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Fr, 10:16 Uhr
13.06.2014

Weniger Menschen, mehr Wohnraum

Obwohl die Bevölkerung In Thüringen in den vergangenen 60 Jahren zurückgegangen ist, haben sich Zahl und Größe der Wohnungen erhöht. Dabei gibt es große regionale Unterschiede, auch in Nordthüringen...

Wohnungsgröße in Thüringen seit 1995 um acht Quadratmeter gestiegen - Eigentümerquote auf 45,9 Prozent angewachsen 1950 mussten sich 3,7 Thüringer eine Wohnung teilen – 2011 nur noch zwei

Im Rahmen des Zensus 2011 stehen für den Freistaat Thüringen aktuelle Informationen zu Gebäuden und Wohnungen zur Verfügung. Demnach ist seit der letzten Gebäude- und Wohnungszählung im Jahr 1995 die Anzahl der Wohnungen um 40.000 (3,5 Prozent) auf 1 162 034 Wohnungen gestiegen. Zugleich haben sich die Eigentümerquote von 39,0 Prozent auf 45,9 Prozent und die Größe der Wohnungen von 73,5 Quadratmetern auf 81,4 Quadratmeter erheblich erhöht. Dahingegen ist die Leerstandsquote seit 1995 nur geringfügig von 6,1 Prozent auf 6,8 Prozent gestiegen.

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Zieht man historische Zahlen heran so ergibt sich, dass seit 1950 auf dem Gebiet des heutigen Freistaates Thüringen die Anzahl der Wohnungen in Wohngebäuden um mehr als 300.000 gestiegen ist, während im gleichen Zeitraum die Bevölkerung um fast eine dreiviertel Million zurückgegangen ist. Damals entfiel auf jeweils 3,7 Einwohner eine Wohnung, 2011 auf jeweils 2,0 Einwohner eine Wohnung.

Im Rahmen des Zensus 2011 wurden in Thüringen mehr als eine halbe Million Eigentümer bzw. Verwalter von Wohnimmobilien befragt. Nach Abschluss der Datenaufbereitung wurden die Ergebnisse nun in ihrer endgültigen Form veröffentlicht. Es gab am 9. Mai 2011 insgesamt 536 369 Gebäude mit Wohnraum, wobei es sich hauptsächlich um Wohngebäude handelt. Darunter befinden sich jedoch auch rund 20.000 überwiegend gewerblich genutzte Gebäude mit Wohnraum sowie fast 300 Wohnheime.

Im Jahr 1995 wurden nur 476 742 Gebäude mit Wohnraum gezählt. Dies bedeutet für das Jahr 2011 eine Erhöhung des Gebäudebestandes um rund 40.000 Gebäude (12,5 Prozent).

Gegenüber 1995 erhöhte sich insbesondere bei Ein- und Zweifamilienhäusern der Bestand und zwar um rund 55.000 Gebäude (14,7 Prozent). Im Jahr 2011 hatten 83,2 Prozent der Wohngebäude ein bis zwei Wohnungen (429 432 Ein- und Zweifamilienhäuser).

Die durchschnittliche Wohnungsgröße in Wohngebäuden betrug 2011 in Thüringen 81,4 Quadratmeter. Dies sind zwar fast acht Quadratmeter mehr als 1995 (73,5 Quadratmeter), jedoch immer noch zehn Quadratmeter weniger als in Deutschland insgesamt (91,4 Quadratmeter). Es gibt innerhalb Thüringens diesbezüglich große regionale Unterschiede. So sind die Wohnungen zum Beispiel in der Landeshauptstadt Erfurt im Mittel nur 71,1 Quadratmeter groß, im Landkreis Eichsfeld dagegen 94,2 Quadratmeter.

Die Eigentümerquote – also der Anteil der vom Eigentümer bewohnten Wohnungen an allen bewohn- ten Wohnungen – liegt in Thüringen inzwischen genauso hoch wie im Bundesgebiet insgesamt, nämlich bei 45,9 Prozent. Hier gab es in Thüringen seit der letzten Zählung ein Plus von fast 7 Prozentpunkten (1995: 39,0 Prozent).
Die Leerstandquote lag 2011 in Thüringen bei 6,8 Prozent. Dies ist etwas höher als 1995 (6,1 Prozent) und deutlich höher als im Bundesdurchschnitt (2011: 4,4 Prozent). Im Vergleich zu den Nachbarländern Bayern und Hessen (jeweils 3,7 Prozent) ist die Leerstandsquote in Thüringen deutlich höher, gegenüber Sachsen (9,8 Prozent) und Sachsen-Anhalt (9,4 Prozent) jedoch ebenso deutlich niedriger.

Auch innerhalb Thüringens gibt es erhebliche Unterschiede. Während in der Stadt Jena nur 1,9 Prozent der Wohnungen leer stehen, sind es in der Stadt Gera 12,1 Prozent. Bei den Landkreisen hat der Landkreis Nordhausen mit 4,5 Prozent die niedrigste, der Kreis Altenburger Land mit 12,0 Prozent die höchste Leerstandsquote. Insgesamt standen am 9. Mai 2011 in Thüringen rund 81 000 Wohnungen leer.


Autor: red

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