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Sa, 14:48 Uhr
20.07.2019
Gestiegene Wohnkosten

Belastung für ältere Mieter

In Deutschland steigen die Wohnkosten – und das ist insbesondere für ältere Menschen ab 65 Jahren zunehmend ein Problem, denn ihre Einkommen nehmen bei weitem nicht im selben Maße zu. Folglich stellen die Wohnkosten für immer mehr ältere Menschen eine Belastung dar, für einen wesentlichen Teil von ihnen sogar eine Überbelastung...


Das sind die zentralen Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA). Datengrundlage sind das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) und das Deutsche Alterssurvey.

Im Jahr 2016 gaben Mieterhaushalte mit einer Referenzperson ab 65 Jahren demnach im Schnitt 34 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aus – also für Miete und Nebenkosten. Eigentümerhaushalte mussten hingegen nur 15 Prozent ihres Einkommens für die laufenden Wohnkosten aufwenden, das heißt für Zins- und Tilgungszahlungen von Immobilienkrediten sowie Nebenkosten. Die Wohnkosten für Mieterinnen und Mieter ab 65 Jahren sind seit 1996 deutlich stärker gestiegen (+101 Prozent) als für Eigentümerinnen und Eigentümer (+77 Prozent).

Unter Älteren gibt es zwar anteilig mehr Eigentümerhaushalte als vor 20 Jahren (45 Prozent vs. 56 Prozent), aber das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass immer mehr Ältere aus den höheren Einkommensklassen Wohneigentum besitzen. Von den älteren Haushalten mit niedrigen Einkommen dagegen wohnt die Mehrheit zur Miete: Unter den 20 Prozent mit den niedrigsten Einkommen, dem sogenannten unteren Quintil der Einkommensverteilung, sind in dieser Altersklasse 66 Prozent Mieterinnen oder Mieter. Gerade für diese Menschen ist die Belastung durch stark steigende Wohnkosten extrem hoch.

Eine hohe Belastung liegt vor, wenn die Wohnkosten eines Haushalts 30 Prozent und mehr seines Nettoeinkommens ausmachen. Das war im Jahr 2016 bei zwei Drittel der Mieterhaushalte mit einer Referenzperson ab 65 Jahren der Fall, so die Studie. Bei 38 Prozent der Mieterhaushalte kann sogar von einer Überbelastung durch die Wohnkosten gesprochen werden: Diese entsprechen 40 Prozent und mehr des Haushaltseinkommens. Zum Vergleich: Im Jahr 1996 waren 38 Prozent der Mieterhaushalte von einer hohen Belastung (über 30 Prozent) und 22 Prozent von einer Überbelastung (über 40 Prozent) betroffen.

„Ältere Menschen mit niedrigen Einkommen leben deutlich häufiger zur Miete als andere in dieser Altersklasse und gerade sie sind mit einem rasanten Anstieg der Wohnkosten konfrontiert. Das heißt: Wohnraum ist für zunehmend viele Seniorinnen und Senioren unbezahlbar,“ fasst Studienautorin Laura Romeu Gordo vom DZA zusammen.

Die Situation von alleinlebenden Menschen ist hierbei besonders schwierig. Alleinlebende Personen ab 65 Jahren, die zur Miete wohnen, verwenden im Schnitt über ein Drittel ihres Einkommens für die laufenden Kosten ihrer Wohnung.

Drei Lösungsansätze
Die Autorinnen und Autoren der Studie schlagen mehrere Gegenmaßnahmen vor. Eine davon ist die Förderung des Wohneigentums, die sich allerdings erst langfristig auswirken würde, denn der Wohnungs- oder Häuserkauf passiert in der Regel eher in jüngeren Jahren, zum Beispiel bei der Familiengründung.

„Ein zweiter Ansatz ist für ausreichende Einkommen der Betroffenen zu sorgen,“ so Markus Grabka, Verteilungsforscher am DIW Berlin und Studienautor. „Die dynamisierte Anpassung des Wohngelds, die die Bundesregierung plant, ist sicherlich ein Schritt in diese Richtung.“

Der soziale Wohnungsbau ist die dritte Stellschraube. Es müssen grundsätzlich viel mehr Sozialwohnungen gebaut werden, vor allem in und um Großstädte. „Hierbei sind die Bedürfnisse älterer Menschen zu beachten, zum Beispiel kleine, barrierefreie Wohnungen,“ gibt Laura Romeu Gordo zu bedenken. „Bei einer Ausweitung des Bestands an Sozialwohnungen muss auch bedacht werden, dass gerade Ältere sehr auf Netzwerke in ihrer Nachbarschaft und auf ihre sozialen Kontakte angewiesen sind. Wichtig ist daher, dass neue Sozialwohnungen nicht nur in bestimmten Vierteln entstehen, sondern in den Gemeinden gut verteilt werden.“
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Kommentare

20.07.2019, 14.58 Uhr
tannhäuser | Das wird noch schlimmer...
...und nicht nur für Ältere.

