Fr, 14:20 Uhr
20.06.2014
Große Pläne in Duderstadt
Das Unternehmen Ottobock kennt keinen Stillstand. Immer wieder kommt Neues dazu, wird die Firma weltweit präsenter. Doch auch das Werk am Heimatstandort von Inhaber Hans-Georg Näder wächst weiter. Heute war Spatenstich für das Werk II....
Den ersten Spatenstich setzte Geschäftsführer Thorsten Schmitt am 20. Juni zusammen mit dem verantwortlichen Architekten Dominik Ehbrecht vom gleichnamigen Planungsbüro, Rainer Fritz von der Planungs- und Projektabteilung, Fertigungsleiter Wilfried Jung, Steffen zur Linde vom Architekturbüro Goldbeck und Betriebsrat Dieter Dahlke.
Doch bevor der offizielle Spatenstich vollzogen wurde, erhielten die Vertreter der Medien einen Einblick in das Unternehmen. Es beschäftigt weltweit derzeit rund 7000 Mitarbeiter, in den nächsten Jahren sollen es rund 9000 Mitarbeiter werden. Im Jahr 2020 wird ein Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro erwartet. Geschäftsführer Torsten Schmidt erläuterte das Unternehmeskonzept für die unmittelbare Zukunft und untermauerte seinen Vortrag mit Zahlen und Fakten.
Vor dem Spatenstich stellten Thorsten Schmitt und die verantwortlichen regionalen Dienstleister das Bauprojekt zunächst im Detail vor: Rund 3,3 Mio. Euro investiert die Otto Bock HealthCare Besitz- und Verwaltungs GmbH in die Erweiterung der Fertigungskapazitäten auf dem Betriebsgelände, südwestlich vom Logistikzentrum. Einschließlich der Außenanlagen und hoch moderner Maschinen für die Fertigung beträgt die Investition rund 7,5 Millionen Euro.
Auf einer Nutzfläche von rund 2.600 Quadratmetern werden dort ab Ende 2014 die Produktionsprozesse für den Bereich Schaftkomfort und neue Büroräume angesiedelt sein. Gebaut wird ein 9 Meter hoher Hallentrakt auf einer Fläche von 85 x 31 Metern für die Produktionsbereiche Silikon-, TPE- (Thermoplastische Elastomere) und PU- (Polyurethan) Fertigung sowie ein Verpackungsbereich. Dort werden zwei neue TPE-Anlagen die alten Maschinen ablösen, um die Arbeitsprozesse zu optimieren und die Produktionskapazität zu erhöhen, ergänzt Thorsten Schmitt.
Orientiert an den erforderlichen Raumkonditionen für den TPE-Bereich ist das Gebäude vollklimatisiert und verfügt über eine Ablüftungsanlage oberhalb der Halle auf einem Technikpodest. Auf einer Grundfläche von weiteren 675 m2 entsteht darüber hinaus ein Anbau mit einem Büro-, Sozial- und Techniktrakt. Zu erreichen ist das Gebäude zunächst über den Haupteingang von der Max-Näder-Straße aus. Mit dem Bau der Ortsumgehung der B247 sind eine separate Zufahrt sowie die Anbindung an das bestehende Straßennetz auf dem Gelände geplant.
Wir können das Logistikzentrum dann von beiden Seiten bespielen, erläutert Rainer Fritz von der Planungs- und Projektabteilung bei Ottobock diesen nächsten Schritt im weiteren Ausbau der Firmenzentrale. Architekt Dominik Ehbrecht geht für das weiße Gebäude von einer Fertigstellung bis Ende 2014 aus.
Thorsten Schmitt spricht von einer zukunftsweisenden Arbeitslandschaft nach höchsten technischen Standards: Das Material des Schaftes, als Bindeglied zwischen Stumpf und Prothese, richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Anwender. Mit den neuen Technologien können wir diesem Anspruch noch gezielter zu begegnen.
Im Rahmen des langfristigen Strategieprozesses von Ottobock sieht er Werk II außerdem als wichtigen Schritt auf dem Weg zu den Unternehmenszielen für 2020. Es ist vorstellbar, dass zu den derzeit 1600 Mitarbeitern (davon 300 in der Fertigung) in Duderstadt dann noch einmal 100 dazu kommen. In sechs bis sieben Monaten soll das Werk II schon fertig sein. Im April 2014 erhielt das Unternehmen die Baugenehmigung, heute kam dann auch schriftlich die sogenannte BImSch-Genehmigung (Immissionsschutz).
Betreibesrat Dieter Dahlke lief nach dem Spatenstich dann barfuß über die Wiese. Nicht etwa, weil ihm zu warm war, nein, er hatte eine Wette verloren. Er hatte nicht so recht daran geglaubt, dass das Werk II noch zu seiner Amtszeit gebaut wird. Heute konnte der 60jährige seinen Wetteinsatz einlösen. Das mache er sehr gern, denn seine Freude über den Neubau sei groß.
Für Architekt Dominik Ehbrecht ist es eine Herausforderung, der er sich gern stellt. Mit seinem Büro am benachbarten Euzenberg hat er immer einen Blick auf die Baustelle, auf der der Bagger schon arbeitet. 50 Mitarbeiter des Unternehmens Ottobock werden im Schichtsystem in der neuen Produktionshalle an modernsten Maschinen arbeiten.
