Mi, 09:07 Uhr
17.06.2015
Sarah Connor zurück mit Muttersprache
Sarah Connor gehörte ohne Zweifel wohl zu den Glückskindern des deutschen Showgeschäfts. Warum, das schreibt Stefan Peter. Mit einem Klick wissen Sie mehr....
Sarah Connor neue CD (Foto: Agentur)
Denn kaum war die erste Single, der Megaohrwurm, Lets get back to Bed - Boy, der bis dahin unbekannten Sängerin aus Delmenhorst auf dem Markt, startete der Song auch schon so richtig durch, um sich nicht nur in sämtlichen Radiostationen und Hitparaden Europas in den Top 5 festzusetzen. So startete, die bis dahin nur wenigen bekannte Sängerin praktisch fast über Nacht, eine absolute Bilderbuch-Karrieren im Showgeschäft.
Zwar sprachen damals viele von einem One Hit Wonder und sagten so einen Erfolg kann man nicht mehr toppen, aber Sarah Connor ließ sich davon nicht beirren, denn schließlich kam ihr Erfolg nicht von ungefähr.
Bereits im Alter von 15 Jahren sang Sarah Marianne Corina Lewe, so ihr bürgerlicher Name, im Musical "Linie 1" und nahm klassischen Gesangsunterricht. Wobei ihre Liebe zum Soul, ihr wohl von ihrem aus New Orleans stammenden Vater mit in die Wiege gelegt worden sein muss.
So nahm sie weiter unbeirrt Songs auf und produzierte mittlerweile 7 erfolgreiche Alben, welche immer wieder die Charts stürmten und mit Gold und Platin ausgezeichnet wurden.
Mit Muttersprache, ihrer neusten 8. CD, möchte die Sängerin nun nach längerer Pause wieder an diese Erfolge anknüpfen. Das ihr dieses gelingen dürfte, daran besteht eigentlich kein Zweifel.
Dennoch geht Frau Connor musikalisch, das ganze Album ist eher ruhig gefühlvoll und im Midtempobereich gehalten und vor allem textlich, für sie ganz neue Wege.
Denn sie hat den Schritt gewagt, die viele Musiker immer wieder scheuen, all ihre neuen Songs komplett in Deutsch – in ihrer Muttersprache aufzunehmen.
Ich wollte, dass die echte und aufrichtig ehrliche Emotionalität meiner Stimme eingefangen wird, dass sie auch auf deutsch endlich mal richtig zur Geltung kommt. Dafür musste ich lernen, auf mein Bauchgefühl zu vertrauen. Dort, wo es richtig wehtut ist es gut.
Denn: Wenn man die eigene Stimme beherrscht, kann man fast alles singen, man kann Emotionen vortäuschen, Gefühle posen. Aber will ich das? Einzig: Dass es so schwer sein würde, Songs
zu schreiben, die diesem Anspruch standhalten, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Denn das ist genau die Herausforderung: Musik und Text müssen ineinander aufgehen, die eigene Sprache muss singbar gemacht werden, damit meine Songs funktionieren. Und: Die Produktion darf die Stimme nicht erschlagen. Ich suche im Studio immer nach der Essenz dessen, was ich ausdrücken will. Ich will nicht sperrig sein, aber auch nicht zu leicht, ich will zugleich unterhalten, aber vor allem will ich ehrlich bleiben.
Textlich und musikalisch. Und das dauert. Für mich fühlt sich das an wie eine Wissenschaft. Und es erklärt, weshalb mein neues Album fünf Jahre gebraucht hat, und warum ich es in meiner Muttersprache eingesungen habe. Jetzt entlasse ich dieses Album, diese Sammlung von Songs, in die Welt, wo es ein Eigenleben führen wird. Es fühlt sich so an, als wäre ein Kind erwachsen geworden. Unterstützung erhielt sie dabei von echten Profis wie Peter Plate und Ulf Leo Sommer von Rosenstolz, die der neuen CD und natürlich auch die aktuelle Single Wie schön du bist, die bereits seit einigen Wochen im Radio für Aufmerksamkeit sorgt, den nötigen Feinschliff mit auf den Weg gegeben haben.
Fazit: Sarah Connor ist zurück mit einem spannenden neuen Album, leiser, ruhiger und besinnlicher als man es von der Soulqueen aus Delmenhorst gewohnt war. Wer Dancefloorstücke und Discothekenhits erwartet, mit denen sie in den letzten Jahren die Charts eroberte, der sucht hier vergebens. Ihr musikalischer Break mit der Vergangenheit und der mutige Neuanfang macht die Scheibe aber trotzdem beim Zuhören Stück für Stück interessant.
