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Fr, 11:53 Uhr
11.09.2020
Sicherheit am Arbeitsplatz -

Drei wichtige Anforderungen

Die Sicherheit am Arbeitsplatz zählt zu den wichtigsten Pflichten, die ein Arbeitgeber zu erfüllen hat. Umso wichtiger erscheint es, einen genauen Blick auf dieses sensible Thema zu werfen. Wir nehmen in diesem Artikel die wichtigsten Punkte unter die Lupe, die für die praktische Umsetzung der Sicherheit am Arbeitsplatz von Bedeutung sind.

Arbeitsplatz (Symbolbild) (Foto: duchnprz auf Pixabay ) Arbeitsplatz (Symbolbild) (Foto: duchnprz auf Pixabay )
Ergonomie im Fokus
Die Zahl der gesundheitsgefährdenden Arbeitsplätze hat sich in Deutschland im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verringert. Dies ist nicht nur das Verdienst der differenzierten Vorschriften, die heute befolgt werden müssen. Darüber hinaus verlagerten sich viele Arbeiten in den tertiären Sektor der Dienstleistungen. Der Fokus liegt auf Bürojobs, die per se nicht mit vielen körperlichen Gefahren der täglichen Arbeit in Kontakt kommen.

Auf der anderen Seite kann auch die lange Arbeit am Schreibtisch zu gesundheitlichen Gefahren anderer Art führen. Arbeitgeber müssen aus diesem Grund in eigenem Interesse verstärkt auf die Ergonomie des angebotenen Arbeitsplatzes achten. Diese ist entscheidend, um die typischen Probleme im Bereich von Schultern und Nacken zu vermeiden. Hierbei handelt es sich nicht nur um die pflichtgemäße Erfüllung der Vorschriften. Darüber hinaus kann die Zahl der Krankheitstage in der Belegschaft mithilfe einfacher Maßnahmen leicht verringert werden. Auf diese Weise hat die Prävention auch langfristige positive Effekte, die auf beiden Seiten deutlich zu vernehmen sind.
Sicherheit der elektrischen Geräte
Besonders streng muss der Gesetzgeber auf den sicheren Umgang mit elektrischen Geräten achten, der in der DGUV Vorschrift 3 geregelt ist. Die DGUV 3 stellt sicher, dass elektrische Geräte und Anlagen in einem einwandfreien Zustand sind, sobald sie in Betrieb genommen werden. Auch die fachgerechte Aufstellung der Gerätschaften ist in der DGUV V3 geregelt, damit keine Gefahr für Mitarbeiter im direkten Umfeld existieren.

Für jeden Unternehmer ist deshalb eine regelmäßige DGUV 3 Prüfung gesetzlich bindend. Diese kann nur von einer ausgebildeten Elektrofachkraft durchgeführt werden. Viele Unternehmen setzen deshalb auf speziell geschulte Mitarbeiter, welche diese Aufgabe übernehmen können. Sollte dies aufgrund der vorhandenen Qualifikationen in der Belegschaft nicht möglich sein, so muss eine Elektrofachfirma für die DGUV V3 Prüfung hinzugezogen werden.

Die Vorteile jener gesetzlichen Regelung liegen auf der Hand. Betriebsunfälle mit Strom enden mitunter tödlich, lassen sich jedoch durch eine genaue Prüfung vermeiden. Auch aus der Sicht von Unternehmern handelt es sich bei dieser Verordnung nicht um eine zusätzliche Belastung, wie gerne zunächst vermutet wird. Stattdessen bietet die Prüfung eine konsequente Absicherung vor den hohen Kosten, die mit einem Betriebsunfall verbunden sein können.
Praktische Umsetzung für Arbeitgeber
Doch wie können Arbeitgeber auch in der Region sicherstellen, dass alle wichtigen Auflagen in ihrer Firma eingehalten werden. Dies gilt auch für mögliche psychische Belastungen. Zu diesem Zweck ist es zunächst wichtig, sich über die geltenden Vorschriften in Kenntnis zu setzen. Je nach Branche kann die Gefährdungsbeurteilung dabei ganz unterschiedlich ausfallen. An diese objektive Analyse anschließend sind Arbeitgeber dann selbst in der Pflicht, für die notwendige Sicherheit zu sorgen.

Neben diesen Schritten der Absicherung besteht auch die Verpflichtung zum gezielten Informieren. Die Mitarbeiter müssen bei jedem Arbeitsplatz erneut unterwiesen und über die möglichen Gefahren am Arbeitsplatz aufgeklärt werden. Diese wird mithilfe des sogenannten Unterweisungsbogens durchgeführt, der die Dokumentation aller Schritte sicherstellt und damit zusätzliche rechtliche Sicherheit bietet.
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