Autor: enDen ersten Spatenstich setzte Geschäftsführer Thorsten Schmitt am 20. Juni zusammen mit dem verantwortlichen Architekten Dominik Ehbrecht vom gleichnamigen Planungsbüro, Rainer Fritz von der Planungs- und Projektabteilung, Fertigungsleiter Wilfried Jung, Steffen zur Linde vom Architekturbüro Goldbeck und Betriebsrat Dieter Dahlke.
Doch bevor der offizielle Spatenstich vollzogen wurde, erhielten die Vertreter der Medien einen Einblick in das Unternehmen. Es beschäftigt weltweit derzeit rund 7000 Mitarbeiter, in den nächsten Jahren sollen es rund 9000 Mitarbeiter werden. Im Jahr 2020 wird ein Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro erwartet. Geschäftsführer Torsten Schmidt erläuterte das Unternehmeskonzept für die unmittelbare Zukunft und untermauerte seinen Vortrag mit Zahlen und Fakten.
Vor dem Spatenstich stellten Thorsten Schmitt und die verantwortlichen regionalen Dienstleister das Bauprojekt zunächst im Detail vor: Rund 3,3 Mio. Euro investiert die Otto Bock HealthCare Besitz- und Verwaltungs GmbH in die Erweiterung der Fertigungskapazitäten auf dem Betriebsgelände, südwestlich vom Logistikzentrum. Einschließlich der Außenanlagen und hoch moderner Maschinen für die Fertigung beträgt die Investition rund 7,5 Millionen Euro.
Auf einer Nutzfläche von rund 2.600 Quadratmetern werden dort ab Ende 2014 die Produktionsprozesse für den Bereich Schaftkomfort und neue Büroräume angesiedelt sein. Gebaut wird ein 9 Meter hoher Hallentrakt auf einer Fläche von 85 x 31 Metern für die Produktionsbereiche Silikon-, TPE- (Thermoplastische Elastomere) und PU- (Polyurethan) Fertigung sowie ein Verpackungsbereich. Dort werden zwei neue TPE-Anlagen die alten Maschinen ablösen, um die Arbeitsprozesse zu optimieren und die Produktionskapazität zu erhöhen, ergänzt Thorsten Schmitt.
Orientiert an den erforderlichen Raumkonditionen für den TPE-Bereich ist das Gebäude vollklimatisiert und verfügt über eine Ablüftungsanlage oberhalb der Halle auf einem Technikpodest. Auf einer Grundfläche von weiteren 675 m2 entsteht darüber hinaus ein Anbau mit einem Büro-, Sozial- und Techniktrakt. Zu erreichen ist das Gebäude zunächst über den Haupteingang von der Max-Näder-Straße aus. Mit dem Bau der Ortsumgehung der B247 sind eine separate Zufahrt sowie die Anbindung an das bestehende Straßennetz auf dem Gelände geplant.
Wir können das Logistikzentrum dann von beiden Seiten bespielen, erläutert Rainer Fritz von der Planungs- und Projektabteilung bei Ottobock diesen nächsten Schritt im weiteren Ausbau der Firmenzentrale. Architekt Dominik Ehbrecht geht für das weiße Gebäude von einer Fertigstellung bis Ende 2014 aus.
Thorsten Schmitt spricht von einer zukunftsweisenden Arbeitslandschaft nach höchsten technischen Standards: Das Material des Schaftes, als Bindeglied zwischen Stumpf und Prothese, richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Anwender. Mit den neuen Technologien können wir diesem Anspruch noch gezielter zu begegnen.
Im Rahmen des langfristigen Strategieprozesses von Ottobock sieht er Werk II außerdem als wichtigen Schritt auf dem Weg zu den Unternehmenszielen für 2020. Es ist vorstellbar, dass zu den derzeit 1600 Mitarbeitern (davon 300 in der Fertigung) in Duderstadt dann noch einmal 100 dazu kommen. In sechs bis sieben Monaten soll das Werk II schon fertig sein. Im April 2014 erhielt das Unternehmen die Baugenehmigung, heute kam dann auch schriftlich die sogenannte BImSch-Genehmigung (Immissionsschutz).
Betreibesrat Dieter Dahlke lief nach dem Spatenstich dann barfuß über die Wiese. Nicht etwa, weil ihm zu warm war, nein, er hatte eine Wette verloren. Er hatte nicht so recht daran geglaubt, dass das Werk II noch zu seiner Amtszeit gebaut wird. Heute konnte der 60jährige seinen Wetteinsatz einlösen. Das mache er sehr gern, denn seine Freude über den Neubau sei groß.
Für Architekt Dominik Ehbrecht ist es eine Herausforderung, der er sich gern stellt. Mit seinem Büro am benachbarten Euzenberg hat er immer einen Blick auf die Baustelle, auf der der Bagger schon arbeitet. 50 Mitarbeiter des Unternehmens Ottobock werden im Schichtsystem in der neuen Produktionshalle an modernsten Maschinen arbeiten.







