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Mi, 16:57 Uhr
28.09.2022
SPD-Fraktionschef Hey zum Bericht des Ostbeauftragten

Benachteiligung besteht nach wie vor

Kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit hat der Ostbeauftragte und Thüringer SPD-Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider heute seinen Bericht zum Stand der Deutschen Einheit vorgelegt. Daraus wird deutlich, auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es bei den Menschen im Osten und Westen des Landes Unterschiede, gerade bei ihrer Wahrnehmung und Zufriedenheit mit der Politik...

„Dass die Zahl jener Menschen, die angegeben haben, unzufrieden zu sein, im Osten deutlich höher ist als im Westen der Bundesrepublik, hat maßgeblich etwas mit den Arbeitsbedingungen und einer ausreichenden Versorgung zu tun. Da hilft es beispielsweise nicht, wenn sich große Unternehmen immer wieder entscheiden, ihre Standorte im Osten zu schließen. Dieses Beispiel zeigt, es braucht ein Zusammenspiel aus Politik und Wirtschaft, aber auch aller anderen Akteurinnen und Akteure, um den Zusammenhalt im ganzen Land zu stärken“, so der Thüringer SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hey.

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Mit Blick auf die Probleme, die die Menschen im Osten ganz aktuell umtreiben, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende:
„Wie wir alle mit der Krise umgehen und welche Hilfen Bund und Länder den Menschen bei drohender Energieknappheit und Kostensteigerungen an die Hand geben, wird auch entscheidend dafür sein, wie stark wir als Gesellschaft zusammenhalten werden. Wir hier in Thüringen sind zum Beispiel gerade mit unseren Koalitionspartnern und den Kollegen der CDU im Austausch darüber, wie das Sondervermögen, mit dem das Land schon einmal auf eine Krise reagiert hat, auch für die bevorstehende Energiekrise genutzt werden kann.“

Mit Blick auf den bevorstehenden Tag der Deutschen Einheit, zu dem die offiziellen Feierlichkeiten in diesem Jahr vom 1. bis 3. Oktober in Thüringen (Erfurt) stattfinden, ergänzt Matthias Hey: „Letztlich hat das Gefühl von Zufriedenheit auch etwas damit zu tun, ob man sich gegenüber seinen Mitmenschen aus dem Westen der Republik strukturell benachteiligt sieht. Und so lang es diese Benachteiligung nachweislich noch gibt, so lang muss Politik, Wirtschaft und Gesellschaft weiter an einer Angleichung Ost und West arbeiten. Ich bin Carsten Schneider dankbar, dass er als Ostbeauftragter seit einem Jahr sehr sichtbar dafür eintritt.“

Hintergrund:
Der neue Bericht des Ostbeauftragten nimmt einen Perspektivwechsel ein, indem er nicht mehr die in der Vergangenheit häufig am Vergleichsmaßstab West ausgemachten vermeintlichen Defizite des Ostens fokussiert, sondern durch individuelle Autorenbeiträge ein differenziertes und realistisches Bild vom heutigen Osten, seiner Mentalität und seiner Potenziale zeichnet. Außerdem präsentiert er die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung zu allgemeinen politischen Einstellungen und Haltungen sowie zu spezifischen Themen in Ost und West und gibt zudem einen Überblick über ausgewählten Vorhaben der Bundesregierung in der 20. Legislaturperiode mit besonderer Relevanz für den Osten.
Autor: red

Kommentare
DonaldT
28.09.2022, 17.16 Uhr
Benachteiligung besteht nach wie vor
Da hat er wohl recht, insbesondere, als Mekel ein Rückgängigmachen der Thüringen Wahl forderte und ihre Gefolgschaft brav war.

Nun haben wir Ramelow und seine Minderheitsregierung am Hals.

Das Verfassungsgericht hat zwar erkannt, dass die Wahlbeeinflussung durch Merkel Unrecht war (der Staat aus dem die FDJ Sekretärin kam lebte vom Unrecht!), aber es wird nicht, wie in Berlin, gefordert, die Wahl zu wiederholen.

