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Mo, 11:19 Uhr
10.08.2015
Aus dem Tierheim in Heilbad Heiligenstadt

Nur ein alter Hund?

Wer lebt, der altert. Alle Menschen, alle Tiere, alle Pflanzen, alle Lebewesen werden einmal älter und viele auch krank. Wir Menschen wünschen uns besonders im Alter liebevolle Zuwendung und Verständnis, und nicht nur die Menschen....

... möchten diese Zeit gern im eigenen Zuhause oder im Kreise der Familie verbringen. Auch unsere Haustiere, die ihr Leben mit uns teilen, möchten im Alter bei ihren Menschen bleiben.

Betagter Hund (Foto: Tierheim) Betagter Hund (Foto: Tierheim) Unser alter Hund "Koko" verbringt seinen Lebensabend in einem tollen Zuhause.

Alter ist kein Grund, ein Tier einfach abzuschieben, egal ob es in ein Heim gegeben oder im schlimmsten Fall sogar ausgesetzt oder eingeschläfert werden soll. Kein Tierarzt wird ein Tier nur aufgrund seines Alters einschläfern. Tiere leiden beim Abschied von ihren Menschen genauso seelische Qualen wie Menschen, die verstoßen werden.

Wer lange mit seinem Tier zusammenlebt, wird eine tiefe Verbundenheit und Dankbarkeit erfahren können. Ältere Tier haben andere Bedürfnisse, sie ruhen und schlafen mehr, werden meist auch noch anhänglicher und verschmuster als in den 'wilden' Jugendjahren. Es ist ein großes Geschenk, zusammen mit den Tieren das
Älterwerden erleben zu dürfen.

Blinde Katze (Foto: Karin Ziegler) Blinde Katze (Foto: Karin Ziegler) Unser blinder Kater "Nero" fand gemeinsam mit seiner "Freundin" Philippa, an der er sich orientiert, auch ein liebes und verständnisvolles zuhause.

In unserem Tierheim erleben wir gelegentlich, dass Mitbürger anfragen, wohin sie ihren alten Hund oder ihre alte Katze, die nun 'überflüssig' geworden sind, abgeben oder sogar 'entsorgen 'können.

Diese Haltung ist zutiefst lieblos, verantwortungslos und absolut unethisch. Wer ein Tier bei sich aufnimmt, sollte sich bewusst sein, wie alt ein Tier werden kann und das der Halter bis zum Lebensende gut für das Tier zu sorgen hat.Zu einer wahren Freundschaft zwischen Menschen und Tieren gehört immer ein Geben und Nehmen. Wer dies nicht für das Tier tun möchte, sondern nur sich selbst als Nutznießer sieht, z.B. einen Hund als Wachhund hält und das arme, ältere Tier dann
abschieben will, ist als Tierbesitzer ungeeignet. Im letzteren Fall würde eine Alarmanlage anstelle eines Lebewesens auch Genüge tun.

Andererseits kommen auch wirklich tierliebe Menschen zu uns und fragen gezielt nach älteren oder sogar besonders pflegebedürftigen Tieren, um diesen noch einen schönen Lebensabend in Liebe und Geborgenheit zu geben – dies ist echte Menschen – und Tierwürde.

Tiere sind schmerzempfindende Mitgeschöpfe des Menschen, für die er eine besondereVerpflichtung hat.
(Hans A. Engelhard, deutscher Politiker)

Ihr Team vom Tierheim Heilbad Heiligenstadt
Autor: en

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Kommentare
Abendstern
10.08.2015, 12:16 Uhr
älter werdende tiere
als ich den Artikel gelesen habe, kamen mir die Tränen.
Unserer Familie würde es nie in den Sinn kommen, unseren Hund oder Kater einfach abzuschieben, nur weil sie alt oder überflüssig geworden sind. bei uns leben sie in der Familie und zählen als voll integrierte Familienmitglieder.
Für mich wäre das, als wenn ich meine Kinder hergeben müsste. Immer wieder lese ich hier in der nnz, daß Tiere aus Zeietmangel abgegeben werden müssen. Das weiß man doch , bevor man sich so ein Tier anschafft. Mir würde es das Herz zerreissen, müsste ich eines meiner beiden Tiere hergeben. Ich könnte den traurigen Blick der beiden nicht ertragen, wenn sie das Haus verlassen müssten, egal ob ins Tierheim oder zu anderen Leuten. Und ich finde es immer noch schlimm, daß Tiere im Gesetz als Sache und nicht als Lebewesen erwähnt werden. Tierquäler sollten viel härter bestraft werden !!!!!
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