Fr, 07:30 Uhr
29.11.2019
Lesermeinungen
Wir haben nur die eine Erde
Krise auf der Wiese – wer ist schuld am Insektensterben? - Unter diesem Motto gab es kürzlich in Erfurt mit prominente Diskussionspartner, Vertreter des Umweltministeriums, des Industrie-Agrar-Verbandes, der Kleingärtner, Imker, Insektenforscher und Naturschützer eine Diskussionsrunde. Wilhelm Roth aus Heiligenstadt schreibt dazu:.....
Dem Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes, Klaus Wegner, begegnete eine Vielzahl von Argumenten zum Insektensterben.
Schuldzuweisungen, die sich aus den globalen Entwicklungen der Agrarwirtschaft ergeben, müssen grundsätzlich von der Politik unter Mitverantwortung der Gesellschaft mit ökologischen und ökonomischen Zielen umgesetzt werden.
Kräuterwiesen sind längst gepflügt und mit ertragsreichen Grassorten bei vier- bis fünfmaliger Mahd und der Güllebelastung vieler Orte umgewandelt worden. Zudem werden Feldraine, Graben-, Wald- und Straßenränder als vielseitige Lebensadern der Offenlandschaft mit dem Mulchgerät zertrümmert.
Wieviel Mitleid oder Zorn (!) kann man als Naturschützer empfinden, wenn im Weizenfeld der Mähdrescher brennt und andererseits die Insekten- und Kräutervielfalt durch egoistisches, rücksichtsloses Handeln verloren geht.
Diese Feldrainhygiene wird vom Ministerium, dem Referat für Agrarökologie, als phytoparasitäre Begründung zur Bekämpfung von Unkräutern, Krankheitsbefall der Ackerkulturen, der invasionsmäßigen Mäuseplage sowie zur Rettung der Welternährung als Direktive für die Agrarbetriebe ausgewiesen.
Die Fraktionsvorsitzenden von sechs Parteien im Eichsfeld wurden von mir ersucht, meine Initiative im Internetangebot zu dieser Naturschutzwidrigkeit in ihr parteiliches Handeln aufzunehmen; bis auf die ÖDP leider ohne Dialog.
Mein Protest gegen einen Eichsfelder Agrarbetrieb zum oben benannten Anliegen führte im Juni 2017 zu einer polizeilichen Anzeige. Nach 5 ½ Stunden örtlicher Bestandsaufnahme und deren Dokumentation mit dem Umweltkommissar wurde die Akte ohne Protokollvergabe zur weiteren behördlichen Beurteilung eingestapelt – ein Hoffnungsschimmer?
Von der Mühlhäuser Staatsanwältin bekam ich im Januar 2019 eine Ablehnung des Verfahrens mit der Begründung, dass die untere Naturschutz- und Agrarbehörde sowie das Wasserwirtschaftsamt keine Naturverstöße erkennen konnten. Ein Urteil aus Aktenlage, begleitet mit einem Lob zur Handlung meines Gewissens.
Die Klimaaktivistin Greta Thunberg erhielt durch ihre Erkenntnisse und ihren Mut zur Friday for Future – Bewegung ihre höchste Würdigung, begleitet von 23.000 Wissenschaftlern. Protest mit mangelnder Bildung sollte kein Ziel sein, denn Wissen ist auch Macht zum Schutz der Erde. Mögen die Schüler ihren Idealen treu bleiben und ihre Proteststraßen stets ordentlich verlassen. Für Greta Thunberg bleibt zu hoffen, dass die Last auf ihren Schultern stets von Gleichgesinnten mitgetragen wird!
Auch Karl Marx hat mit seinem Appell an die Welt verkündet: Proletarier aller Länder – und Millionen Schüler aus 120 Nationen – vereinigt Euch!
Die Uhr der Zukunft steht auf fünf vor zwölf! Neben dem Klimawandel ist die Entsorgung von Atommüll, die zunehmende Weltraumverschrottung, die Meeresbelastung durch Plastikströme anderer Kontinente sowie durch die unfassbare Kriegsbombenmunition an den Europäischen Küsten völlig ungelöst.
Der Kauf des Chemiekonzerns Monsanto durch Bayer bezeugt die Ohnmacht der Politik bezüglich des Schutzes des Lebens auf allen Kontinenten. Erstmals wurde in einer Protestbewegung nach einem amerikanischen Urteil einem an Krebs erkrankten Bürger 71 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen.
Längst bekannt ist eine Dokumentation über das Leiden eines indigenen Volkes mit unzähligen Todesfällen, die ein Arzt ohne Anklageerfolg belegt. Im Wirtschaftsraum des Konzerns werden riesige Maisfelder mit dem Flugzeug besprüht, mit zwangsläufigem Vertreiben bäuerlichen Eigentums, ohne Gerechtigkeit.
Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes Klaus Wegner trägt mit dem Glyphosat-Problem eine schwere Last. Eine Gesetzgebung für die Agrarbetriebe zum Schutz und zur Pflege der Feldraine sollte für ihn eine fachliche sowie eine ehrbare Entscheidung sein!
