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Mo, 16:04 Uhr
10.02.2014

Zugang zur englischen Sprache

Englisch-Lehrerin Astrid Brinkmann aus Worbis ermöglicht Kindern mit geistiger Behinderung Zugang zur englischen Sprache. Es ist ein neues Projekt und die Lehrerin ist eigentlich schon längst aus dem Schulalltag...

Astrid Brinkmann (Foto: Gisela Reinhardt) Astrid Brinkmann (Foto: Gisela Reinhardt)


Do you speak English? Honey I do.
Wer kennt ihn nicht, den Schlager, den Chris Roberts in den 70ger Jahren gesungen hat. Schon in dieser Zeit gab Astrid Brinkmann an der Erweiterten Oberschule in Worbis Deutsch- und Englischunterricht.

Auch heute, bereits im wohlverdienten (Un)Ruhestand steht sie vor einer Schulklasse und unterrichtet Englisch. Einmal pro Woche warten 9 Schüler der Ober- und Werkstufenklassen der „Tabaluga – Förderschule“ der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis e.V. auf ihre Englischlehrerin.

Es ist ein neues Projekt, das seit Schuljahresbeginn auch Kindern mit geistiger Behinderung den Zugang zur englischen Sprache ermöglicht. Astrid Brinkmann kommt ehrenamtlich. Eigentlich ist sie in ihrem Lebensalltag mit dem „Familiengeschäft“ ausgelastet.

Als guter Geist der Familien ihrer beiden Söhne hat sie zu viel tun mit: Enkel aus der Schule abholen, Babysittern, Hausaufgaben machen und dort einspringen, wo sie gebraucht wird. Nebenbei gibt sie Nachhilfe, korrigiert schriftliche Arbeiten ehemaliger Schüler oder wird als Dolmetscherin angefragt.

Auf die Frage, was sie antreibt, sagt sie: „Ich bin eine Art Mutter Theresa Typ. Ich helfe gern und bringe mich ein, wo ich gebraucht werde. Es macht mir Freude, etwas Gutes zu tun. Man muss sich betätigen, damit man nicht einrostet.“ Von Rost ist bei Astrid Brinkmann noch lange nichts zu erwarten. Mit Begeisterung hat sie im letzten Jahr am Kochduell „Inklusiv“ das die Lebenshilfe Leinefelde – Worbis mit Menschen mit und ohne Behinderung veranstaltet hat, mitgewirkt. Ihre Söhne hatten ihr scherzhafterweise eine Packung Pflaster mitgegeben – für alle Fälle.

Aber alle Teilnehmer waren so professionell, dass kein Pflaster benötigt wurde. Nun hat sie Herausforderung gereizt, Schülern der „Tabaluga – Förderschule“ die englische Sprache als Arbeitsgemeinschaft näher zu bringen. Erste Erfahrungen hatte sie schon beim OEBW Leinefelde gesammelt. „Es ist nicht so einfach. Ich musste mich ganz schön umstellen, da nicht alle Schüler lesen und schreiben können.

Jetzt habe ich von Schreibschrift auf Druckschrift umgestellt und es geht besser. Wir arbeiten viel mit Bildern, Musik oder Filmen. Die Schüler sind höflich und freundlich. Ich werde mit Handschlag begrüßt und verabschiedet und sie zeigen mir ihre Begeisterung. Oft freuen sie sich schon darauf, Zuhause ihren Eltern von neuen Sätzen und Vokabeln berichten zu können.

Die Freude und Dankbarkeit, die mir durch diese ehrenamtliche Tätigkeit begegnet, gibt mir die Gewissheit dass es gut ist, sich für andere Menschen einzusetzen. Sicher gibt es zahlreiche Menschen, die Zuhause sitzen und gern etwas Sinnvolles tun möchten. Es ist ein gutes Gefühl, gebraucht zu werden. Ich kann jedem nur empfehlen, sich ehrenamtlich zu engagieren.“

Die Menschen mit Behinderung der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis e.V. freuen sich auf jeden, der bereit ist, etwas freie Zeit zu verschenken. Jeder ist herzlich willkommen!
Gisela Reinhardt
Autor: en

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