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So, 12:33 Uhr
29.01.2017
55. Deutscher Verkehrsgerichtstag

Mit Aufklärung gegen Handy am Steuer vorgehen

Smartphones werden immer selbstverständlicher von vielen Autofahrern während der Fahrt genutzt. Den meisten ist nicht bewusst, wie gefährlich der Gebrauch des Handys ohne Freisprecheinrichtung tatsächlich ist. Zudem erliegen viele Handynutzer der Illusion, die Situation jederzeit im Griff zu haben und vom erhöhten Unfallrisiko nicht betroffen zu sein...

Während es in der Bevölkerung einen breiten Konsens gibt, dass etwa Alkohol am Steuer unverantwortlich ist, gilt das Smartphone in der Hand des Autofahrers für viele immer noch als eine lässliche Sünde.

Laut ADAC ist das derzeit geltende Verbot von „Mobil- und Autotelefonen“ nicht mehr zeitgerecht. Der Anwendungsbereich des gesetzlichen Verbots sollte daher zugunsten einer allgemeingültigen Auslegung ausgetauscht werden, um dem technischen Fortschritt auf dem Gebiet der Kommunikationsmittel gerecht zu werden. Eine neue gesetzliche Regelung muss jedoch so formuliert sein, dass sie praktikabel und nachvollziehbar ist.

Der ADAC spricht sich für ein klar formuliertes gesetzliches Verbot aus, das auch dem technischen Fortschritt gerecht wird. Daneben setzt sich der Club für eine verstärkte öffentlichkeitswirksame Aufklärung und Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer ein, um dadurch ein größeres Risikobewusstsein zu schaffen. Eine frühzeitige Sensibilisierung für Gefahren jeglicher Blickabwendung sollte bereits in der Fahrausbildung stattfinden. Technische Geräte im Fahrzeug sollten grundsätzlich so gestaltet sein, dass sie intuitiv bedient werden können und eine Blickabwendung von der Straße während der Fahrt vermieden wird. Eine Gesetzesverschärfung ohne gleichzeitige Erhöhung der Kontrolldichte dürfte sich jedoch als weitgehend wirkungslos erweisen.
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