nnz-tv Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung neue nordäuser zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
So, 10:25 Uhr
12.05.2019
Schädlingsbekämpfung ohne Chemie

Ameisen im Haus - was tun?

Ameisen haben gerade Hochsaison und sind in vielen Wohnungen und Häusern unterwegs. Um die kleinen Krabbeltiere wieder loszuwerden, greift so mancher zur chemischen Keule. Doch oft sind die darin enthaltenen Wirkstoffe schädlicher als die zu bekämpfenden Insekten...


Die Verbraucherzentrale Hamburg gibt Tipps zur effektiven Schädlingsbekämpfung ohne gefährliche Chemie.
  • 1. Undichte Fugen und Spalten mit Silikon verschließen.
  • 2. Essensreste und Krümel regelmäßig beseitigen und häufig fegen oder saugen. Fressnäpfe für Haustiere nur im Bedarfsfall stehen lassen. Die Futterreste locken Ameisen an. Fressnäpfe für Haustiere nur im Bedarfsfall stehen lassen. Die Futterreste locken Ameisen an.
  • 3. Vorräte in dicht schließenden Behältern aufbewahren, möglichst mit einer Gummidichtung am Deckel. Organischen Abfall täglich aus der Wohnung entfernen.
  • 4. Lebensmittel auch im Kühlschrank verschlossen lagern. Die Kühlschranktür stellt keine ernsthafte Barriere für Ameisen dar.
  • 5. An Fenstern, Türen oder auf Regalen klebende Barrieren anbringen. Sie blockieren den Ameisen den Zugang.
  • 6. Stark duftende Kräuter wie Lavendel als Öl oder Konzentrat, Wacholderblätter oder Farnkraut auf die Ameisenstraße legen. Sie stören den guten Orientierungssinn der Ameisen. Auch Zitronenschalen vor den Zugängen bieten sich an. Zimtpulver oder Essig vertreiben Ameisen ebenfalls. Im Handel ist sogar ein fertiges Gemisch verschiedener ätherischer Öle als sogenanntes Ameisenöl erhältlich.
  • 7. In die Schlupfwinkel oder an den Wanderwegen der Ameisen Diatomeenerde ausbringen. Kommen die Tiere mit dem Pulver in Berührung, wird ihr Chitinpanzer verletzt und sie trocknen aus.
  • 8. Befindet sich ein Ameisennest im Gebäude, in Holzwänden oder in Kabelschächten, sollte man einen sachkundigen Schädlingsexperten beauftragen, der die Insekten möglichst mit nicht-chemischen Alternativen bekämpft.
Die meisten Ameisenarten legen ihre Nester außerhalb von Gebäuden - unter Steinen, Platten oder in Wandrissen an. Sieht man sie in Wohnungen oder Häusern, sind sie meist auf der Suche nach Nahrung. Hat eine Ameise eine lukrative Nahrungsquelle entdeckt, so markiert sie den Weg zum Futter mit Duftstoffen. Je attraktiver das Nahrungsangebot, desto stärker wird die Route genutzt und der Signalduft wird umso intensiver.

Hinweis: Wenn nicht nur Ameisen eine Plage sind, sondern auch Käfer, Fliegen, Milben, Motten oder Mücken hilft eine Broschüre der Verbraucherzentrale Hamburg weiter. Sie liefert nützliche Informationen und Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung von Vorrats-, Textil- und Hausschädlingen.

Die Infobroschüre "Ohne Chemie! Schädlingsbekämpfung im Haushalt" ist erhältlich für 4,00 Euro im Infozentrum der Verbraucherzentrale Hamburg an der Kirchenallee 22 (Mo bis Do 10 - 18 Uhr und Fr 10 - 16 Uhr) oder unter www.vzhh.de als Download im PDF-Format. Zuzüglich 2,00 Euro für Porto und Versand kann man eine Printversion auch online oder per Telefon (040) 24832-104 bestellen.
Bild von Snknjak auf Pixabay
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.