Fr, 07:33 Uhr
07.03.2014
Wie zufrieden sind die Angestellten?
In deutschen Büros könnte die Stimmung derzeit besser sein. In den vergangenen Jahren nahm die Zufriedenheit der Angestellten kontinuierlich ab. Was können Arbeitgeber also besser machen...
Zufrieden? (Foto: Jupiterimages/Polka Dot/Thinkstock)
Die Gallup-Engagement-Studie belegte im vergangenen Jahr, dass die Arbeitnehmerunzufriedenheit in der Bundesrepublik Deutschland weiter wächst. Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen lassen ihre Angestellten schon mal in Rutschen zwischen den Stockwerken wechseln und stellen sogar Bibliotheken und Kinos auf dem Firmengelände bereit.
Für die meisten Arbeitgeber, die genau auf ihr Budget achten müssen, klingt das utopisch. Doch die Angestellten in Deutschland verlangen gar nicht nach kostspieligen Annehmlichkeiten – ihre Wünsche sind weitaus bescheidener: Geschmackvolle, angenehme Inneneinrichtung, eine Küche und ein Aufenthaltsraum für die Mittagspause sowie ein Kaffee-/Snackautomat wie der Klix 450 genügen schon, um für ein aus Arbeitnehmersicht positives Arbeitsumfeld zu sorgen.
Noch wichtiger sind jedoch andere Dinge, die meist mit der Unternehmensführung zusammenhängen. Viele Arbeitnehmer steigen nämlich hoch motiviert in den neuen Job ein, werden dann aber über einen längeren Zeitraum desillusioniert. Schuld sind mangelnde Sozialkompetenzen in der Chefetage.
Wenn am Arbeitsplatz kein kollegiales Verhalten herrscht, nie gelobt wird und sich die immer gleichen Vorgänge über Jahre hinweg Tag für Tag wiederholen, verfällt auch der motivierteste Arbeitnehmer in einen lethargischen Zustand. Diese negative Belastung kann sich auch auf die Gesundheit auswirken.
Sehr verbreitet unter hiesigen Arbeitnehmern sind psychische Krankheiten wie Depression. Auch Stress ist ein Problem: Zunehmende Arbeitsbelastung, die Doppelbelastung zwischen Familie und Beruf und mangelnde Jobsicherheit machen den Arbeitnehmern zu schaffen. Die aktuellen Studien und Umfragen offenbaren jedoch auch positive Aspekte.
Bei Arbeitnehmern über 50 stieg in den vergangenen Jahren die Zufriedenheit. Außerdem nimmt die Arbeitslosenquote vielerorts wieder ab und Menschen mit höherem Bildungsabschluss schaffen vergleichsweise leicht den Einstieg in einen neuen Job.
Autor: red
Zufrieden? (Foto: Jupiterimages/Polka Dot/Thinkstock)
Die Gallup-Engagement-Studie belegte im vergangenen Jahr, dass die Arbeitnehmerunzufriedenheit in der Bundesrepublik Deutschland weiter wächst. Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen lassen ihre Angestellten schon mal in Rutschen zwischen den Stockwerken wechseln und stellen sogar Bibliotheken und Kinos auf dem Firmengelände bereit. Für die meisten Arbeitgeber, die genau auf ihr Budget achten müssen, klingt das utopisch. Doch die Angestellten in Deutschland verlangen gar nicht nach kostspieligen Annehmlichkeiten – ihre Wünsche sind weitaus bescheidener: Geschmackvolle, angenehme Inneneinrichtung, eine Küche und ein Aufenthaltsraum für die Mittagspause sowie ein Kaffee-/Snackautomat wie der Klix 450 genügen schon, um für ein aus Arbeitnehmersicht positives Arbeitsumfeld zu sorgen.
Noch wichtiger sind jedoch andere Dinge, die meist mit der Unternehmensführung zusammenhängen. Viele Arbeitnehmer steigen nämlich hoch motiviert in den neuen Job ein, werden dann aber über einen längeren Zeitraum desillusioniert. Schuld sind mangelnde Sozialkompetenzen in der Chefetage.
Wenn am Arbeitsplatz kein kollegiales Verhalten herrscht, nie gelobt wird und sich die immer gleichen Vorgänge über Jahre hinweg Tag für Tag wiederholen, verfällt auch der motivierteste Arbeitnehmer in einen lethargischen Zustand. Diese negative Belastung kann sich auch auf die Gesundheit auswirken.
Sehr verbreitet unter hiesigen Arbeitnehmern sind psychische Krankheiten wie Depression. Auch Stress ist ein Problem: Zunehmende Arbeitsbelastung, die Doppelbelastung zwischen Familie und Beruf und mangelnde Jobsicherheit machen den Arbeitnehmern zu schaffen. Die aktuellen Studien und Umfragen offenbaren jedoch auch positive Aspekte.
Bei Arbeitnehmern über 50 stieg in den vergangenen Jahren die Zufriedenheit. Außerdem nimmt die Arbeitslosenquote vielerorts wieder ab und Menschen mit höherem Bildungsabschluss schaffen vergleichsweise leicht den Einstieg in einen neuen Job.