Also bleibt die Ungleichbehandlung und der die Fäkalsprache Benutzer bleibt im Amt!
manituxl
29.09.2022, 08.14 Uhr
über 30 Jahre
nach dem Beitritt der DDR zur BRD brauchen wir immer noch einen "Ostbeauftragten" in der Regierung!
Was soll dieses Theater um den "Osten"!
Der "Osten" fordert eine Gleichbehandlung - gleiche Renten, gleiche Abgaben und Steuern.......................... und das sofort. Da sterben ja noch Generation von "Ossis" drüber hin - ehr sich da was tut!!
diskobolos
29.09.2022, 11.01 Uhr
Ach, manituxl, das Rententhema ist ein komplexes
Die Benachteiligung der Ostrentner ist ein Märchen, das häufig von denjenigen verbreitet wird, die das Rentensytem nicht verstehen. Dafür erhalten sie Beifall von Leuten, die sich als immer Benachteiligte ansehen.
Was die Rentner sehen ist, dass es heute für einen Rentenpunkt (West) 36,02 € Rente gibt und für einen Rentenpunkt (Ost) 35,52 €. Was sie nicht sehen (wollen) ist, dass man z. B im Jahr 2000 für einen Rentenpunkt im Westen ca. 20 Prozent mehr Beitrag einzahlen musste. Dass wird mancher im Westen als Benachteiligung ansehen. Im Übrigen wurden die Rentenwerte kontinuierlich angenähert und sind demnächst völlig gleich.

Da die Beitragszeiten im Osten länger als im Westen sind, erhält der Ostrentner im Durchschnitt 80 € mehr als sein westliches Pendant, bei den Rentnerinnen beträgt das Plus sogar 345 €. Erstaunlich, oder?

Was im Westen natürlich positiv zu Gute schlägt, sind die höheren Betriebsrenten. Aber das ist ein anderes Feld.

Dass es unter den Rentnern/Rentnerinnen natürlich auch Armut gibt, genau wie unter Geringverdienern und Familien, will ich hier nicht bestreiten. Aber man sollte sich beim Argumentieren immer an die Fakten halten,
Mister X
29.09.2022, 11.25 Uhr
diskobolos
„Sind demnächst völlig gleich.“ (was heißt demnächst)
Mehr muss man nicht sagen, wegen der Gleichheit.
diskobolos
29.09.2022, 11.44 Uhr
@ Mister X
Der Unterschied ist aktuell nur noch ca. 1,4 Prozent und wird spätestens zum 1.7.25 bei Null sein.
Den Rest meines Beitrages haben Sie wohl tapfer ignoriert?
Die Angleichung des Rentenwertes ist praktisch eine (politisch gewollte) Umverteilung von W nach O.
Man hätte ja auch im O ein eigenes Rentensystem etablieren können, nach den gleichen Regeln wie im W. Dann sehe es für Ostrentner VIEL trüber aus.
Mister X
29.09.2022, 12.26 Uhr
diskobolos
Sind Sie Hellseher, Sie wissen mit Sicherheit, dass die Renten bis zum zum 1.7.25 gleich sind. Und das bei den regierenden Wirrköpfen. Oder sind das die Versprechen der Regierenden? Fakt ist, der Rentenunterschied ist eine Tatsache.
Paulinchen
29.09.2022, 12.41 Uhr
@ discobolos...
...gehe ich recht in der Annahme, dass Sie der/die jenige sind, welche die Rentenhöhe der Ostrenter berechnet? Kein Wunder dass es mehr als ein Viertel Ostdeutsche Renter gibt, denen im Monat nicht mal 1000,-€ aufs Konto überwiesen werden.

