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Di, 14:12 Uhr
07.04.2015

Almauftrieb vom Eichsfeld in den Harz

Am 18. April findet im Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen der Viehaustrieb des Harzer Roten Höhenviehs statt. Ab 13:00 Uhr öffnen sich die Tore für 24 Kühe und Rinder....

Almauftrieb (Foto: Gut Herbigshagen) Almauftrieb (Foto: Gut Herbigshagen)


Der feierliche Almauftrieb findet unter dem Motto „Eichsfeld trifft Harz“ statt. Die Veranstaltung beginnt mit einem lauten Harzer Hirtenruf durch Wolfgang Beuse vom Verein zur Erhaltung der Harzkuh und der Harzziege e.V. Begleitet wird er von Wolfgang Hoffmann von der Oberharzer Brauchtumgruppe „Die Lerbachtaler“.

Beide lassen die Tradition rund um das Harzer Höhenvieh aufleben und moderieren den für die Tiere großen Moment. Wenn sie endlich wieder das frische Grün der Weiden unter ihren Klauen spüren können, entstehen beeindruckende Bilder. Aus diesem Grund veranstaltet die Heinz Sielmann Stiftung einen Fotowettbewerb mit attraktiven Preisen. Musikalisch umrahmt wird das Ereignis durch alte Weisen und Hirtenlieder aus der Harzregion, die der Harzklub-Zweigverein Rhumspringe vorträgt.

Das Rote Höhenvieh ist die älteste und traditionsreichste Mittelgebirgsrasse Deutschlands. Sie geht wahrscheinlich auf das rote einfarbige germanisch-keltische Rind zurück, durch vielfache Kreuzung bis zum Mitteldeutschen Rotvieh und heutigem Roten Höhenvieh. Die ersten „roten Ahnen“ lebten schon in vorchristlicher Zeit.

Im Harz stellte die Haltung des Roten Höhenviehs neben der Waldwirtschaft und dem Bergbau eine wichtige Lebensgrundlage dar. Dem ersten Viehaustrieb kam im nördlichsten Mittelgebirge nach langen beschwerlichen Wintern eine besondere Bedeutung zu. Der Almauftrieb wird seit jeher feierlich begangen.

Daher treffen Harz und Eichsfeld an diesem Tag auch kulinarisch aufeinander: Die Gut Herbigshagener HofKüche bietet Lumpen un Lüse, deftige Harzer Käsebrote und Eichsfelder Kartoffelsuppe an.
Autor: en

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