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Sa, 09:12 Uhr
16.01.2021
Chefarzt für Kardiologie Dr. med. Michael Unzicker

Neue Aufgaben für das Eichsfeld-Klinikum

Dr. med. Michael Unzicker ist seit Anfang des Jahres der neue Chefarzt der Kardiologie im Eichsfeld Klinikum. Er folgt damit unmittelbar Dr. med. Michael Didié, der seit Sommer 2020 die Kardiologie kommissarisch leitete...

Der in Hessen geborene Mediziner studierte an der Technischen Universität München und an der Universität des Saarlandes in Homburg. In seiner letzten Anstellung als Leitender Oberarzt in Schweinfurt hatte er die Leitung des Herzkathederlabors: Eingriffe an Herzkranzgefäßen bei Verengungen sowie Eröffnungen von verstopften Gefäßen bei Herzinfarkten gehörten ebenso zu seinem Alltag wie die Behandlungen von strukturellen Herzerkrankungen mit schonenden Methoden, Kathetertechniken und Elektrophysiologie.  

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Der 41-jährige zweifache Familienvater erweiterte seine kardiologische und internistische Expertise in den vergangenen Jahren stetig und war dabei in Häusern unterschiedlichster Größe tätig – sowohl bei Regel-, Spezial- und Maximalversorgern als auch Universitätskliniken.   „Mehrere Jahre habe ich in Kassel gelebt und am Klinikum gearbeitet. Das Eichsfeld kenne ich aus dieser Zeit ein wenig und haben die schöne Verbindung zwischen städtischem Leben und Natur schätzen gelernt. Aus dieser Zeit ist mir auch das Eichsfeld Klinikum bekannt. Als die Frage nach einem Auf- und Ausbau kam, war es für mich klar, dass ich hier in der Region einen positiven Beitrag leisten und vor allem meine Erfahrungen einbringen möchte.“, so der neue Chefarzt zu seiner neuen Aufgabe. Unzicker betont: „Ich freue mich auf die Gestaltungsmöglichkeiten.“ Gemeinsam mit seinem Team will er das enorme Potenzial heben.

Das Eichsfeld Klinikum ist in der Notfallversorgung der Region fest etabliert und daher gehört eine stabile kardiologische Struktur einfach dazu. Konkret bedeutet dies zum Beispiel, dass am Standort Heiligenstadt die Notfallversorgung und Kardiologie ausgebaut und das Herzkatheter-Labor mit einer 24 Stunden / 7 Tage-Bereitschaft funktionsfähig gemacht werden soll. Durch die enge Verzahnung der Notaufnahme mit dem Herzkatheterlabor und der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Schmerzmedizin im Eichsfeld Klinikum ist eine bestmögliche Behandlung zum Beispiel des akuten Herzinfarktes garantiert.

Der neue Chefarzt trifft dabei auf ein Team engagierter Ärzte und Pflegekräfte, das ihm bereits jetzt zur Verfügung steht und derzeit auch noch weiter zusammengestellt wird.

Zeitgleich zum Neustart des Chefarztes laufen die Arbeiten für umfangreiche Modernisierungen im Klinikum, Haus St. Vincenz Heiligenstadt, auf Hochtouren. Im Rahmen des Bestandsgebäudes erfolgt der Umbau des bisherigen Ambulanten OPs zum neuen Herzkatheter-Labor. Das Eichsfeld Klinikum investiert in diese Baumaßnahmen, die die Versorgung der Patienten weiter optimieren und vor allem auch komfortabler gestalten sollen, rund 2,7 Millionen Euro. Durch die Landesregierung werden für die Baumaßnahmen voraussichtlich fast eine Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt: ein deutliches Zeichen für die Stärkung der wohnortnahen stationären Versorgung in Nordthüringen.

Dr. med. Michael Unzicker führt aus: „Bei der Versorgung der Patienten lege ich großen Wert auf Patientensicherheit und auf moderne und leitlinienorientierte Behandlung. Zusammen im Netz bestehend aus der nahen Universitätsklinik in Göttingen sowie durch direkte Kommunikation mit der ambulanten Betreuung bei den niedergelassenen Haus- und Fachärzten wird die Patientenversorgung deutlich verbessert werden“.

Die nächsten Schritte sind für den Kardiologen klar: Zunächst wird die Basisversorgung in der Region gewährleistet, parallel das neue Herzkatheter-Labor geplant und aufgebaut. Das bestehende Team will der Chefarzt erweitern und fit machen –Zusammenspiel und Methodik sind ihm dabei wichtig.

Der Ärztliche Direktor, Dr. med. Uwe Schotte fasst den Anspruch an das eigene Klinikum zusammen: „Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir allen Menschen in der Region eine umfassende, wohnortnahe Versorgung rund um die Uhr gewährleisten - egal ob Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz (Herzschwäche).“
Und bei diesem Stichwort ist beiden Medizinern noch etwas besonders wichtig: Angesichts der derzeit hohen Zahl an Coronavirus-Infektionen befürchten Notfallmediziner und Herzspezialisten, dass Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt und anderen notfallartigen Symptomen von den Kliniken fernbleiben könnten. Schotte und Unzicker appellieren deshalb an Herzpatienten und Menschen mit Vorbelastung für Herzinfarkt und andere Herzkrankheiten, bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort den Notruf 112 abzusetzen. „Der Notarzt ist hier so wichtig, weil der Herzinfarkt jederzeit in Herzkammerflimmern übergehen und der Patient in wenigen Minuten am plötzlichen Herztod versterben kann. Ebenso kann durch den Infarkt ein größerer Teil des Herzmuskels irreparabel zerstört werden und der Patient entwickelt dadurch akut oder auch langfristig eine Herzschwäche“, betont Unzicker. „Beim Herzinfarkt zählt deshalb jede Minute nach dem Prinzip: Zeit ist Herzmuskel.“

Dr. med. Michael Unzicker ist Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie und besitzt die Zusatzqualifikation interventionelle Kardiologie (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - DGK), Herzinsuffizienz (DGK) sowie den Master of Health Business Administration (MHBA).
Vor seinem Wechsel an das Eichsfeld Klinikum war er Leitender Oberarzt der Kardiologie in Schweinfurt, davor in Lohr am Main und mehrere Jahre am Klinikum in Kassel als Oberarzt für Innere Medizin und Kardiologie. Dr. med. Michael Unzicker war daneben an Universitäten in den USA, England und Deutschland wissenschaftlich und in der studentischen Ausbildung tätig.
Seine Schwerpunkte sind die Behandlung der koronaren Herzkrankheiten (KHK), Herzrhythmusstörungen und der Herzschwäche.
Autor: red

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