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Fr, 12:37 Uhr
06.12.2013

Bedrohung durch Mindestlohn

Der geplante Mindestlohn von 8,50 Euro gefährdet nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt viele Arbeitsplätze in Thüringen und verschlechtert die Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten...


Ein Mindestlohn bietet ungewollte Anreize für Schulabgänger, einen Job anstelle einer dualen Ausbildung anzunehmen.

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„Wer für eine Beschäftigung als Ungelernter monatlich 1.400 Euro erhält – was dem geforderten Mindestlohn entspricht – entscheidet sich im Zweifel gegen eine Erstausbildung, für die er beispielsweise nur 500 Euro als Vergütung bekommt“, begründet IHK-Präsident Dieter Bauhaus die Kritik. Letztlich würde dieser Fehlanreiz für Schulabgänger zu noch weniger Fachkräften und einer höheren Jugendarbeitslosigkeit führen.

„Mit zusätzlichen Regulierungen und steigender Bürokratie am Arbeitsmarkt nimmt die Politik den Unternehmen die erforderliche Flexibilität. Eine umfangreiche Erstausbildung ist nach wie vor das beste Fundament für die berufliche Karriere von jungen Menschen“, wirbt Bauhaus für die duale Berufsausbildung.

Nach einer klassischen Lehre könnten Jugendliche heutzutage über eine Meister- oder Betriebswirtweiterbildung auf allen Managementpositionen in den Thüringer Betrieben eingesetzt werden.
Autor: red

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Kommentare
geloescht.otto
06.12.2013, 13:02 Uhr
warum
wird jetzt schon wieder der Teufel an die Wand gemalt?? Die Gehälter der IHK werden doch sicher sein - oder???

Ist es denn fair, das ein Arbeitnehmer für 8 Std. Arbeit noch Harz 4 beantragen muss!!!!
Warum soll es ausgerechnet in Deutschland mit dem Mindestlohn nicht gehen, wenn es in dem Rest von Europa mehr als gut klappt!!! Und dort werden mehr als die 8,50 € gezahlt!!
Na sicher werden die Gewinne etwas weniger werden, aber verhungern wird von denen, die da jammern, schon keiner - und da bin ich mir sicher.
Paulinchen
06.12.2013, 19:54 Uhr
Wo bleibt die/der Lohnerhöhung/Mindestlohn?
Es ist schon bemerkenswert, dass vor ca. 8 Monaten die Löhne für das Friseurhandwerk gestiegen sind. Diese Steigerung spürten auch die Kunden umgehend infolge von höheren Preisen.
Nur der Hammer kommt jetzt von den Finanzämtern, die da vermelden, dass für die Angestellten meist keine höheren Lohnsteuern vom Arbeitgeber bezahlt wurden. Ist da die Lohnerhöhung etwa noch im „Geldstau“ der Unternehmer stecken geblieben? Stimmt es doch, dass der größte Kostenfaktor im Unternehmen der Unternehmer selbst ist? Bleiben wir mal bei dieser Branche. Im Moment beklagen die Kunden die hohen Preise beim „Barbier“. Doch wenn der Mindestlohn käme, dann steigt doch auch ganz sicher die Zahl der Kunden, in deren Geschäften. Und was ist dann passiert? RICHTIG – die Einnahmen des Unternehmers steigen und die Zahlung des Mindestlohnes schmerzt ihn nicht mehr so arg, wie er uns vermitteln will. Ich möchte es mir sparen, hier nun Beispiele der unterschiedlichsten Gewerke weiter aufzuführen. Ein Beispiel sei mir aber doch noch erlaubt: Die Kassiererin an der Tankstelle. Ich zahle an der Kasse meist den gleichen Preis, wie an den Tankstellen im alten Bundesgebiet. Und was verdient die Kollegin dort im Gegensatz zu der Dame hier? Die "Suppe" ist doch hoffentlich die Gleiche, oder?

Wie lange sollen wir denn noch die Sklaven der Unternehmer sein? Mich ko… es an, wenn ich von einem Unternehmer höre: „Ich muss ihr Gehalt kürzen, damit ich den Laden nicht schließen muss.“ Soll er doch die „Bude“ dicht machen, lieber gleich, wie ein Jahr später, wenn der Arbeitnehmer für seine Einsicht dann noch weniger ALG I bekommt und dadurch doppelt gestraft ist. Ich hatte mal einen Arbeitgeber, der wollte, dass wir seinen Laden bis zum Sonnenuntergang im Sommer offen halten und er rief uns von seiner Yacht im Mittelmeer an und fragte nach der Tageseinnahme. Seit einigen Jahren ist der Laden hier in NDH nun schon zu.
Hans Dittmar
06.12.2013, 19:56 Uhr
Recht hat die IHK
Da har der Otto den BEitrag nicht richtig gelesen. Jeder der in einem erlernten Beruf arbeitet oder einen Facharbeiter besitzt, soll natürlich auch entsprechent verdienen. Setze ich aber per Gesetz fest, das jeder einen bestimmten Lohn bekommen muß, besteht die Gefahr, dass Schüler die Schule abbrechen und in verschiedenen "Aushilfsjobs" zum vollen Lohn arbeiten. Anderseits werden sich viele Firmen keine Aushilfen mehr leisten können, und die verbliebenen Mitarbeiter müßen mehr leisten. Keiner glaubt doch, dass jeder Betrieb einfach so die Gehälter zahlt. Es werden Leute entlassen oder die Kosten auf die Kunden und Waren umgelegt.
I.H.
06.12.2013, 23:27 Uhr
Fehlende Vorstellungskraft H. Dittmar?
Wenn ich so etwas lese kriege ich Augenkrebs: Zitat H. Dittmar "Setze ich aber per Gesetz fest, das jeder einen bestimmten Lohn bekommen muß, besteht die Gefahr, dass Schüler die Schule abbrechen und in verschiedenen "Aushilfsjobs" zum vollen Lohn arbeiten"

Also erster fataler Denkfehler ist: Wegen Mindestlohn bekommt nicht JEDER einen bestimmten Lohn. Mindestlohn bedeuted ja nicht Kommunismus. Mindestlohn bedeuted nur eine UNTERGRENZE lieber H. Dittmar.

Ergo heißt, dass abgebrochene Schüler mit Mindestlohn keinen VOLLEN LOHN bekommen, sondern nur einen MINDESTLOHN. Jetzt verstanden H. Dittmar? Oder soll ich es Ihnen noch mal etwas profaner erklären?
Retupmoc
07.12.2013, 10:14 Uhr
Politiker
Wenn man die ganzen Politiker in Richtung Timbuktu verschifft und einen einzelnen Mann ( Frau ) als Staatschef einsetzt, kann man einen Mindestlohn von 50 Euro pro Nase zahlen.
Frank78
07.12.2013, 15:56 Uhr
unverschämt
Unverschämt, dass in einem so reichen Land wie dem Unseren solche Hungerlöhne als versteckte Suventionen gezahlt werden. Unverschämt auch,wenn nach so langer Zeit noch Lohnunterschiede in neue Gesetze wie dem Mindestlohn gegossen werden sollen. Sollen doch solche Billigsklaverei Arbeitsplätze verschwinden. Hüben wie drüben sind die Preise die Selben, oft lässt es sich im teuren Westen sogar günstiger leben als hier. Und ich bin gern Bereit ein paar Euro mehr zu zahlen, wenn derjenige der die Arbeit verrichten muss auch am Ende von seinem Gehalt leben kann!
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