Deprimierend, durch unsere ehemals schöne Gegend zu fahren, von 25 Windrädern nur eines zu sehen, das sich dreht und dann die Stromrechnung im Briefkasten zu haben.

Aber die Mehrheit will scheinbar genau das und wählt entsprechend. Viel Spaß weiterhin bei der freiwilligen Selbstbruinierung des eigenen Familienbudgets.

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20.07.2019, 17.20 Uhr
Leser X | Auswüchse des Turbo-Kapitalismus
Was soll man groß dazu sagen? Wohnen ist heute zuallererst eine Quelle von Profit. Dass erschwingliches Wohnen auch ein Menschenrecht ist, das haben die meisten "unserer" Politiker längst verdrängt. Es sind oft genau diejenigen Politiker, die nicht müde werden, in anderen Ländern Menschenrechtsverletzungen zu orten.

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20.07.2019, 23.03 Uhr
Paul | Leser X
Da muß ich Ihnen Recht geben Leser X. Zudem vergessen unsere "Politiker" das im Grundgesetz (auf das sich ja immer so gerne berufen wird von Politikern) das RECHT AUF WOHNRAUM festgeschrieben steht. Also es hat JEDER BUNDESBÜRGER das RECHT auf WOHNRAUM ! Also müssen doch unsere lieben Gesetzesgeber dafür aufkommen das genügend BEZAHLBARER Wohnraum da ist !
Aber das ist wahrscheinlich genau so mit dem RECHT auf einen KITAPLATZ !
Es wird einfach nur Zeit das ein Regierungswechsel stattfindet. Vielleicht 1989 - 2.0 ! Oder so.

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20.07.2019, 23.19 Uhr
Andreas Dittmar | Man kann nicht alles auf den Kapitalismus schieben...
Das Gegenteil vom Turbokapitalismus, wäre wohl hier in diesem Fall die Zwangsenteignung. Klar gibt es die sogenannten Immobilienhaie und Bodenspekulanten, die durch Nichtstun die Wohnraumpreise in die Höhe treiben. Die bauen zum Einen erst, wenn der Mietspiegel hoch genug ist und dann bestimmt auch keine erschwinglichen Sozialwohnungen. Das hat dann den Effekt, das der größte Teil des Einkommens für die Miete drauf geht oder die Leute ziehen weg und pendeln zur Arbeit.
Wenn die Kommunen den Zockern und Spekulanten das Bauland wegnehmen, müssten Diese die Bebauung erstmal selbst finanzieren. Der höhere Gewinn, auf den die Immobilienhaie spekulieren, ist ja auch noch nicht da und demzufolge kann man diese Gelder auch nicht enteignen und selber verbauen. Mit Mietpreisbremsen wird man dieses Problem genau so wenig lösen, weil man damit lediglich die Folgen abmildert.

Ich würde es so machen : Wer Bauland besitzt und damit spekuliert, es also trotz Wohnraummangel und ohne triftigen Grund bis zum Zeitpunkt X nicht bebaut, wird spätere Investitionen nicht mehr steuerlich absetzen dürfen und/oder die leere Parzelle wird steuerlich so behandelt, als wenn ein Gebäude drauf steht. Die zusätzlichen Einnahmen stecken die Kommunen dann entweder in ihre eigenen Projekte oder fördern Investoren, die wirklich investieren.

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21.07.2019, 01.25 Uhr
Mueller13 | Im Bereich KYF und NDH gibt es genug erschwinglichen Wohnraum
In unseren Breiten haben wir wirklich kein Problem mit bezahlbaren Wohnraum. Das mag in München und Hamburg anders sein, aber wenn man sich das Leben dort nicht mehr leisten kann, muss man eben aufs "Dorf". Das mag in einigen Fällen nicht nett sein, weil man aus der gewohnten Umgebung gerissen wird, aber es besteht eben kein Menschenrecht auf Wohnraum im Stadtteil XY.

Davon abgesehen, ist es aufgrund der Vorschriften (Dämmung, alternative Energien usw.) unmöglich neuen bezahlbaren Wohnraum herzustellen. Wir müssen von den Vorschriften wieder runter! Eine billige Gasheizung (Brennwerttherme) muss reichen. Wird man gesetzlich verpflichtet irgendwelchen Hokuspokus aufs Dach zu bauen, wird es eben teuer. Und letztendlich muss einer die Zeche bezahlen und das muss immer der Mieter sein. Rechnet es sich nicht mehr, werden keine neuen Wohnungen gebaut und das kann auch nicht das Ziel sein.

