eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 12:45 Uhr
13.06.2014

Ein Schluck des Glücks ist gleich „Schlükk“

Johannes Weise ist 26 Jahre jung. Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium in Koblenz kam er 2012 nach Nordhausen, um hier seinen Masterabschluss in Wirtschaftsingenieurwesen zu absolvieren. Es ist das Sommersemester 2013...

Johannes Weise (Foto: Tina Schneppe, FHN) Johannes Weise (Foto: Tina Schneppe, FHN)

Er besucht das Seminar „Existenzgründungsmanagement“ sowie das „virtuelle Seminar“ und erfährt sowohl theoretisch als auch praktisch viele Aspekte über das Gründen einer eigenen Existenz – von der Ideensuche über die Finanzierung und die Erstellung eines Businessplanes bis hin zu Erfahrungsberichten von Jungunternehmern aus der Region Nordthüringens. „Die eigene Selbständigkeit hat mich schon immer gereizt“, sagt der gebürtige Mainzer. Und Ende 2013 stand fest: „Mein Berufswunsch: Ich werde mein eigener Chef!“

Anzeige symplr (1)
Gemeinsam arbeitet Johannes Weise mit seinem Freund Daniel Kulla, der aktuell Betriebswirtschaft an der FH Worms studiert, an der Verwirklichung dieses Ziels. Durch ihre heimatlichen Wurzeln in Rheinhessen entstand die Gründungsidee quasi von heute auf morgen: Der Getränkeindustrie fehlt eine spritzige Weinschorle, abgefüllt in einer trendigen 0,33-Liter-Glasflasche.

Mit dieser Vorstellung ging Johannes Weise zum Gründerservice der Fachhochschule Nordhausen: „Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, dass ich bereits wenige Monate später die erste Flasche „Schlükk“ auf meinem Schreibtisch stehen habe“, teilte Dr. Kareen Schlangen, Gründungsberaterin, überrascht mit. „Und ich kann überzeugt sagen: Schlükk schmeckt, ist spritzig und handlich.“ Die Bio-Qualität und das Siegel „vegan“ verleihen der Riesling-Schorle dabei noch einen besonderen Charme.

Zum Gründertreff der Fachhochschule Nordhausen Anfang Juni berichtete Johannes Weise anderen gründungsinteressierten Studierenden über den zügigen Start in die Selbständigkeit: Kontakte zu rheinhessischen Winzern und Abfüllern waren dank guter Beziehungen schnell gefunden. Der Name „Schlükk“ entstand aus der Vorstellung „Aus einem Schluck Glück wird Schlükk“. Im April wurden die ersten 1000 Flaschen „Schlükk“ abgefüllt.

