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Sa, 08:25 Uhr
21.03.2015

Chef beleidigt - Kündigung

Wer seinen Chef oder Kollegen öffentlich beleidigt – etwa im Internet oder auf Facebook, dem kann ohne vorherige Abmahnung gekündigt werden. Darauf weist die Stiftung Warentest in der April-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest hin...


Als „Menschenschinder“ und „Ausbeuter“ bezeichnete ein Auszubildender aus Bochum seinen Chef auf Facebook, die Arbeit sei „dämliche Scheiße für Mindestlohn minus 20 Prozent“.

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Die Quittung: Dem jungen Mann wurde gekündigt. Sein Einwand, dass es sich um allgemeine Kritik an den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen handele – Kritik, die unter die Meinungsfreiheit falle – überzeugte die Richter des Landesarbeitsgerichts nicht. Auch eine Abmahnung habe es vor dem Rausschmiss nicht geben müssen. Andere Arbeitsgerichte entschieden in vergleichbaren Fällen ähnlich.

Arbeitnehmer dürfen zwar Kritik am Arbeitgeber äußern, unter Umständen auch überspitzt. Aber grob schmähende Angriffe, Beleidigungen oder Lügen muss ein Chef nicht hinnehmen. Im vertraulichen Kreis dürfen sich Arbeitnehmer durchaus diffamierend über Vorgesetzte und Kollegen äußern. Sie können darauf bauen, dass die Kritik nie veröffentlicht wird.

Ansonsten gilt, dass die Freiheit der Meinungsäußerung in einem „geschützten Raum“ – etwa einem Chat oder einer geschlossenen Facebook-Gruppe – höher bewertet wird als die auf einer Internetpinnwand oder in öffentlich gestalteten Profilangaben. Die Stiftung Warentest rät Facebook-Usern daher, ihre Privatsphäre-Einstellungen daraufhin zu überprüfen, wer die Einträge, Profilinformationen und Aktivitäten lesen kann. Sonst ermöglicht man ohne Not auch dem Arbeitgeber den Zugriff.

Der ausführliche Bericht Kündigung erscheint in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist unter www.test.de/thema/arbeitsrecht abrufbar.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
21.03.2015, 10:50 Uhr
Ich Chef, Du nix!
Wie kann man denn einfach den eigenen Chef kritisieren, wo dieser sich nur um das Wohl der Firma kümmert?
Diese Undankbaren Mitarbeiter, welche man heute schnell wieder über Zeitarbeitsfirmen auswechseln kann, sind doch am Untergang der meisten Firmen in Deutschland Schuld. Da wird nach kurzer Einarbeitungszeit schon nach dem Mindestlohn und anteiligen Jahresurlaub gerufen.
Und dann noch nach dem 13.Monatsgehalt usw.
Die Lange Liste dieser Forderungen an die Unternehmer in Deutschland nimmt ja gar kein Ende.
Und dann noch diese lästigen Gewerkschaften.
Ein Horror ist das mittlerweile als Kapitalist......äh....Unternehmer.
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