Fr, 10:21 Uhr
20.06.2014
Zahl der Insolvenzen gestiegen
Die Zahl von Privat- und Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Quartal des Jahres gestiegen. Besonders betroffen waren Baugewerbe und Handel. Auch in Nordthüringen gab es zahlreiche Insolvenzverfahren...
Das teilte heute das Thüringer Landesamt für Statistik mit. Die Thüringer Amtsgerichte entschieden in den ersten drei Monaten 2014 über 810 Insolvenzverfahren. Davon entfielen 15,9 Prozent auf Unternehmen und 84,1 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe). Damit stieg nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 30 Anträge bzw. 3,8 Prozent.
739 Verfahren bzw. 91,2 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 66 Verfahren bzw. 8,1 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und fünf Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Forderungen von Gläubigern bezifferten die Gerichte auf rund 126 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 156 Tausend Euro aus. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen stieg in den ersten drei Monaten 2014 gegenüber 2013 um 18 Verfahren bzw. 16,2 Prozent auf 129 Unternehmen. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 461 Arbeitnehmer.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 28 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 22 Verfahren. Während die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um elf Insolvenzen anstieg, blieb sie im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen gleich. Mit 18 insolventen Unternehmen gab es im Verarbeitenden Gewerbe vier Insolvenzen mehr als im Vorjahreszeitraum.
In den Dienstleistungsbereichen verlief die Entwicklung des Insolvenzgeschehens dabei sehr unterschiedlich. Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (70) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (43) Insolvenz anmelden. Bei den übrigen Schuldnern wurden in den ersten drei Monaten diesen Jahres 681 Verfahren gezählt, zwölf Verfahren bzw. 1,8 Prozent mehr als im 1. Vierteljahr 2013.
Von 497 privaten Verbrauchern wurde von Januar bis März 2014 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 16 Verfahren bzw. 3,1 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Weitere 168 Verfahren (Januar bis März 2013: 148) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Regional betrachtet wurde in den kreisfreien Städten des Freistaates öfter der Gang zum Insolvenzgericht angetreten (43 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner) als in den Landkreisen (36 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner). Die meisten Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurden in der Stadt Erfurt (57), im Altenburger Land (52) und im Landkreis Sonneberg (50) registriert.
Über 40 Insolvenzanträge wurden auch in Nordhausen gestellt. Im Eichsfeld wurden sämtliche Verfahren , etwas weniger als 40, auch eröffnet. Aus den drei Nordthüringer Kreisen schnitt der Kyffhäuser am besten ab. Die wenigsten Fälle wurden in der Stadt Jena (18), im Wartburgkreis (28) sowie mit je 29 Insolvenzen im Unstrut-Hainich-Kreis und Landkreis Greiz festgestellt.
Autor: redDas teilte heute das Thüringer Landesamt für Statistik mit. Die Thüringer Amtsgerichte entschieden in den ersten drei Monaten 2014 über 810 Insolvenzverfahren. Davon entfielen 15,9 Prozent auf Unternehmen und 84,1 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe). Damit stieg nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 30 Anträge bzw. 3,8 Prozent.
739 Verfahren bzw. 91,2 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 66 Verfahren bzw. 8,1 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und fünf Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Forderungen von Gläubigern bezifferten die Gerichte auf rund 126 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 156 Tausend Euro aus. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen stieg in den ersten drei Monaten 2014 gegenüber 2013 um 18 Verfahren bzw. 16,2 Prozent auf 129 Unternehmen. Diese insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 461 Arbeitnehmer.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 28 Verfahren im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 22 Verfahren. Während die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um elf Insolvenzen anstieg, blieb sie im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen gleich. Mit 18 insolventen Unternehmen gab es im Verarbeitenden Gewerbe vier Insolvenzen mehr als im Vorjahreszeitraum.
In den Dienstleistungsbereichen verlief die Entwicklung des Insolvenzgeschehens dabei sehr unterschiedlich. Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (70) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (43) Insolvenz anmelden. Bei den übrigen Schuldnern wurden in den ersten drei Monaten diesen Jahres 681 Verfahren gezählt, zwölf Verfahren bzw. 1,8 Prozent mehr als im 1. Vierteljahr 2013.
Von 497 privaten Verbrauchern wurde von Januar bis März 2014 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 16 Verfahren bzw. 3,1 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Weitere 168 Verfahren (Januar bis März 2013: 148) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Regional betrachtet wurde in den kreisfreien Städten des Freistaates öfter der Gang zum Insolvenzgericht angetreten (43 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner) als in den Landkreisen (36 Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner). Die meisten Insolvenzfälle je 100 000 Einwohner wurden in der Stadt Erfurt (57), im Altenburger Land (52) und im Landkreis Sonneberg (50) registriert.
Über 40 Insolvenzanträge wurden auch in Nordhausen gestellt. Im Eichsfeld wurden sämtliche Verfahren , etwas weniger als 40, auch eröffnet. Aus den drei Nordthüringer Kreisen schnitt der Kyffhäuser am besten ab. Die wenigsten Fälle wurden in der Stadt Jena (18), im Wartburgkreis (28) sowie mit je 29 Insolvenzen im Unstrut-Hainich-Kreis und Landkreis Greiz festgestellt.