Nur zu Ihrer Info. diese Meldung läuft heut in Liveticker bei n-tv. Warum versuchen Sie mit aller Macht uns klar zu machen, dass uns die Rente ,welche wir bekommen gerecht ausgerechnet wurde? Sagen Sie uns bitte, wann bekommen wir endlich die im Einigungsvertrag festgeschriebene Rentenangleichung, der Stichtag war 1991!!!! Somit fehlen den Ostrentnern monatlich mindest 400,- € ++! Wenn ich dem staat Geld schulde, dann fordert er nicht nur den Schuldbetrag, sondern auch die Zinsen. Wenn wir Ostrentner dieses geld, samt Zinsen bekämen, dann wäre uns für diesen Winter schon mal geholfen! So viel zur Gerechtigkeit.....
diskobolos
29.09.2022, 14.09 Uhr
Für heute zum letzten Mal zum Thema Renten . . .
@ Mister X: Hellseherischer Fähigkeiten bedarf es nicht, da die Angleichung der Rentenwerte schon beschlossen ist.
Unterschiede in den Renten gibt es tatsächlich, aber die sind völlig anders als es sich mancher vorstellt. Die Fakten habe ich oben schon geliefert. Wer andere ZAHLEN hat, nur her damit. Leider liest man von der Daumen-Runter-Truppe dazu nichts. Wer sich als Benachteiligter FÜHLT, dem sind Tatsachen scheinbar wurscht. Vielleicht kann macher auch mit Zahlen nicht so gut . . .

