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Sa, 15:20 Uhr
28.01.2017
Aus dem Polizeibericht

Entführung vorgetäuscht

Mit einem perfiden Trick haben Mitglieder einer in Göttingen lebenden Großfamilie am vergangenen Sonntagabend (22.01.17) versucht, eine 63 Jahre Göttingerin um 1.000 Euro zu betrügen. Sie hatten eine Entführung vorgetäuscht....

Zwei 19 und 35 Jahre alte Frauen hatten der 63-Jährigen aufgeregt
geschildert, dass zwei Familienangehörige, eine Frau und ein Mann im
Alter von 39 und 21 Jahren, wegen Zahlungsschwierigkeiten von
Unbekannten aus einer Wohnung heraus entführt worden seien. Für die
Freilassung würden die Entführer von der Familie jetzt 1.000 Euro
Lösegeld fordern, das man aber nicht habe.

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Die 63 Jahre alte Göttingerin, die der Familie in der
zurückliegenden Zeit bereits mehrfach mit Bargeld aus vergleichbaren
"Notlagen" geholfen hatte, informierte dieses Mal richtigerweise die
Polizei.

Da zu diesem Zeitpunkt nicht auszuschließen war, dass es sich bei
den Schilderungen um eine echte Entführung handeln könnte, wurde von
den Ermittlern noch am Abend ein Sondereinsatz initiiert und
Einsatzkräfte diverser Dienststellen nach Göttingen beordert,
darunter auch Spezialkräfte.

Sofort aufgenommene intensive Ermittlungen führten noch in der
Nacht zu dem sicheren Ergebnis, dass die Entführung nur vorgetäuscht
war.

Gegen 02.30 Uhr nahmen Spezialkräfte die beiden angeblichen
Entführungsopfer beim Verlassen einer Wohnung im Stadtgebiet von
Göttingen fest. Gegen sie und die beiden anderen Familienmitglieder
wird jetzt wegen Verdachts des mehrfach erfolgreichen und aktuell
versuchten Betruges ermittelt.

Die Polizei Göttingen schließt nicht aus, dass die Familie weitere
Personen auf derartige oder ähnliche Weise um Geld betrogen haben
könnte. Geschädigte werden gebeten, sich unter Telefon 0551/491-2115
zu melden.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Autor: en

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