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So, 08:39 Uhr
02.09.2018
Aus der Musikszene

Saltatio Mortis „Brot und Spiele“

Ihre Anfänge nahmen die „Spielleute“, wie sie sich selber gern nennen, auf den diversen Mittelaltermärkten dieses Landes. Damals begannen die Musiker aus Leidenschaft sich die Gunst der Zuhörer mit ihrer ganz besonderen Mischung aus hartem Rock – Pop – Folk und natürlich mittelalterlichen Elementen im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Straße“ zu erspielen....

Saltatio Mortis (Foto: Agentur) Saltatio Mortis (Foto: Agentur)

Seit dieser Zeit zelebrieren Saltatio Mortis nicht nur wie viele andere Bands der Mittelalter Szene, die Zeit des Altertums und schwelgen in der Vergangenheit oder feiern sich selbstverliebt selber, sondern sie haben durchaus ein wachsames Auge auf die Dinge, die um sie herum passieren und bauen dies kritisch in ihre Texte ein.


So auch auf ihrer neuesten, bereits 11. CD, „Brot und Spiele“ für die sich die Band rund 3 Jahre Zeit gelassen hat. Eine Zeit in der jede Menge passiert ist in dieser Welt und die die Musiker natürlich nicht ungerührt gelassen hat, So haben Saltatio Mortis, wie sie sagen, „Dem Volk in den Rachen geschaut“, und genau beobachtet was um sie herum in dieser Zeit passiert.

Und tun nun, wie es sich für Gaukler und Spielleute gehört mit viel Spaß an ihrem Tun, teils überspitzt, teils sehr direkt offen und respektlos ihre Meinung kund. So toben sich Saltatio Mortis ganz frei und unbefangen kunstvoll mit ihren mittelalterlichen Instrumenten und einer fetten Portion knallhartem erdigen Rock und mit reichlich Vollgas und das so modern wie noch nie, auf dem absolut hörenswerten neuem Werk aus und halten dabei dem Publikum wie gewohnt den sprichwörtlichen Spiegel vors Gesicht.


Da wird lautstark darüber nachgedacht über die „Besorgten Bürger“ dieses Landes und ihre Angst machenden verschrobenen intoleranten Gedanken, aber auch über „Europa“ und was aus dieser Idee geworden ist, während bei „Brot und Spielen“ durch TV und Co die Menschen verdummt werden. Dabei sind die Musiker der „Dorn im Ohr“ mit „Grossen Träumen“ im Gepäck, die sich auch großen Gefühlen und der Melancholie wie bei „Träume aus Eis“ und dem sehr nachdenklichem „Spur des Lebens“ nicht verweigern.

Wobei die Band trotz aller Ernsthaftigkeit auch immer wieder mit Songs zum Feiern wie „Mittelalter“ oder „Nie wieder Alkohol“ zeigt, das sie den Spaß noch lange nicht verloren hat.

So ist „Brot und Spiele“ ein Album mit vielen offenen Worten (daran kann sich die ein oder andere Band gern ein Beispiel nehmen) geworden, ohne dabei ständig den Zeigefinger zu heben und zu belehren mit Songs die (provokant) zum Nachdenken anregen, Platz für Selbstironie haben und trotzen viel Spielraum für Spaß, Lebensfreude und natürlich zum Feiern und Abtanzen lassen.
Stefan Peter


















Autor: en

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