eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 07:00 Uhr
13.06.2014

Lichtblick: Trinitatis: 1+1+1=1

An diesem Sonntag feiern wir Trinitatis, das Fest der Dreieinigkeit. Für viele ist es ein Rätsel, wieso drei Personen ein Gott sind. Mathematisch gesehen, also nach Adam Riese, ist das völliger Blödsinn! Glaubend gesehen, also nach Gott, ist das die Trinität. Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist...

Figuren (Foto: St. Wiegleb) Figuren (Foto: St. Wiegleb)

Auf den Namen dieses dreieinigen Gottes werden die Christen getauft. Zu diesem Gott bekennen sich die Konfirmanden.

Ist ihnen schon einmal aufgefallen, daß uns eine ähnliche Dreiteilung im Alltag begegnet? Beim Menschen heißt es: Geist, Seele und Leib! Goethe schreibt: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“! Die Geschichte wird grob in Antike, Mittelalter und Neuzeit gegliedert! Eine Familie besteht mindestens aus Vater, Mutter und Kind! Da ist es eigentlich schon fasst logisch, daß Länge, Breite und Höhe das Raummaß ergeben oder Wasser, das fest, flüssig oder gasförmig sein kann, genau aus drei Elementen besteht, H2O! Dennoch bleibt es letztlich ein Geheimnis, wie Gott in drei Personen wirkt.

Anzeige symplr (1)
Dietrich Bonhoeffer umschreibt dieses Geheimnis der Trinität so: „Der Sinn der Dreifaltigkeitslehre ist ungeheuer einfach, so daß es jedes Kind verstehen kann: Es ist wahrhaftig nur ein Gott, aber dieser ist die vollkommene Liebe und als solcher ist er Jesus Christus und der Heilige Geist.“

Wenn es doch tatsächlich so einfach wäre!?! Am eindrücklichsten finde ich das Bild von der Familie, weil alle drei erst durch die anderen werden, was sie sind. Vater oder Mutter ist man erst dann, wenn man einen Partner und ein Kind hat. Zum Kind wird man, wenn man Eltern hat. Daran wird deutlich, dass es um Beziehungen geht. Gott tritt für die Menschen sichtbar in Beziehung, als er seinen Sohn in die Welt schickt.

Jesus läßt die Menschen diese Beziehung erleben. Erinnern sie sich: Er lädt sich bei Zachäus ein. Er ist Gast bei der Hochzeit zu Kana. Er erzählt Gleichnisse über Beziehungen, wie beim verlorenen Sohn. Gott selbst erzählt nicht nur durch Jesus von seiner Liebe, er ist die Liebe. Weil Gott aber täglich um uns sein will, ist auch der Heilige Geist täglich in Liebe an unserer Seite.

In der St. Pankratius-Kirche zu Bendeleben ist das sehr eindrücklich in den Figuren an der Kanzel zu sehen. Da sitzen Vater und Sohn auf dem Regenbogen, als Zeichen des Bundes, und richten über die Welt. Auf den ersten Blick scheint der Heilige Geist zu fehlen. Aber der Heilige Geist ist an dieser Kanzel schwebend angebracht und ‘fliegt‘ in Richtung Gemeinde!

Figur (Foto: St. Wiegleb) Figur (Foto: St. Wiegleb)

Gott kommt auch im Heiligen Geist, der immer in Bewegung dargestellt wird, auf uns zu. Wir sind in diese Dreieinigkeit eingebettet und dürfen uns getragen wissen. Daß Gott selbst im Heiligen Geist täglich liebend an unserer Seite ist, das ist das Unglaubliche des christlichen Glaubens. Diese Stück des Glaubens am Sonntag zu feiern und bis zum Kirchenjahresende alle weiteren Sonntag danach zu benennen, ist Grund zur Freude. Es geht weniger darum, die Dreieinigkeit rational zu begreifen, als vielmehr, sie am eigenen Geist, eigener Seele und Leib zu erleben; in ihr zu leben; sich von ihr erfrischen und tragen zu lassen. Seine Liebe anzunehmen, und zu versuchen, mit meiner kleinen menschlichen Liebe darauf zu antworten. Damit stehen wir in Beziehung zu Gott und den Menschen und zu uns selbst.

Dennoch bleibt es dabei: Wir werden wohl in diesem Leben nie umfassend begreifen, wie Gott es realisiert Vater, Sohn und Heiliger Geist in einem zu sein. Denn das übersteigt unsre Vorstellungskraft. Eben 1+1+1=1
Pastorin Steffi Wiegleb, Bendeleben
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)