Und noch etwas müssen wir in die Diskussion mit aufnehmen. Die Größe des Wohnraums pro Mieter hat sich in den letzten 30 Jahren um über 50% erhöht. Selbst bei gleichbleibenden Mietpreisen, bezahlt dann eben jeder im Schnitt 50% mehr Miete. Gehört eben ehrlicherweise dazu.

Ebenfalls dazu gehört: wenn man selber sich Wohneigentum schafft, muss man auf vieles verzichten. Einige machen sich während ihres Lebens zum Sklaven ihrer Immobilie - aber die haben am Ende ihres Lebens eben nur noch geringe Wohnkosten - dafür aber davor einige Entbehrungen (ceteris paribus).

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21.07.2019, 09.44 Uhr
Kobold2 | Dann lieber Sklave
einer Immobilie, als Sklave eines Vermieters.
Die Lebensqualität im Eigenheim unterscheidet sich auch noch ein wenig, im Vergleich zur Mietwohnung.

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21.07.2019, 11.19 Uhr
Paul | Kobold2
Nun ist das aber so eine Sache mit dem"Eigenheim". Da scheinen wohl einige zu vergessen ab wann das Heim auch wirklich MEIN Eigentum ist. Nähmlich erst dann wenn im vollem Umfang ALLE SCHULDEN bezahlt sind, ansonsten ist es so lange Eigentum des jeweiligen Kreditgebers(Bank ect.) Und dann muß man auch erstmal Kreditwürdig sein. Denn bei vielen mit einem nicht sehr guten Einkommen riegeln die meisten Banken ab und der Kreditwunsch bleibt ein Wunschtraum !

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21.07.2019, 12.09 Uhr
Mueller13 | @ Paul: nicht jeder ist eben in der Lage einen Kredit zu bedienen
Die Banken sind heutzutage sehr großzügig bei der Kreditvergabe, das war vor 10-20Jahren noch ganz anders. Es ist allerdings auch gut, dass sie nicht jedem einen Kredit geben, weil es einige schlichtweg überfordern würde, die Raten regelmäßig zu erbringen. Letztendlich gehören die Sparkassen den Bürgern und die VR Banken den Genossenschaftlern. Beide möchten, dass nur an solvente Kreditnehmer Geld herausgegeben wird. Oder wollen Sie eine Zombiebank vor der Haustür? Davon haben wir wahrlich genug in Europa.

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21.07.2019, 21.03 Uhr
Paul | Müller13
Ja das ändert aber nichts an der Tatsache, daß ein Eigenheim erst dann MEIN Eigentum ist wenn ALLE SCHULDEN bezahlt sind. Und da das in der Regel wenigstens 20 Jahre sind bis die Schulden bezahlt sind frage ich nur mal so was wohl für die meisten Bürger das sinnvollere ist. Und es gibt auch nicht wenige Leute die auch mal den Wohnsitz wechseln wegen der Arbeit u.ä. Dingen. Und das dürfte nun wiederum mit einem verschuldeten Haus sehr schlecht funktionieren. Und wenn mir meine Wohnung nicht mehr gefällt dann such ich mir eine andere oder auch eine die billiger ist !

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21.07.2019, 22.20 Uhr
Kobold2 | Merkwürdige Rechnung
Während der Besitzer seine "Schulden" in Form von Raten abbezahlt zahlt der Mieter seine Miete
Die Raten sind in der Regel fix, die Miete steigt dem Zeitraum . Die Höhe ist nicht vorauszusehen und die fixen Ausgaben des Haushaltes weniger planbar.
Mit Erreichen der Rente sollte man die "Schulden" des Wohneigntums getilgt haben.
Die fixen Kosten sinken dann um den Betrag der Rate und die geringeren Einnahmen durch die Rente werden z.T. abgefedert. Der Mieter zahlt weiter, oder wird zum Umzug in eine kleinere Wohnung mit weiteren Einschränkungen gezwungen.
Beim nötigen Ortswechsel wird das Wohneigentum verkauft, oder vermietet und damit die Bank bedient.
Sollte in Alter ein Pflegeheim nötig sein, hat man mit dem Wohneigentum (Verkauf)
etwas Reserve.

