 Prozent der Bürger ihren aktuellen Impfschutz
überhaupt nicht kennen...

Grafik (Foto: IfD Allensbach) Grafik (Foto: IfD Allensbach)

Frauen sind mit 64 Prozent besser informiert als Männer, von denen nur 49 Prozent wissen, wogegen sie noch wirksam geimpft sind. Ähnlich schlecht ist der Kenntnisstand der 60-Jährigen und Älteren. In dieser Altersgruppe weiß nur jeder Zweite über seinen Impfschutz Bescheid. Dabei werden gerade für diese Altersgruppe bestimmte Impfungen besonders empfohlen.

Nur gut die Hälfte der Bürger achtet auf eine regelmäßige Auffrischung der eigenen Impfungen, die andere Hälfte misst der Auffrischung von Impfungen keine große Bedeutung bei. Am ehesten wird noch auf die Erneuerung von Tetanusimpfungen geachtet, mit deutlichem Abstand gefolgt von der Grippeimpfung und der Impfung gegen Diphtherie. So achten 47 Prozent auf eine regelmäßige Auffrischung der Tetanusimpfung, 23 Prozent auf regelmäßige Grippeimpfungen, 20 Prozent auf eine Erneuerung des Impfschutzes gegen Diphtherie.
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
Grafik (Foto: IfD Allensbach)
Nachdem Deutschland vom erklärten Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern bis zum Jahr 2015 auszurotten, noch weit entfernt ist und die Zahl der Maserninfektionen zuletzt sogar wieder angestiegen ist, wurde im Sommer unter anderem über die Einführung einer Impfpflicht gegen Masern diskutiert.

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Die rechtlichen Hürden für die Einführung einer gesetzlichen Impfpflicht liegen in Deutschland zwar hoch. Die Mehrheit der Bürger hält eine Impfpflicht gegen Masern gleichwohl für eine gute Idee: 60 Prozent unterstützen den Vorschlag, nur 16 Prozent halten die Einführung eines Impfzwangs gegen Masern für keine gute Idee. 24 Prozent sind unentschieden. Eine besonders hohe Zustimmung findet die Impfpflicht gegen Masern in Ostdeutschland, wo vor der Wende bereits für eine Reihe von Infektionskrankheiten eine Impfpflicht bestand.

Auch Eltern mit kleinen Kindern zeigen sich überdurchschnittlich offen für die Idee einer Impfpflicht. 67 Prozent der Eltern mit Kindern unter 10 Jahren halten eine gesetzliche Verpflichtung zur Masernimpfung für eine gute Idee.

Unter Eltern überwiegt ohnehin die Bereitschaft, ihre Kinder nach den gängigen Empfehlungen, die in Deutschland insbesondere von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen werden, impfen zu lassen. So lassen bzw. ließen 74 Prozent der Eltern mit Kindern unter 20 Jahren ihre Kinder im Babyalter gegen alles impfen, was (damals) empfohlen wurde. Allerdings haben auch 16 Prozent einige Impfungen ausgelassen. Nur sehr wenige (0,4 Prozent) sind absolute Impfgegner und haben alle Impfungen ausgelassen.

Der Verzicht auf bestimmte oder alle Impfungen wird von diesen Eltern besonders mit den ihrer Ansicht nach zu großen Risiken und Nebenwirkungen der Impfungen begründet. Drei von vier Eltern, die ihre Kinder nicht entsprechend der Empfehlungen oder gar nicht haben impfen lassen, führen diesen Grund an.

Immerhin 29 Prozent der Eltern, die ihre Kinder nicht entsprechend der Empfehlungen oder gar nicht haben impfen lassen, glauben aber auch, dass die Krankheiten, gegen die sie ihre Kinder nicht haben impfen lassen, eher unwahrscheinlich sind. 9 Prozent halten die Krankheiten nicht für so gefährlich. Ähnlich viele glauben, dass die Impfung ohnehin keinen ausreichenden Schutz bieten würde.

Allensbach befragte im Herbst dieses Jahres 1.269 Personen ab 16 Jahre.
Autor: red

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