@ Paulinchen: Wo haben Sie denn das im Einheitsvertrag gelesen? 1991 sollten die Renten im O so wie im W sein?? Warum nur die Renten? Gleiche Einkommen wären doch auch ganz schön gewesen. Und nicht nur zwischen O und W, sondern auch zwischen Eifel und Ruhrgebiet . . .
(Ironie aus!)
Für Sie noch mal die Zahlen: Durchschnittliche Altersrente
Ost (M/F) 1292/1082
West (M/F) 1212/ 737
Worin soll denn nun der Widerspruch zur n-tv Meldung, wonach 1/4 der Ostrente weniger als 1000 € erhält, bestehen?
Eckenblitz
29.09.2022, 15.51 Uhr
diskobolos
Sie geben zu, dass es einen Unterschied gibt. Und trotz alledem wollen Sie ihn per du immer noch so hin stellen als gebe es ihn nicht. („Unterschiede in den Renten gibt es tatsächlich, aber die sind völlig anders als es sich mancher vorstellt.“) Sie wollen den Leuten etwas einreden, dass ist die GLEICHE Masche, wie es die Regierenden versuchen. Und was heißt denn bei dieser Regierung schon BESCHLOSSEN? Diese Regierung taugt im besten Fall etwas für Gutgläubige und Dumme.
diskobolos
29.09.2022, 20.33 Uhr
@ Eckenblitz
Wenn Sie keine Probleme beim verstehenden Lesen meiner Beiträge hätten, so wüssten Sie, dass die Unterschiede in
der gesetzlichen Rente gerade anders herum sind, als Sie es vermuten: Die Rentner im Osten erhalten 2022 im Durchschnitt höhere Renten als die im Westen. Wenn Sie andere Zahlen haben, können Sie die ja hier veröffentlichen. Im Gegensatz zu Ihnen will ich niemanden etwas einreden. Ich habe nur Fakten dargestellt. Sie gehören offenbar zu denjenigen, die Fakten nur akzeptieren können, wenn Sie die eigenen Meinung unterstützen. Davon gibt es leider viele, gerade wenn es um die Rente geht.
Mit denen zu diskutieren ist meist sinnlos. Wer etwas glauben WILL, glaubt es eben, auch wenn es allen Tatsachen widerspricht. Das sieht man auch an sämtlichen Religionen.
Kobold2
29.09.2022, 21.51 Uhr
Zu oft
sind hier schwachen Behauptungen bei einigen höher angesiedelt, als starke Beweise.
Damit ist dann auch geklärt , wer der Gutgläubige und wer der Dumme ist.
Ein ganzer Teil scheint sich in der jammernden Benachteiligungs Schublade gern zu gefallen und erwartet das andere etwas daran ändern, anstatt selbst etwas zu tun.
Eckenblitz
30.09.2022, 11.19 Uhr
Diskobolos, Kobold2
wenn ich Ihre Texte lese kommt mir der Gedanke, Sie könnten ja die gleiche Person sein, die hinter den Niknamen steht?
diskobolos
30.09.2022, 13.30 Uhr
Statt sich in Mutmaßungen zu ergehen, Eckenblitz
sollten Sie sich lieber mit Argumenten und Fakten auseinandersetzen.
Diskussionen mit Leuten, die Wissen durch Glauben ersetzen, machen nämlich keinen Spaß.
Kobold2
30.09.2022, 13.59 Uhr
Man könnte
ja auch annehmen, das bei 2 Kommentatoren, die nicht ihrer Meinung sind, ihnen und ihren Befürwortern mindestens einer zu viel ist.....
Aber Kommetatoren, die über andere Menschen genau "Bescheid" wissen, ohne denen jemals begegnet, oder sich etwas intensiver ausgetauscht zu haben, hats hier reichlich.
Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Niete der Woche.
El loco
30.09.2022, 18.52 Uhr
Die Niete des Jahres
kommt hier täglich mit dem LKW vorbei.
grobschmied56
30.09.2022, 23.31 Uhr
Da hat der Grobi eine andere Sichtweise der Dinge ...
... was Benachteiligung angeht. Aber es gibt auch Lichtblicke und sogar kleine I-Düppelchen, über die wir uns freuen sollten!
Richtig ist, daß Arbeitnehmer und sozial schwach gestellte Menschen, wie allein stehende Frauen mit Kindern oder allein stehende Frauen mit beschämend geringer Altersrente im Osten noch besch... eidener dastehen als in den alten Bundesländern.
Richtig ist auch, daß zahlreiche Betriebe unter den Krisen der letzten Jahre hier im Osten härter gelitten haben als im 'Westen' - weil in den Ost-Bundesländern gerade bei kleinen und mittleren Betrieben die Kapitaldecke viel dünner ist, als bei Unternehmen in den Alt-Bundesländern.
Dafür ist aber auch bei uns die Sicht auf die Realität viel weniger verbaut als bei den 'alten Wessis'.
Die haben zum großen Teil immer noch nicht mitbekommen, wohin der Hase läuft!
Die glauben immer noch mehrheitlich den links-grünen Quark und Quatsch, den ihnen die zum 'Staatsfunk', zur 'Aktuellen Kamera 2.0' und zum 'Ganz Neuen Deutschland' verkommenen Medien eintrichtern wollen.
Im Westen trauen immer noch mehrheitlich alte und sehr alte Leute den Beiträgen des öffentlich rechtlichen Schwundfunks. Weil die Tagesschau vor dreißig Jahren mal eine seriöse Nachrichtensendung war, meinen viele Alte, das müsse im Jahr 2022 auch noch so sein. Und glauben den ganzen Blödsinn, der ihnen erzählt wird.
Zum Beispiel das wunderschön bunte, diverse, antirassistische Märchen, welches man dem gläubig - besoffenen Publikum vom genialischen Tüftler aus Simbabwe, der den „autonomen Fernseher“ erfunden hat, erzählt: Maxwell Chikumbutso, laut Selbstauskunft „Inventor, Founder and CTO of Saith Holding“ . Bitte nachgoogeln! Das Objekt lohnt die Mühe!
So einen Murks kann man uns gestandenen Ossis natürlich nicht andrehen. Ich habe mir vor Vergnügen auf die Knie geklatscht und mir fast die Hose vollgepieselt vor Lachen.
Wie geistig unterbelichtet muß man sein, um so einen Schmarrn zu kaufen?
Da lobe ich mal wieder meinen alten Physik-Lehrer Jochen Alte, der uns den 1. Hauptsatz der Thermodynamik (Energie-Erhaltungssatz) und den 2. Hauptsatz (Entropiesatz) gehörig eingebleut hat. Da ist man gefeit gegen solche Perpetuum-Mobiles!
Und gegen solche Fake-News.
Eckenblitz
01.10.2022, 12.17 Uhr
Gut gebellt....
Ihr beiden, oder doch nur ein Löwe. Der zeitliche Abstand ihrer Kommentare gibt zu denken. Schönes Wochenende.
Kobold2
01.10.2022, 17.25 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Kommentarfunktion ist kein Chatraum
Kobold2
01.10.2022, 17.27 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Psychoanalytiker
01.10.2022, 18.31 Uhr
Ach diskobolos ...
... Sie haben ja manchmal mit der Rentenberechnung Recht. Es gibt da jedoch wiedermal ein ABER, denn während viele Frauen im Westen einst ihren Ehegatten erst fragen mussten, ob sie überhaupt arbeiten gehen durften und dann doch zu Hause blieben, haben nahezu alle Frauen in der DDR gearbeitet und z.B. für einen "Appel und ein Ei" in Nähereibetrieben Klamotten für "Otto und Neckermann" produziert. Als dies wegfiel, gingen die Firmen (bis vielleicht Trigema) nach "China und Bangladesh".

