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Mi, 13:35 Uhr
17.07.2019
Kurioses von der Autobahn-Polizei

Heißen Reifen gefahren

Ein 28-jähriger Lkw-Fahrer aus Weißrussland hat nach einem technischen Problem an seinem Lkw die Bremse am Anhänger außer Betrieb gesetzt und wollte so noch bis nach Moskau fahren.

Die Lkw-Kontrollgruppe der Autobahnpolizei stoppte den mit einem Maschinenteil beladenen Schwertransport mit Überbreite und -höhe am Hermsdorfer Kreuz auf der A 9. Bei der technischen Überprüfung stellten die Beamten fest, dass an einer Seite des Aufliegers kürzlich das Bremsgestänge abgeschraubt und somit die Bremsanlage außer Betrieb gesetzt wurde.



Eine der Bremsen war wohl so verschlissen, dass sie heiß gelaufen war und ein Rad zum Blockieren gebracht hatte. Daraufhin hatte der Fahrer vor zwei Tagen die Bremse kurzerhand stillgelegt und so das Problem für ihn gelöst. Stillgelegt hat dann auch die Polizei den Lkw, der mit einer nur einseitigen Bremsanlage in verkehrsgefährdendem Zustand war. Der Schwertransport muss nun vor Ort repariert werden, bevor die Fahrt weitergehen darf. Die Strafe für diese Aktion: 205 Euro plus eine Zwangspause.
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Kommentare

17.07.2019, 18.17 Uhr
gukono1450 | heißen Reifen!!!
Was ist denn das für eine Strafe?
Dafür wurde Menschenleben aufs Spiel gesetzt!
Kann ich nicht verstehen!!!
Sicherlich zählt das noch unter deutsch-sowjetische Freundschaft!!!

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17.07.2019, 18.57 Uhr
Petra G | Nicht nach vollziehbar
Deutsche LKW - Fahrer wird dafür eine wesentlich höhere Strafe auf gebrummt. Punkte in Flensburg , Bußgeld, im schlimmsten Fall Führerscheinentzug ,Zwangsstilllegung . Wann hört dieser Kuschelkurs endlich auf ? Unsere Deutschen LKW - Fahrer werden härter bestraft als die Ausländischen LKW - Fahrer.

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17.07.2019, 19.36 Uhr
Andreas Dittmar | Wahrscheinlich das günstigste Angebot...
Man sollte auch den Leuten auf die Finger schauen, welche ihre Fracht so transportieren lassen. Ja der Fahrer ist letztendlich für die Fuhre voll verantwortlich aber wenn er ohne diese notwendige Bremse noch bis Moskau fahren möchte, hat das keinen kreativen Hintergrund sondern eher einen Finanziellen.

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17.07.2019, 21.47 Uhr
Kobold2 | So so
Der Fahrer möchte........
sicher nicht so rum fahren.
Solche Entscheidungen werden an anderer Stelle gefällt und genau dahin müsste auch die Strafe gehen. Der Fahrer ist hier nur am Ende der Kette.
Nur bekommen es unsere Behörden nicht hin, die ausstehenden Bußgelder, insbesondere aus Osteuropa, einzutreiben. ( Tante Google hilft z.B. Leverkusener Brücke)
Unsere Schweizer Nachbarn sind da konsequenter.

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17.07.2019, 23.31 Uhr
Andreas Dittmar | Genau so war es auch gemeint
Was hat der Fahrer für Optionen.

- Den kompletten Truck mit Anhänger in die Werkstatt schleppen um ihn dort fachgerecht reparieren zu lassen. Bei einem LKW wird es wohl mit Material eine vierstellige Summe kosten. Die Summe wird der Fahrer erstmal aus eigener Tasche blechen müssen.

- Die Bremsanlage außer Betrieb nehmen und hoffen, dass er nicht erwischt wird. Wenn er doch erwischt wird, ich habe mal zwecks Bußgeld recherchiert, kommt dieses Delikt infrage "Sie führten den Lastkraft­wagen/ Kraft­omnibus bzw. dessen Anhänger, obwohl die Verkehrs­sicherheit durch den Verstoß gegen eine Vor­schrift ber Bremsen wesentlich beein­trächtigt wurde, und gefährdeten dadurch Andere" Hier wäre er mit 220 € dabei. Jetzt hat der Spediteur den schwarzen Peter. Zahlt der die Reparatur nicht, bewegt sich auch die Ladung keinen Millimeter weiter.

Irgendwelche Bußgelder im Ausland eintreiben, macht nur Sinn wenn es ein Rechtshilfeabkommen gibt und Bescheide auch vollstreckbar sind.

Wir haben ja ein tolles Mautsystem. Auch dort könnte man auffällige Fahrzeuge registrieren und notfalls bei Wiedereinreise aus dem Verkehr ziehen lassen. Da müssten aber die Behörden zusammenarbeiten.

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18.07.2019, 12.14 Uhr
Kobold2 | Der Grundstein
für solche Ereignisse wird doch von der Politik selbst gelegt. Sieht man ja auch an der hier eingesetzten Technik, das man immer noch mit Trommelbremsen unterwegs ist.
In europäischen Lohnfragen ist der Güterverkehr stehts ausgenommen.
Ein gesamteuropäischer Mindestlohnn ist im Transportgewerbe schon längst überfällig.
Die Kabotage wurde aufgeweicht. Die Einhaltung wird kaum kontrolliert, bzw ist nur schwer machbar. Für Kontrollen der Manipulationen der Abgasreinigung besteht in Deutschland wenig Interesse, ebenso die Einhaltung der Wochenendruhen. Die Personaldecke lässt hier die Motivation auf niedrigem Niveau. Es ist ein offenes Geheimnis, das Fahrer ausländischer LKW in Deutschland wenig zu befürchten haben, wenn sie nicht direkt erwischt werden. Wir waren mal Kontrolleuropameister, davon ist kaum noch eim Schatten übrig.
Das sind selbst einige osteuropäische Länder konsequenter.
Aber so lange es hauptsächlich darum geht, waren so billig wie möglich zu transportieren, braucht man sich nicht wundern. Dazu gehört auch der Versandhandel mit den teils kostenfreien Lieferungen und Retouren.
Aber das Regenwaldversandhaus und Co. ist ja total cool. Das sie aber die größten Preisdrücker und Knebler sind, wird gern ignoriert.

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