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Sa, 10:10 Uhr
11.07.2015

Sicherheitschef schildert Ereignisse um Festival

Das Festival Medi-Meisterschaften in Obermehler vom Donnerstag, 11. Juni, bis Sonntag, 15. Juni, sorgt immer noch für Gesprächsstoff, zumal die verschiedenen Schilderungen der Geschehnisse auch unterschiedliche Interpretationen zur Folge hatten.

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Aus diesem Grund, und auf Bitten eines Schlotheimer Bürgervereins hat sich die uhz-Redaktion mit Rigo Faber, dem Chef der Sicherheitsfirma, die mit der Absicherung der Veranstaltung beauftragt war, unterhalten. Faber gab daraufhin aus seiner Sicht eine Chronologie der Ereignisse wieder.

Mittwoch 10. Juni
Als wir am Mittwoch auf dem Festgelände eintrafen, hatte gerade der Zoll, der hier Kontrollen durchgeführt hatte, den Flugplatz verlassen. Wie wir erfuhren, gab es keine Beanstandungen. Wir konnten uns also auf die notwendigen Abläufe und Maßnahmen mit dem Veranstalter verständigen.

Donnerstag, 11. Juni, gegen Abend
Ein Asylbewerber, der eine Tageskarte erworben hatte, kam an den Einlass. Wir baten ihn kurz zu warten, da der Einlass-Stempel, der jedem Tagesgast „aufgedrückt“ wurde, noch nicht an der Kasse lag. Er sollte nur zwei Minuten warten, wurde aber ungeduldig, war aufgebracht, geradezu aggressiv – er habe bezahlt und wolle nun hinein. Inzwischen kamen drei weitere Asylbewerber, die ebenfalls bezahlt hatten, hinzu. Der Stempel war dann da und die jungen Männer wurden eingelassen.

60 Minuten später
Ungefähr eine Stunde später wurde ich darüber informiert, dass es im Innenraum zu Pöbeleien gegenüber Festivalgästen durch die Asylanten käme und diese auch Wodkaflaschen dabei haben, obwohl sie am Einlass kontrollliert worden waren. Damit lag der Schluss nahe, dass die Flaschen über den Zaun des Geländes geschmuggelt worden sind.
Daraufhin forderten wir die Männer auf, das Gelände zu verlassen. Sie wurden ohne körperliche Gewalt zum Ausgang begleitet. Dort wurden wir beschimpft und der wahrscheinliche Anführer der Gruppe sagte zu mir: „Ich weiß wer Du bist, Du bist tot!“ Danach waren sie verschwunden.

Freitag, 12. Juni, gegen 15.00 Uhr
Der uns vom Vortag bekannte Mann kam mit einem Begleiter ans Tor und sagte zu uns: „Wenn wir heute nicht reinkommen habt ihr alle ein Problem.“ Wir informierten deshalb die Polizei und der dann eintreffende Beamte kontrollierte die Papiere der Männer und sprach ihnen ein Hausverbot aus.

Freitag, gegen 16.30 Uhr
Mich erreichte ein Funksspruch, dass sich etwa 30 Asylbewerber auf der Straße, die als Zufahrt zum Festivalgelände diente, aufhielten. Wir stellten dann fest, dass die Leiterin des Ordnungsamtes Schlotheim und zwei Polizisten mit den Männern diskutierten und sahen daher keinen Grund zum Handeln.

Freitag, gegen 18.00 Uhr
Es erreichte mich ein Notruf, dass wieder zirka 30 Asylbewerber in aggressiver Stimmung über die Lkw-Zufahrt des Flugplatzes versuchen, auf das Gelände zu gelangen. Wir informierten sofort die Polizei. Wir schlossen daraufhin das Tor und postierten fünfzehn Leute unseres Ordnungsdienstes davor um zu sichern.

Die Stimmung der Asylbewerber war gewaltbereit, sie beschimpften, schubsten und stießen uns, bezeichneten uns als Nazis, T-Shirts und Sicherheitswesten wurden zerrissen. Am Schauplatz des Geschehens war auch der Sicherheitsberater des Veranstalters, ein Farbiger, der uns unterstützte. Auch sein T-Shirt wurde zerrissen. Wir blieben aber weiterhin passiv und forderten die Männer auf, uns nicht anzufassen.
Bevor die Situation weiter eskalieren konnte, trafen zwei Polizeibeamte ein. Auf die Frage der Beamten was hier los sei, wurden sie sofort von den Asylbewerbern angegriffen und zu Fall gebracht. Ein Beamter wurde von einem Mann angegriffen, der mit einem großen Stein auf den am Boden Liegenden einschlug. Zum Glück konnte der Polizist den Angriff noch mit dem Ellenbogen abwehren. Der zweite Beamte, auch am Boden liegend, wehrte sich mit Pfefferspray, der dabei völlig aufgebraucht wurde. Inzwischen wurden wir auch aktiv, um die Polizisten zu schützen. Da ergriffen die Asylbewerber, bei denen dann auch Messer zu sehen waren, die Flucht. Dabei wurde ein Feuerwehrmann, der als Verkehrsposten eingesetzt war, angegriffen. Ihm wurde seine Metall-Taschenlampe weg genommen und er bekam damit u. a. einen Schlag auf den Hinterkopf, der ihn erheblich verletzte.
Wir verfolgten die Männer nicht. Es kam dann zu keinen weiteren Störungen.

Samstag, 13.Juni
Am Samstag erhielt ich eine Aufforderung der Polizei, in den Tower des Flugplatzes zu kommen. Hier wurde ich von den zuständigen Beamten informiert, dass die Polizei einen anonymen Anruf bekommen habe, dass etwa 130 Asylbewerber in Richtung Obermehler unterwegs seien. Man teilte mir mit, dass diese Meldung aber nicht bestätigt werden könne. Ich wurde mittels eines Protokolls nochmals über den Inhalt des Anrufes informiert und musste dieses unterzeichnen.
Der Veranstaltungstag verlief dann ohne weitere Vorkommnisse ab. Ich habe dann aber von Schlotheimer Bürgern erfahren, dass ungefähr 36 Polizeifahrzeuge vor und um das Festivalgelände stationiert wären. Also schlussfolgerten wir, dass die Polizei den Anruf doch sehr ernst genommen hat.

Fazit: Es war trotz aller Umstände ein gelungenes Festival, was auch der Veranstalter bestätigte. Die meisten Gäste haben von den unschönen Begleiterscheinungen nichts mitbekommen. Zwei Fragen stellen sich dann aber doch: Was ist mit den zwei verletzen Polizeibeamten, die es laut PI Nordhausen gegenüber dem mdr gar nicht gegeben habe. Und was ist mit dem verletzten Feuerwehrmann weiter geschehen?
Autor: red

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