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Sa, 18:09 Uhr
16.05.2015

Kindergärten besuchten Werkstätten

Unvoreingenommen zu sein und Toleranz gegenüber Menschen, die anders sind zu üben - diese sozialen Fähigkeiten haben einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Tolerantes Handeln und Denken ohne Vorurteile ist nicht angeboren...

In einer durch Vielfalt geprägten Gesellschaft ist es die Aufgabe aller, das Leben miteinander zu gestalten. Dafür ist es wichtig, dass man sich für das Leben der „Anderen“ interessiert. Dieses Denken sollte bereits vom Kindesalter an gefördert werden.


Kinder bei der Lebenshilfe (Foto: Gisela Reinhardt) Kinder bei der Lebenshilfe (Foto: Gisela Reinhardt)

Diese Sozialkompetenz muss erlernt und trainiert werden.. Hier gilt, wie bei den meisten Lernprozessen: Je früher, desto einprägsamer und nachhaltiger. Kinder müssen lernen, dass alle Menschen gleich viel wert sind. Das heißt aber nicht, dass man Unterschiede nicht bemerken und danach fragen darf.

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN hatte die Lebenshilfe Leinefelde-Worbis zu Weihnachten 2013 allen Kindergärten des Landkreises Eichsfeld ein von der Künstlergruppe der Werkstatt gestaltetes Kinderbuch geschenkt.
Kinder bei der Lebenshilfe (Foto: Gisela Reinhardt)
Kinder bei der Lebenshilfe (Foto: Gisela Reinhardt)
Kinder bei der Lebenshilfe (Foto: Gisela Reinhardt)
Zahlreiche Kindergärten haben daraufhin die Werkstatt in Leinefelde besucht und sich über die Arbeit der Menschen mit Behinderung informiert. Aktuell gibt es zwei Projekte, die Kindergärten und Werkstatt verbinden. Der Kindergarten „Gänseblümchen“ in Kleinbartloff und der Kindergarten „Sonnenschein“ Westhausen haben das Thema : Menschen mit Behinderung für die Gruppe der „Großen“ auf ihre Agenda gesetzt. Beide Einrichtungen haben nicht nur die Werkstatt besucht, sondern die Kinder haben, aufgeteilt in den Arbeitsgruppen, fleißig mitgearbeitet.

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Es gab keine Scheu und keine Berührungsängste. Selbst die Erzieherinnen waren sprachlos, wie selbstverständlich und normal der Umgang war. Kinder, die sonst ängstlich sind und „fremdeln“, saßen selbstbewusst in den Arbeitsgruppen und verpackten, montierten, wogen und schnippelten.

Die Anleitung und Betreuung der Kids übernahmen die Beschäftigten selbst. Liebevoll und geduldig überwachten sie das Tun der kleinen Gäste. In den nächsten Wochen werden sie noch öfter in die Werkstatt kommen. Die Kleinbartloffer Kinder wollen mit den Beschäftigten des Holzbereichs gemeinsam Bänke für ihren Spielplatz bauen.

Die Kinder von Westhausen haben genaue Vorstellungen, wie ihr Insektenhotel aussehen soll, das sie ebenfalls gemeinsam mit Menschen mit Behinderung in der Werkstatt der Lebenshilfe in Angriff nehmen. Auch, wenn die Kinder gefragt haben: “Warum hast du so eine komische Lederkappe auf oder warum kannst du nicht laufen?“ war Behinderung für sie kein Problem.

Das sind zwei wunderbare Beispiele dafür, wie unkompliziert und tolerant Kinder sind. Wollen wir gemeinsam alles dafür tun, dass es auch so bleibt, wenn sie älter werden!
Gisela Reinhardt
Autor: en

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