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Do, 13:16 Uhr
07.11.2019
36. Nordhäuser Jazzfest

Zeit für den Rabazz!

Am Samstag, den 16. November findet die große Abschlussveranstaltung des 36. Nordhäuser Jazzfestes im Theater Nordhausen statt. Zum diesjährigen JazzRabazz spielen zwei junge, moderne Jazzbands auf der Hauptbühne...

Den Abend eröffnet als „begabtes Kind“ Magdalene Uhl am Cello. Anschließend stehen KINGA GŁYK und ihre BAND auf der Bühne. Wenn es Schlagzeilen in der Jazzszene der letzten 24 Monate gab, dann hat sie diese junge Frau aus Polen gemacht – Kinga Glyk. Da kam eine gerade mal 20-Jährige aus unserem Nachbarland und sorgte – wie keine Jazzmusikerin vor ihr - mit unvorstellbaren Klickzahlen ihres „Tears in Heaven“ -Videos für Furore.

Im Anschluss daran war sie fast ununterbrochen auf Tournee – spielte kleine Clubs und große Festivals. Es gab praktisch kein Programmheft, das sie nicht mit ihrem Konterfei als Titelbild schmückte, selbst bei der Philharmonie Köln. Innerhalb kürzester Zeit berichteten viele TV Stationen über Kinga, die Magazine wollten ihre Story, Fachblätter rissen sich um sie und so erreichte sie einen enormen Bekanntheitsgrad. Sie wurde vom Liebling der Sozialen Medien zum wahren Konzertpublikumsliebling.


Diese bildhübsche junge Frau katapultiert mit ihrer frischen, unverbrauchten Art und geballten Jugendpower den Jazz in eine neue Umlaufbahn. Auf Facebook, Snapchat und Instagram hält sie Kontakt zu ihren Fans und bringt auch jungen Menschen ihre Lieblingsmusik – Töne jenseits der Musikindustrie-Puscherei – näher. Und auch wenn ihr Start in die Musikkarriere kometenhaft von statten ging, hört man doch im Spiel von Kinga, dass ihr ganzes Leben – im Schoss einer hochmusikalischen Familie – durch die Musik geprägt wurde. „Als ich ein kleines Mädchen war, habe ich immer so getan, als wäre ich selbst eine Bassistin, und ich wusste immer, dass ich Bass spielen wollte.

Für mich ist es das beste Instrument der Welt“. Und was für einen wunderbaren Weg ist sie gegangen, um sich diesen Traum zu erfüllen. Sie wurde nicht von einem Großmeister des Jazz als hübsche Side-Woman auf Tour geschleppt, sondern hat ihre Karriere völlig allein – im Schneidersitz auf dem Boden sitzend und mit dem traurigen Megahit von Eric Clapton – vor der Kamera interpretiert. Und nur kurze Zeit später füllt sie Konzertplätze mit ihrem eigenen Namen. Kein Wunder also, dass ihre erste CD bei einer Schallplatten Major Company „Dream“ hieß. Und es sieht so aus, als ob die Erfolgsstory weitergeht, jetzt erscheint bei Warner Music ihr CD „Feelings“ mit brandneuer Musik getränkt von Blues, Funk, Soul und Jazz und in einer neuen Besetzung. Auch auf Tour wird sie ein völlig neues Line-Up präsentieren. Und auf der Bühne ist es dann Zeit, große Gefühle zu zeigen.

Nach einer Pause ab ca. 21 Uhr heißt es „Das ist HEISS. Das ist GUT. Das ist WOW!“ DONNY MCCASLIN & Band betreten dann die Bühne. Man muss sich vorstellen, Weather Report oder mindestens das Zawinul Syndicate weilten noch unter uns und hätten sich über all die Jahre zu dem entwickelt, was es hier zu hören gibt.

Kurz bevor David Bowie im Januar 2016 starb veröffentlichte er sein letztes Album Blackstar. Während das Album zum einen das Ende des legendären Künstlers repräsentiert, stellt es zum anderen einen Neuanfang für den Jazz-Musiker Donny McCaslin dar, der mit seinem Saxophon die visionäre Fusion verschiedener Musikstile mitbeeinflusste.

Jetzt, zweieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung von Blackstar, kommt McCaslin mit einem neuen Album, Blow., zurück, auf dem Bowies Einfluss und McCaslins künstlerische Entwicklung ganz klar zu hören sind.

McCaslin wiederholt immer wieder eine bestimmte Phrase: „neues Territorium“. Zusammen mit seinen Bandkollegen bringt er seine Musik zu Orten, die bis vor ein paar Jahren unerreichbar schienen. Und Blow. ist nicht das Ende. „Die Liveshow entwickelt sich immer weiter“, sagt McCaslin voller Vorfreude darauf sein neues Material mit Zuschauern auf der ganzen Welt zu teilen. „Sie wird sich weiterhin entwickeln und wir haben eine bestimmte Vision in welche Richtung es gehen soll. Es wird sich sehr davon unterscheiden wie es zuvor war.“

Danach ab ca. 22.30 Uhr geht es bis in den Morgen wie gewohnt weiter mit acht Bands, welche in den unterschiedlichsten Richtungen des Jazz & Blues unterwegs sind.

Dies sind HOT STRING CLUB, TONI & THE HOLY ROLLERS, TOMMIE HARRIS SOULTRAIN, SWEDISH SOUNDS TO DRESDEN, MR. SKULL, COTTON MEN BLUES BAND, ONE NIGHTERS und MARTY HALL (CANADA).

Einlass ist 18 Uhr! Noch gibt es Karten an der Theaterkasse! Für Speis (auch Fettbrot mit Gürkchen) und Trank ist bestens gesorgt.

www.jazzclub-nordhausen.de
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