Mi, 13:56 Uhr
18.03.2015
Bahn muss beim Service zulegen
Fernbusse und Schnäppchenflüge locken die Fahrgäste scharenweise aus den Zügen und setzen die Deutsche Bahn (DB) zunehmend unter Druck. Der Bahnkonzern will dem mit einer Angebotsoffensive und einer Fernverkehrsstrategie entgegenwirken, die heute vorgestellt wurden...
Der Abbau sogenannter Komfortstörungen sowie die Ankündigung schnellerer Züge und neuer Haltepunkte können aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) aber nur der Anfang sein.
Wenn die Deutsche Bahn nicht will, dass noch mehr Fahrgäste aussteigen, muss sie einen Mentalitätswandel vollziehen, vom Vorstand bis zum Zugbegleiter. Der Kunde muss im Mittelpunkt stehen, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Der vzbv fordert besseren Service und einen unabhängigen Qualitätsbericht aus Verbrauchersicht.
Unbenutzbare Toiletten, kaputte Klimaanlagen und fehlende oder falsche Informationen seien mehr als Komfortstörungen. In puncto Qualität muss die Bahn deutlich aufholen, so Müller. Richtig sei es, mit Rabatten und kostenfreien Sitzplatzreservierungen die Preise zu senken. Auch mit einer Ausweitung des Streckenangebots bewege sich die Bahn auf die Kunden zu. Es sei durchaus sinnvoll, wenn IC-Züge künftig auch an Nahverkehrspunkten hielten. Diese Vermischung von Fern- und Nahverkehr müsse jedoch intensiv geprüft werden, so der vzbv. Finanzierungswege müssten transparent und der Wettbewerb im Schienennahverkehr erhalten bleiben.
Autor: redDer Abbau sogenannter Komfortstörungen sowie die Ankündigung schnellerer Züge und neuer Haltepunkte können aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) aber nur der Anfang sein.
Wenn die Deutsche Bahn nicht will, dass noch mehr Fahrgäste aussteigen, muss sie einen Mentalitätswandel vollziehen, vom Vorstand bis zum Zugbegleiter. Der Kunde muss im Mittelpunkt stehen, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Der vzbv fordert besseren Service und einen unabhängigen Qualitätsbericht aus Verbrauchersicht.
Unbenutzbare Toiletten, kaputte Klimaanlagen und fehlende oder falsche Informationen seien mehr als Komfortstörungen. In puncto Qualität muss die Bahn deutlich aufholen, so Müller. Richtig sei es, mit Rabatten und kostenfreien Sitzplatzreservierungen die Preise zu senken. Auch mit einer Ausweitung des Streckenangebots bewege sich die Bahn auf die Kunden zu. Es sei durchaus sinnvoll, wenn IC-Züge künftig auch an Nahverkehrspunkten hielten. Diese Vermischung von Fern- und Nahverkehr müsse jedoch intensiv geprüft werden, so der vzbv. Finanzierungswege müssten transparent und der Wettbewerb im Schienennahverkehr erhalten bleiben.