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22.07.2019, 08.16 Uhr
Spätzlevernichter | Miete vs. Kauf:
Die einzigen Vorteile, die eine Mietwohnungen hat ist doch, dass man sie schnell wieder los wird und dass man sich um keinen tropfenden Wasserhahn kümmern muss.

Ansonsten sehe ich nur Nachteile im Vergleich mit Wohneigentum:

Der Mieter bezahlt jemanden anderen, damit er einen Platz zum Schlafen hat... Für einen überschaubaren Zeitraum ist das ja OK, aber auf Dauer? Den tropfenden Wasserhahn zahlt am Ende auch der Mieter...

Wohneigentum bekommt man frühestens nach zwei Jahren spekulationssteuerfrei wieder verkauft, wenn es selbst genutzt ist. Bei vermieteten Wohnungen bindet sich der Eigentümer 10 Jahre an die Immobilie. Sollte die Wohnung/das Haus beim Verkauf noch mit Schulden belastet sein, wird eine Vorfälligkeitsentschädigung bei der Bank fällig. Diese ist abhängig von der Zins entwicklung. Sind die Zinsen während der Kreditlaufzeit gefallen, wird es teuer. Natürlich ist es etwas aufwendiger eine Immobilie zu verkaufen als einen Mietvertrag zu kündigen, aber es ist zweifellos möglich... Um den Kobold zu korrigieren.

Gegenwärtig ist Kaufen häufig viel billiger als Mieten. Die Kreditzinsen (also das Geld, was tatsächlich weg ist) deutlich geringer als eine vergleichbare Miete (die ja auch weg ist). Die Kredittilgung entspricht in meinen Augen einer Sparrate... Mit der man jeden Monat ein Stückchen Eigentum erwirbt, welches - entsprechende Pflege vorausgesetzt - wertstabil oder gar im Wert steigend ist.

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22.07.2019, 16.12 Uhr
Mueller13 | @ Spätzle: das lässt sich nicht verallgemeinern
Weder das eine, noch das andere ist per se besser.
Die Preise haben sich in unseren Gefilden erst in den letzten Jahren nach oben bewegt und ob das nachhaltig ist, wird sich erst noch erweisen. Noch haben wir eine negative Bevölkerungsentwicklung mit entsprechenden Auswirkungen auf die Immobilienpreise.
Die Wohnung sollte zur persönlichen Situation passen.

Der Immomarkt ist mitunter etwas hartleibig und wenn man die gerade erst erworbene oder erbaute Immobilie mit einigen Verlust wieder veräußern muss, wird das mitunter ein ordentliches Loch in der Kasse hinterlassen. Bei einer Immobilie können da schnell mal 30-40tausend Euro Verlust anfallen. Wenn man nicht absehbar die nächsten 15-20 Jahre an diesem Ort verbleibt, ist "mieten" die bessere Alternative.
Dazu warne ich vor der Verallgemeinerung Miete = Abzahlung eines Kredits. Die Kosten für eine Eigenheim sind um einiges höher als die Miete für ein identisches Objekt. Dazu kommt, dass man dieser Tage für Reparaturen selbst ein guter Handwerker sein sollte oder aber über die entsprechend tiefen Taschen (und Geduld) verfügen sollte.

Zitat Spätzle: "Gegenwärtig ist Kaufen häufig viel billiger als Mieten. "
-> Das mag hin- und wieder der Fall sein. Eine Verallgemeinerung ist der finanzielle Ruin. Wir haben seit 10 Jahren einen überdurchschnittlichen Immobilienmarkt - aber speziell in unserer Region wäre ich vorsichtig mit Ihrer Aussage. Aber Sie leben ja auch im Schwabenland, das trübt vielleicht etwas die Sicht.

Ein befreundeter Immobilienfinanzierer hat mir mal gesteckt, dass bei 90% aller Finanzierungen Probleme auftreten (das Paar trennt sich, Raten können nicht gezahlt werden, es muss nachfinanziert werden). Insofern: frohes Gelingen...

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22.07.2019, 21.14 Uhr
Kobold2 | Vielleicht
macht ihr befreundeter Immobilienfinanzierer auch zu 90% unsichere Abschlüsse ;)

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22.07.2019, 22.39 Uhr
Dogmen | Das Problem bei Immobilienkauf sind - Immobilienfinazierer
Ich würde auf 99 Prozent tippen Kobold.;) Die rechnen das so lange schön, bis alles passt. Getreu, etwas abgewandelt, Johann Tetzel: "Wenn die Finanzierung gut klingt, die Provision in den eigenen Beutel springt."

