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Di, 13:03 Uhr
20.08.2019

Violinkonzert im Friederikenschlösschen

Der Violinist Florian Sonnleitner, langjähriger Erster Konzertmeister im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, spielt auf Einladung des Ortskuratoriums Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) ein Benefizkonzert am Sonntag, den 1. September um 15.30 Uhr im Friedrikenschlössschen in der Kurpromenade 5 in Bad Langensalza.



Auf dem Programm stehen die „12 Fantasien für Violine ohne Bass“ von Georg Philipp Telemann, die Suite Nr. 3 B-Dur für Violine solo von Johann Paul Westhoff und die Suite Es-Dur BWV 1010 für Violoncello solo sowie die Sonata I g-moll in der dorischen Kirchentonart BWV 1001 für Violine solo von Johann Sebastian Bach. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, um Spenden für die Arbeit der DSD wird gebeten.

Georg Philipp Telemann hat in seinem Schaffen das Gebiet
der Kammermusik ohne Generalbass besonders gepflegt. Bei den „Zwölf Fantasien für Violine ohne Baß“ aus dem Jahr 1735 werden Elemente der Sonate, des Konzerts oder der Suite aufgegriffen und kontrastreich einander gegenübergestellt. Westhoffs Suiten folgen allesamt dem Grundschema Allemande Courante Sarabande Gigue und verzichten völlig auf die im süddeutschen Raum so beliebte lautmalerische Programmatik. Dementsprechend gibt es auch keine Scordatur. Die Suiten für Violoncello BWV 1007-1012 zeichnen sich durch einen stetig zunehmenden, experimentellen Charakter aus. Zum Ausgleich bewahrt Bach in jeder Suite die strukturelle Einheitlichkeit der gängigen Tanzsätze. Eine Realisation auf einer Viola muss die Tonlage um eine Oktave anheben, erlaubt aber instrumentaltechnisch und tonartenpsychologisch den Intentionen des Komponisten genau zu folgen. Bachs erste Sonate in g-moll wird dagegen mit einem von italienischem Melodiepathos geprägten Adagio eröffnet. Reiches Figurenwerk in weiträumiger Taktordnung gibt der Phantasie des Hörers Raum.

Der in München geborene Florian Sonnleitner erhielt bereits in früher Jugend Violinunterricht und begann sein Studium 1971 an der Hochschule für Musik in München. Von 1977 bis 2018 gehörte er zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, 30 Jahre als dessen erster Konzertmeister. Sonnleitner war künstlerischer Leiter und Konzertmeister des Kammerorchesters „Bach Collegium München“ und Primarius der Ensembles „Concertino München“ und „Cuvilliès-Streichquartett“. Im Rahmen seines Engagements für den Denkmalschutz hat er bundesweit über 70 Benefizkonzerte in Zusammenarbeit mit der DSD und ihren Ortskuratorien veranstaltet.
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