Stefan Peter
Autor: en
Sarah Connor neue CD (Foto: Agentur)
Denn kaum war die erste Single, der Megaohrwurm, Lets get back to Bed - Boy, der bis dahin unbekannten Sängerin aus Delmenhorst auf dem Markt, startete der Song auch schon so richtig durch, um sich nicht nur in sämtlichen Radiostationen und Hitparaden Europas in den Top 5 festzusetzen. So startete, die bis dahin nur wenigen bekannte Sängerin praktisch fast über Nacht, eine absolute Bilderbuch-Karrieren im Showgeschäft.
Zwar sprachen damals viele von einem One Hit Wonder und sagten so einen Erfolg kann man nicht mehr toppen, aber Sarah Connor ließ sich davon nicht beirren, denn schließlich kam ihr Erfolg nicht von ungefähr.
Bereits im Alter von 15 Jahren sang Sarah Marianne Corina Lewe, so ihr bürgerlicher Name, im Musical "Linie 1" und nahm klassischen Gesangsunterricht. Wobei ihre Liebe zum Soul, ihr wohl von ihrem aus New Orleans stammenden Vater mit in die Wiege gelegt worden sein muss.
So nahm sie weiter unbeirrt Songs auf und produzierte mittlerweile 7 erfolgreiche Alben, welche immer wieder die Charts stürmten und mit Gold und Platin ausgezeichnet wurden.
Mit Muttersprache, ihrer neusten 8. CD, möchte die Sängerin nun nach längerer Pause wieder an diese Erfolge anknüpfen. Das ihr dieses gelingen dürfte, daran besteht eigentlich kein Zweifel.
Dennoch geht Frau Connor musikalisch, das ganze Album ist eher ruhig gefühlvoll und im Midtempobereich gehalten und vor allem textlich, für sie ganz neue Wege.
Denn sie hat den Schritt gewagt, die viele Musiker immer wieder scheuen, all ihre neuen Songs komplett in Deutsch – in ihrer Muttersprache aufzunehmen.
Ich wollte, dass die echte und aufrichtig ehrliche Emotionalität meiner Stimme eingefangen wird, dass sie auch auf deutsch endlich mal richtig zur Geltung kommt. Dafür musste ich lernen, auf mein Bauchgefühl zu vertrauen. Dort, wo es richtig wehtut ist es gut.
Denn: Wenn man die eigene Stimme beherrscht, kann man fast alles singen, man kann Emotionen vortäuschen, Gefühle posen. Aber will ich das? Einzig: Dass es so schwer sein würde, Songs
zu schreiben, die diesem Anspruch standhalten, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Denn das ist genau die Herausforderung: Musik und Text müssen ineinander aufgehen, die eigene Sprache muss singbar gemacht werden, damit meine Songs funktionieren. Und: Die Produktion darf die Stimme nicht erschlagen. Ich suche im Studio immer nach der Essenz dessen, was ich ausdrücken will. Ich will nicht sperrig sein, aber auch nicht zu leicht, ich will zugleich unterhalten, aber vor allem will ich ehrlich bleiben.
Textlich und musikalisch. Und das dauert. Für mich fühlt sich das an wie eine Wissenschaft. Und es erklärt, weshalb mein neues Album fünf Jahre gebraucht hat, und warum ich es in meiner Muttersprache eingesungen habe. Jetzt entlasse ich dieses Album, diese Sammlung von Songs, in die Welt, wo es ein Eigenleben führen wird. Es fühlt sich so an, als wäre ein Kind erwachsen geworden. Unterstützung erhielt sie dabei von echten Profis wie Peter Plate und Ulf Leo Sommer von Rosenstolz, die der neuen CD und natürlich auch die aktuelle Single Wie schön du bist, die bereits seit einigen Wochen im Radio für Aufmerksamkeit sorgt, den nötigen Feinschliff mit auf den Weg gegeben haben.
Fazit: Sarah Connor ist zurück mit einem spannenden neuen Album, leiser, ruhiger und besinnlicher als man es von der Soulqueen aus Delmenhorst gewohnt war. Wer Dancefloorstücke und Discothekenhits erwartet, mit denen sie in den letzten Jahren die Charts eroberte, der sucht hier vergebens. Ihr musikalischer Break mit der Vergangenheit und der mutige Neuanfang macht die Scheibe aber trotzdem beim Zuhören Stück für Stück interessant.
Stefan Peter