Spätzlevernichter und Kobold haben absolut recht. So günstig war "Geld" noch nie und wer was Eigenes möchte, soll das jetzt tun. Bei Miete verdient immer der Vermieter mit, dass hat der Mueller nur noch nicht richtig verstanden, oder er vermietet selbst, so wie ich.:) Kein normaler Mensch vermietet eine normale Immobilie ohne positive Einkünfte.

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22.07.2019, 23.45 Uhr
Spätzlevernichter | @Müller13... Ich denke, wir beide...
... wissen wovon wir da reden. Natürlich kann der Markt auch mal gegen einen laufen. Bei den wahnsinnspreisen an manchen Orten ist das sogar sehr wahrsteinlich. Ohne Eigenkapital geht es nicht... Und handwerkliches Geschick ist in jedem Fall von Vorteil.

Mehr Eigentum bedeutet allerdings auch mehr Selbstbestimmung.. Mal die oben genannten Immobiliensklaven außen vor. Soweit darf es nicht kommen, dass man nur noch für das haus/die Wohnung arbeiten geht.... Leider ist das jedoch oft genug der Fall. Zum Glück gibt es immer strengere Vergaberichtlinien für Immobilienkredite (u. a. DelVO).. Die genau das verhindern sollen.

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23.07.2019, 10.30 Uhr
Andreas Dittmar | Restrisiko Eigenheim
Eigenkapital muss erst mal aufgebaut werden, wenn man es nicht erbt oder im Lotto gewinnt. Bei den heute üblichen Sparzinsen lohnt es sich kaum noch das Geld auf der Bank zu bunkern. Dort verliert es eher an Wert. Wer henug Geld übrig hat und weis was er tut, wird vielleicht auch in riskante Anlagen investieren. Das kommt aber für den Normalverbraucher leider nicht infrage.
Der sieht die niedrigen Kreditzinsen und finanziert gleich die Gesamtsumme. Gerne sehen die Banken auch zwei Kreditnehmer und schon passiert das, was Müller 13 schreibt. Geht die Beziehung kaputt, muss die Bank weiter bedient werden. Dümmstenfalls geht das Haus in einer Zwangsversteigerung in der zweiten Runde weit unter Wert weg.
Was viele vergessen oder verdrängen : Auch bei einem Eigenheim fallen laufende Betriebskosten an. Bei einer gebrauchten Immobilie kann man teure Überraschungen erleben. Kosten für Eigengenutzten Wohnraum können kaum steuerlich abgesetzt werden.
Wer Immobilien anschafft, um diese selbst zu vermieten, muss die Mieteinnahmen versteuern, kann aber dafür auch die Kosten steuerlich absetzen. Aus meiner Sicht eine gute Alternative zum klassischen Sparen. Hier "zahlt" das Finanzamt auch die Kreditzinsen.

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23.07.2019, 12.24 Uhr
Spätzlevernichter | @Herr Dittmar.....
... Was bitte ist schon ohne Risiko? Gerade in zinslosen Zeiten ist profitable Geldanlageimmer mit Risiken verbunden. Wer heiratet, geht das Risiko ein, dass die Ehe zerbricht, wer geboren wird, trägt automatisch das Risiko zu sterben. Wer ein Haus/Wohnung kauft geht das Risiko ein es/sie wieder zu verlieren, Mietnomaden oder Messies aufzusitzen... Man kann versuchen, Risiken zu begrenzen, ausschließen kann man sie nicht.

Wer immer Angst davor hat Risiken einzugehen, wird in aller Regel nicht weit kommen.

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23.07.2019, 12.46 Uhr
Kobold2 | Bei manchen
ist das Glas halt immer halb leer......
Herr Dittmer, was ist nach ihrer Sicht ein Normalverbraucher?
Ich komme mir gerade vor, zur Oberschicht zugehören...
Das ist aber definitiv nicht der Fall!
Wir haben auch weder geerbt, noch Lotto gespielt. Sonst hätte das Geld wohl auch nicht gelangt.
In unserer Einkommensregion gibt es reichlich Hausbesitzer.

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23.07.2019, 16.55 Uhr
Andreas Dittmar | Ohne Risiko geht es natürlich nicht
Es war so gemeint @Kobold2: Riskante Geldanlagen kommen für den Normalverbraucher nicht infrage. Konkret solche, wo man einen hohen Anteil seiner Einkünfte bzw. seines Vermögens investieren muss und am Ende oder gar schon vor Ablauf der Totalverlust stehen kann.
Eigenheimfinanzierung zähle ich natürlich nicht zu dieser Kategorie.

@Spätzlevernichter, mögliche Mietnomaden sind zwar auch ein Risiko aber es gibt auch prozessierfreudige Nachbarn. Das sollte man nicht überbewerten.

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