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Di, 18:00 Uhr
29.06.2021
Motorsportclub Heilbad Heiligenstadt

Corona schränkt das Clubleben ein

Zur Sonnenwende im Juni, so war es seit den neunziger Jahren Tradition, kam Unruhe in den Heiligenstädter Stadtwald. Reifenstapel in den Kurven kündigten an, dass das Ibergrennen bevorstand. Werbetafeln und der Aufbau der Zuschauertribüne am Startpunkt vollendeten das Werk. Wenn die Rennteams mit ihren bunten Autos ihr Quartier im Terrain des Holzweges aufschlugen, hielt es viele Neugierige kaum noch zu Hause. Sie wagten einen Blick ins Fahrerlager und verfolgten, was sich dort tat.
Das „silberne“ Rennen sollte stattfinden. Bereits im Januar vorigen Jahres verkündete der Sportleiter, dass 3.000 Trinkbecher mit dem Aufdruck zum 25. Rennen bereit stünden. Ende Juni 2021 warten sie immer noch in den Kartons auf ihre Verwendung.

Schweren Herzens musste das Organisationsteam unter der Führung des Heiligenstädters Sascha Herz verkünden, dass im zweiten Jahr in Folge aufgrund der Pandemie kein Bergrennen stattfinden kann. Das Clubleben hat unter der Isolation gelitten. Videoschaltungen am Donnerstagabend konnten ein wenig zum Informationsaustausch beitragen. Es konnten Bilder vermittelt werden und wir konnten reden. So mancher brachte seinen eigenen Eierlikör mit und man prostete sich am Bildschirm mit einem dreifachen „Start frei!“ für die Geburtskinder des Monats zu. Mehr ging leider nicht.

Am Samstagabend, zum eigentlichen Rennwochenende, sollte doch noch Stimmung aufkommen. Auch wenn kein Benzingeruch in der Luft lag und kein Fahrerlager das Stadtleben bereicherte, ergriffen die Mitglieder vom Motorsportclub Heilbad Heiligenstadt doch die Gelegenheit, sich im Biergarten des „Treffpunkt Alex“ einige schöne Stunden mit den Erinnerungen an die letzten Bergrennjahre zu machen. Es wurden sechs neue Mitglieder im Verein willkommen geheißen.
Emilia und Amy Thor, Laura Siebert und eine Legende des Bergrennsports, Günter Triebstein, empfingen ihre Urkunden aus den Händen des Vereinsvorsitzenden Rene Raub und dem Schatzmeister Stephan Scholle. Günter Triebstein ließ im Frühjahr seine hessische Heimat in Burghasungen bei Zierenberg hinter sich und siedelte nach Heilbad Heiligenstadt um.

Zweimal gab es eine kleine Finanzspritze für die clubeigenen Fahrer Sascha Herz und Lars Bröcker, der die „Euros“ nicht persönlich in seinen Händen halten konnte, dafür aber an diesem Wochenende beim 39. MSC Rennslalom des Motorsportsclubs Groß Dölln mit seinem BMW M2 in der Division II den Pokal des Siegers in Empfang nahm.
Autor: en

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