Naturschutz hat viele Gesichter zur Rettung der Mutter Erde mit der Vielfalt des Lebens in und auf der Muttererde.
Wilhelm Roth
Autor: ikDem Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes, Klaus Wegner, begegnete eine Vielzahl von Argumenten zum Insektensterben.
Schuldzuweisungen, die sich aus den globalen Entwicklungen der Agrarwirtschaft ergeben, müssen grundsätzlich von der Politik unter Mitverantwortung der Gesellschaft mit ökologischen und ökonomischen Zielen umgesetzt werden.
Kräuterwiesen sind längst gepflügt und mit ertragsreichen Grassorten bei vier- bis fünfmaliger Mahd und der Güllebelastung vieler Orte umgewandelt worden. Zudem werden Feldraine, Graben-, Wald- und Straßenränder als vielseitige Lebensadern der Offenlandschaft mit dem Mulchgerät zertrümmert.
Wieviel Mitleid oder Zorn (!) kann man als Naturschützer empfinden, wenn im Weizenfeld der Mähdrescher brennt und andererseits die Insekten- und Kräutervielfalt durch egoistisches, rücksichtsloses Handeln verloren geht.
Diese Feldrainhygiene wird vom Ministerium, dem Referat für Agrarökologie, als phytoparasitäre Begründung zur Bekämpfung von Unkräutern, Krankheitsbefall der Ackerkulturen, der invasionsmäßigen Mäuseplage sowie zur Rettung der Welternährung als Direktive für die Agrarbetriebe ausgewiesen.
Die Fraktionsvorsitzenden von sechs Parteien im Eichsfeld wurden von mir ersucht, meine Initiative im Internetangebot zu dieser Naturschutzwidrigkeit in ihr parteiliches Handeln aufzunehmen; bis auf die ÖDP leider ohne Dialog.
Mein Protest gegen einen Eichsfelder Agrarbetrieb zum oben benannten Anliegen führte im Juni 2017 zu einer polizeilichen Anzeige. Nach 5 ½ Stunden örtlicher Bestandsaufnahme und deren Dokumentation mit dem Umweltkommissar wurde die Akte ohne Protokollvergabe zur weiteren behördlichen Beurteilung eingestapelt – ein Hoffnungsschimmer?
Von der Mühlhäuser Staatsanwältin bekam ich im Januar 2019 eine Ablehnung des Verfahrens mit der Begründung, dass die untere Naturschutz- und Agrarbehörde sowie das Wasserwirtschaftsamt keine Naturverstöße erkennen konnten. Ein Urteil aus Aktenlage, begleitet mit einem Lob zur Handlung meines Gewissens.
Die Klimaaktivistin Greta Thunberg erhielt durch ihre Erkenntnisse und ihren Mut zur Friday for Future – Bewegung ihre höchste Würdigung, begleitet von 23.000 Wissenschaftlern. Protest mit mangelnder Bildung sollte kein Ziel sein, denn Wissen ist auch Macht zum Schutz der Erde. Mögen die Schüler ihren Idealen treu bleiben und ihre Proteststraßen stets ordentlich verlassen. Für Greta Thunberg bleibt zu hoffen, dass die Last auf ihren Schultern stets von Gleichgesinnten mitgetragen wird!
Auch Karl Marx hat mit seinem Appell an die Welt verkündet: Proletarier aller Länder – und Millionen Schüler aus 120 Nationen – vereinigt Euch!
Die Uhr der Zukunft steht auf fünf vor zwölf! Neben dem Klimawandel ist die Entsorgung von Atommüll, die zunehmende Weltraumverschrottung, die Meeresbelastung durch Plastikströme anderer Kontinente sowie durch die unfassbare Kriegsbombenmunition an den Europäischen Küsten völlig ungelöst.
Der Kauf des Chemiekonzerns Monsanto durch Bayer bezeugt die Ohnmacht der Politik bezüglich des Schutzes des Lebens auf allen Kontinenten. Erstmals wurde in einer Protestbewegung nach einem amerikanischen Urteil einem an Krebs erkrankten Bürger 71 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen.
Längst bekannt ist eine Dokumentation über das Leiden eines indigenen Volkes mit unzähligen Todesfällen, die ein Arzt ohne Anklageerfolg belegt. Im Wirtschaftsraum des Konzerns werden riesige Maisfelder mit dem Flugzeug besprüht, mit zwangsläufigem Vertreiben bäuerlichen Eigentums, ohne Gerechtigkeit.
Der Präsident des Thüringer Bauernverbandes Klaus Wegner trägt mit dem Glyphosat-Problem eine schwere Last. Eine Gesetzgebung für die Agrarbetriebe zum Schutz und zur Pflege der Feldraine sollte für ihn eine fachliche sowie eine ehrbare Entscheidung sein!
Naturschutz hat viele Gesichter zur Rettung der Mutter Erde mit der Vielfalt des Lebens in und auf der Muttererde.
Wilhelm Roth