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Do, 19:45 Uhr
07.05.2015

"Frisierte" Verkehrsuntersuchung?

Die Planung der Ortsumgehung Ferna/Teistungen basiert auf "frisierter Verkehrsuntersuchung" - das meinen zumindest die Bündnisgrünen.....

Zum laufenden Planfeststellungsverfahren der Ortsumgehung Ferna-Teistungen-Duderstadt (B 247n) erklären die Eichsfelder Bündnisgrünen Dr. Manuel Gebauer und Michael Hoffmeier:

Um die Kritik an der geplanten Ortsumfahrung der B247 Ferna-Teistungen-Duderstadt zu prüfen, haben die Eichsfelder Grünen die genaue Prüfung der Planfesstellungsunterlagen angeschoben. Neben vieler weiterer Missstände kam heraus: Die der Planung zugrundeliegende Verkehrsuntersuchung ist unseriös.

Die Fachgutachten zu der Verkehrsuntersuchung und auch zu den naturschutzfachlichen Fragen, die wir bei dem Büro RegioConsult beauftragt haben, liegen jetzt vor. Die Ergebnisse erhärten unsere Vorahnung über die Planung und übertreffen unsere Befürchtungen noch: Den Planungen des Straßenbauamtes Nordthüringen zufolge müsste sich zwischen Ferna und Teistungen das Verkehrsaufkommen bis 2025 fast verdoppeln.

Unser Gutachter hält diese Prognose für "noch nicht einmal ansatzweise plausibel". Es ist sogar unrealistisch, dass das Verkehrsaufkommen von 2004 noch einmal erreicht wird. Nach der von uns beauftragten Untersuchung wird die Verkehrsbelastung durch den sich fortsetzenden Bevölkerungsrückgang bis 2025 weiter abnehmen.

Das dürfte auch dem Straßenbauamt bei seinen Planungen klar gewesen sein. Um aber die Bauwürdigkeit des Vorhabens auf dem Papier dennoch zu sichern, unterstellt diese deshalb nicht nachvollziehbare Verkehrsbelastungen. Auf unsere Anfragen, wie die Behörde zu den Ergebnissen gekommen sei und welche konkreten Annahmen sie dafür gemacht hat, lässt das Straßenbauamt selbst nach mehrfache Nachfragen einfach unbeantwortet.

Das hat schon etwas von Bunkermentalität. Offenbar scheut man die Verteidigung dieser Planung in der Öffentlichkeit. Auf niedersächsischer Seite ist das Straßenbauamt Goslar zu mindestens in dieser Frage professioneller aufgetreten: Alle ergänzenden Unterlagen haben die Straßenbauer dort zur Verfügung gestellt.

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Eines steht nach unserem Fachgutachten, das wir auch als ausführliche Einwendung vortragen werden, fest: Auf dieser mangelhaften Datengrundlage darf keine Investitionsentscheidung von fast 30 Millionen Euro auf thüringischer und deutlich über 30 Millionen Euro auf niedersächsischer Seite getroffen werden. Die Verkehrsuntersuchung für die Ortsumgehung Ferna-Teistungen muss völlig neu aufgebaut werden. Dann würde deutlich werden, dass es keinen Bedarf für dieses Projekt gibt.

Noch bis 22. Mai können Bürgerinnen und Bürger Einwendungen gegen den Neubau der B 247 beim Landesverwaltungsamt einbringen.

Informationen dazu stehen unter www.B247njet.de im Internet bereit oder können direkt beim Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erfragt werden.
Autor: en

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