Die Webpräsenz mit integriertem Shop schluekk.de ging am 27. April 2014 online. Erste Onlineportale, Kioske, Bars und Bioläden nehmen „Schlükk“ in ihr Sortiment auf. Eine deutlich größere Stückzahl „Schlükk“ wurde im Mai abgefüllt und steht für den Verkauf bereit. Vielleicht wirkt die Fussball-Weltmeisterschaft verkaufsfördernd, “ denn zu unserer Zielgruppe gehören Studierende, die lieber eine vegane Bio-Weinschorle trinken als ein Bier“, sagte Johannes Weise und lächelt. „Wir freuen uns, die Liste unserer Gründungen aus der Hochschule um „Schlükk“ zu erweitern und wünschen den Vollblutunternehmern ganz viel Erfolg“, so Dr. Kareen Schlangen.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Wolfi65
13.06.2014, 13:01 Uhr
Von Koblenz nach Nordhausen
um hier in der Provinz Karriere zu machen.
Das leuchtet ein....
E20
13.06.2014, 14:02 Uhr
"West"niveau
und die Preise basieren auf Koblenzer Niveau - 15 Flaschen 0,33l = 32,25 € - echt ein Schnäppchen
Boris Weißtal
13.06.2014, 14:31 Uhr
@wolfi
mit dieser Einstellung haben Sie es in Nordhausen genau zu dem geschafft, was Sie geworden sind. Stellen Sie sich vor: Andere bewegen hier was und haben sogar Erfolg. Das ist nämlich keine Frage des Ortes, sondern des persönlichen Einsatzes.
Wolfi65
13.06.2014, 17:03 Uhr
Persönlicher Einsatz?
Der ist mir reichhaltig von den Unternehmern gedankt worden. Wenn @Weißtal noch mit seiner Family im Park spazieren gegangen ist, dann hat sich Wolfi mit anderen Kollegen aus ganz Thueringen nach Alt Bundiland aufgemacht, um sich dort für einen einigermaßen erträglichen Lohn zu verdingen. Selbstverständlich immer mit dem eigenen PKW und auch auf den verschiedenen Einsatzgebieten bei Regen und auch bei Schnee. Wer noch nicht bei zwanzig Grad minus 12 Stunden lang unter freien Himmel sein Brot und auch anderes verdient hat, sollte ein wenig in sich gehen und vor seiner Türe kehren.
Also wenn von jungen und auch alten Unternehmern in der NNZ geschrieben wird, welche uns Ossis auf die Sprünge helfen wollen, dann habe ich automatisch einen Würgreflex im Halse.
Und bei mindestens 4000 Arbeitslosen im Landkreis kann ich keine blühenden Landschaften erkennen.
Höchstens zwischen den Gleisen des Bahnhofes Nordhausen, denn da blüht es an allen Ecken und Enden.
Wahrscheinlich haben wir normal Ossis, welche marktwirtschaftlich wegen guter Leistungen abgewickelt wurden, den Herrn Kohl mit den blühenden Landschaften falsch verstanden.
Und man soll mir hier nicht mit der Möglichkeit kommen, in der freien Wirtschaft sein Geld zu verdienen.
Selbst in der NNZ unter Jobs trauen sich einige private Jobcenter von sicheren und fairen Löhnen zu schreiben.
So um die 7,58 Euro.
Hoffentlich kommt der Mindestlohn bald, damit diese werten Damen und Herren sich auch in der Uferstraße melden können.
Aber bis 2017 ist noch eine Weile hin. Da muss die Vorfreude erst einmal reichen.
Und ein guter Wein aus Ossiland reicht eigentlich auch aus, um zu feiern, wenn es dann noch etwas zu feiern geben sollte.
Oder habe ich mit dem Artikel Schluck des Glücks etwas falsch verstanden?
Aber einige Zeitgenossen werden in den Medien beobachten können, was passiert, wenn ein Großbetrieb wie Opel in Bochum geschlossen wird.
Da wird ein Aufstand losgehen.
Nicht wie im Osten, wo bei Nacht und Nebel Betriebe mit tausenden Beschäftigten abgewickelt wurden und alles relativ leise über die Bühne gegangen ist.
Aber man hat ja im Westen ein Kredit für ein Häuschen an der Backe um fürs Alter vorgesorgt zu haben. Und was wird mit dem Jahresurlaub in Ägypten, welchen man seit Jahrzehnten immer wieder zur gleichen Zeit genossen hat? Soll man da etwa als Altbundi darauf verzichten. Könnte man unter diesen Umständen die deutsche Einheit nicht wieder rückgängig machen, damit die alten Besitztümer wieder gesichert werden können? Im Osten war das ja nicht so.
Da kann man ruhig mal ein paar Tausend Arbeitsnehmer auf die Strasse setzen, denn vorher haben die ja auch schon nicht viel gemacht. Die Produktivität der Betriebe lag im Osten bei Null.
Deswegen haben ja auch viele Ostbetriebe billig für den Westen produziert.
Und dritte Wahl Produkte wurden dann wieder zurückgeschickt, damit der Ostarbeiter wenigstens zu Weihnachten was auf dem Tisch hatte.
Vielen Dank an meine Brüder und Schwestern, dass meine Mutter auch bei der Mütterrente das Tarifgebiet Ost angerechnet bekommt.
Es ist und war ja alles schon immer billiger im Oschten als im Weschten.
Vielen, vielen Dank!
Janko
13.06.2014, 18:06 Uhr
und was, lieber wolfi,
hat Ihr furchtbares schicksal, das Sie als einziger ehemaliger DDR-bürger durchlitten haben, nun mit der erfolgreichen gründung einer eigenen getränkemarke zu tun? ich meine, abseits davon, dass Sie bekanntermaßen keinem Ihrer mitmenschen das schwarze unter'm fingernagel gönnen?
Wolfi65
14.06.2014, 08:37 Uhr
Millionen
Wegen mir kann hier in Deutschland jeder Millionen und Milliarden verdienen. Ich lasse mich bloß nicht von Leuten analysieren, welche kein blassen Schimmer von der Materie haben und mich gar nicht kennen.
Janko
14.06.2014, 10:26 Uhr
lesen Sie doch mal richtig, wolfi:
der student, um den es da geht und dem Sie die abwirtschaftung der DDR sowie an millionen arbeitslosen schuld zu sein vorwerfen, der ist 26. zu wendezeit lag der in den windeln.

ehe es in die polemik hineingeht: ja, ich weiß, dass Sie's nicht ihm persönlich vorwerfen. Sie haben nur (mal wieder) eine positive nachricht zum anlass genommen, unkritische rundumschläge, häme und unverholenen neid auf erfolg zur schau zu stellen.

ich jedenfalls wünsche dem jungen mann viel erfolg, ich habe die nachricht auch zum anlass genommen, nach dem "schlükk" zu googlen. vielleicht probier ich's mal. toitoitoi jedenfalls von mir.

und, als schlusswort: ich kann nur hoffen, dass mit unserer generation die betonköpfe mit ihrem ossi-wessi-hass aussterben. besser früher als später, bei dem ganzen unsinn, den man dauernd lesen muss.
Retupmoc
14.06.2014, 12:05 Uhr
Und ich kann nur hoffen,
das die nachfolgenden Generationen nicht vergessen, wie der Westen schon seit 1949 die intelligenten Menschen aus dem Ostteil abgeworben hat - danach gehetzt hat ohne Ende, um nach 1990 die Ost-Betriebe platt zu machen. Dabei habe ich zweimal meine Arbeitrsstelle verloren, wer die jeweiligen Betriebe abgewickelt worden. Aber das war ja hier Normalität. Siehe die Kalibetriebe, ich sage nur Bischofferode. Das die Wessis das bewusst machten, sieht man an dem Vertuschungsversuchen. Falls es eines Beweises dafür bedarf: In den DAX- Vorständen sitzen so gut wie keine Ostdeutsche. Warum wohl. Ich bin bei Ihnen @ Wolfi - nur lieber Wolf - es ist vergebene Liebesmühe Leuten wie Boris Weiss... etwas erklären zu wollen.

Zu dem jungen Unternehmer ...Herzlich willkommen hier im grünen Herz ! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Ihren Mitarbeitern einen festen Arbeitsplatz sowie einen guten Lohn.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)