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Fr, 07:47 Uhr
20.06.2014

Lichtblick: Behüte Dich Gott!

In dieser Woche war es in den Schlagzeilen. Eine Radfahrerin in Schleswig-Holstein war in einen Unfall verwickelt. Eine unachtsame Autofahrerin hatte die Tür geöffnet ohne in den Rückspiegel zu sehen, die Radfahrerin konnte nicht mehr bremsen, stürzte und nun war der Schaden da – an Mensch, Rad und Auto. Wer war Schuld...


Ein Gericht, das dies aufzuarbeiten hatte, befand, da die Radfahrerin keinen Helm trug, dass sie eine Teilschuld trüge, für die sie aufzukommen habe. Die Radfahrerin wollte dies nicht einsehen und verwies darauf, dass es in Deutschland keine Helmpflicht gebe und ging bis zum Bundesgerichtshof (BGH).

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Nun ist es ja nicht so, dass wir keine anderen Probleme hätten, aber oft sind es die sogenannten Kleinigkeiten, die das Leben beschwerlich machen. Radfahrer setzen inzwischen häufiger den Helm auf als angenommen. Sie tun das freiwillig, um Ihren Kopf im Ernstfall zu schützen. Er verhindert nicht jede Gefahr, aber ein Teil davon schon. Ist etwas passiert, ärgert man sich und wird sich u.U. ein Leben lang fragen, ob das mit Helm vielleicht nicht passiert wäre.

Hier fällt eine Frau durch Unachtsamkeit einer anderen und klagt hinterher, weil sie an den Kosten beteiligt werden soll, da es schließlich keine gesetzlich vorgeschriebene Pflicht sei, sich zu schützen.

Was gibt es nicht für Diskussionen, ob Pflichten sinnvoll sind. Eltern können ein Lied davon singen. Es gibt auch Erwachsene die bestreiten, dass es sinnvoll ist, sich im Auto anzuschnallen, während der Autofahrt nicht zu telefonieren u.s.w. Andere bestreiten, dass es moralisch geboten erscheint: älteren Menschen den Platz anzubieten, die Tür zu öffnen, höflich „Wie bitte“ zu fragen, statt wie ein Hund „was“ zu kläffen u.s.w.

Wir müssen uns ständig entscheiden. Ordentliche Frisur oder Helm und mehr Sicherheit? Unhöflichkeit, die scheinbar immer durchzukommen scheint, oder Höflichkeit im Alltag?

Ist es nun richtig nur das einzuhalten, was Pflicht ist, oder ist es besser aus eigener (An)Sicht das Richtige zu tun? Und was ist das nun eigentlich, das Richtige? Die Antworten dürften sehr unterschiedlich ausfallen.
Zwei Jahrtausende orientieren sich Christen dabei schon an den Richtlinien für ihr Leben, besser bekannt unter den "Geboten". Sie haben deshalb nicht alles richtig gemacht, aber definitiv mehr Gutes als Schlechtes bewirkt. Sie sind auch gescheitert, manchmal sogar enorm. Dennoch bleibt, dass die Gebote ein gutes Gerüst für den Alltag, für unsere Familie und Orte, unseren Landkreis und unser Land sind.

Wir achteten mehr aufeinander, ob auf dem Fuß- oder Radweg, auf der Straße oder im Haus. Kurz gefasst, sagt Jesus, sind die Gebote in einem zu vereinen: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst."

Wenn wir so handelten, dann setzten wir einen Radhelm auf, als Ausdruck unserer eigenen Wertschätzung. Wenn wir so handelten, dann öffneten wir selbst dann die Tür sorgsam mit einem Bick in den Spiegel, wenn wir es eilig haben. Wenn wir so handelten, dann verklagten wir einander nicht zu jeder (un)passenden Gelegenheit.
Übrigens: die Helmpflicht wurde in dieser Woche in Deutschland nicht eingeführt. Ich hoffe, dass sich trotzdem viele Menschen so viel wert sind, dass Sie ihn dennoch aufsetzen und daran denken, dass, wer sich in allen Lagen Gott anvertraut, von Gott behütet wird. In diesem Sinne "bleiben Sie behütet!" Ein gesegnetes Wochenende wünscht Ihnen
Superintendent Bálint
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
20.06.2014, 08:50 Uhr
Das wünsche
Ich auch Ihnen, Herr Superintendent.
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