Die DDR-Frauen haben zumindest gearbeitet, während die "Wessifrauen" zu Hauf ihre "Fingernägel lackieren ließen".
Natürlich gab es Ausnahmen, aber jetzt zu jammern, dass DDR-Rentnerinnen jetzt eine höhere Rente erhalten, als so manche West-Rentnerin ist nicht nur unfair, sondern voll daneben.

Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass Sie auch aus den gebrauchten Ländern entstammen, und den Ostrentnern aus Prinzip weniger gönnen, als so manchen Hierhergekommenen, der noch nie einen Finger krumm machte.

Vielleicht täusche ich mich ja gewaltig, aber diesen Eindruck erwecken Sie in mir bei jedem Ihrer "Rentenkommentare" ... .
Psychoanalytiker
01.10.2022, 23.21 Uhr
Ich nochmal @ diskobolos
Wie inzwischen alle Leser meiner Renten-Kommentare wissen müssten, ist für mich der politisch definierte "Eckrentner" dieser Republik der eigentliche Durchschnittsrentner, weil ein Mensch, der über 45 Jahre hinweg auf Pfennig und Cent genau, und dies Jahr für Jahr, den Landes-Durchschnitt verdiente, auch den Durchschnitt bei den Renten verkörpern müsste.

Nun belehrt uns diskobolos, dass die durchschnittliche Altersrenten:
Ost (M/F) 1292/1082 €
West (M/F) 1212/ 737 € betragen.

Ungeprüft mag das offiziell stimmen, dass will ich mal so hinnehmen, aber diese Zahlen machen das Rentendesaster, die von mir als "Rentenverarsche" bezeichnete Frechheit deutscher Rentenpolitik ja noch schlimmer.

Ich habe solche Zahlen immer mit dem Mindestlohn verglichen, weil es mir völlig egal ist, aus welchen Topf Rentner für ihre Lebensleistung geehrt werden. Entscheidend ist das Geld, das ein Rentner in seinem Portemonnaie findet, um davon leben zu können, gesellschaftlich nicht ins Abseits gestellt zu werden, einen anständigen Urlaub bezahlen zu können und in Gänze nicht in Armut zu fallen.

Der Mindestlohn beträgt vorläufig 12 € pro Stunde. Bei der steuerlichen Annahme von 174 Arbeitsstunden pro Monat bekommt der Mindestlöhner, der entsprechend diverser Sozialverbände schon unter der Armutsgrenze liegt, immerhin 2.088 € pro Monat.

"Mein Paradebeispiel", der Eckrentner (der man erst einmal sein muss) bekommt also fast 500 € weniger. Und nun sollte der Leser dieses Kommentars mal mit den weiter oben genannten Zahlen von diskobolos ausrechnen, wieviel Geld den von ihm aufgezeigten "Durchschnittsrentnern" gegenüber dem Mindestlöhner fehlt.

Daraus sollte sich eigentlich ein "AHA-Effekt" ergeben, insbesondere dann, wenn man diese Zahlen auch noch mit den Geldern und Leistungen (Hartz 4 / zukünftiges "Bürgergeld", Wohngeld, Zuschüsse, kostenlose Krankenbehandlung, Zuzahlungsbefreiung, freie Fahrt im ÖPNV u.s.w., u.s.w. ...) Hierhergekommener, die nie hier arbeiteten, vergleicht.

Diese Zahlen, aufgedröselt nach Arbeitsleistung und einbringen in den Aufbau dieses Landes, zeigen mir die wahre Wertschätzung, die Rentnern in diesem Land tatsächlich entgegengebracht wird.

Und wie gesagt: Geld ist Geld ... .
diskobolos
02.10.2022, 11.06 Uhr
@ Psychoanalytiker
1) Die Rentenzahlen Ost/West sind nicht "meine", sondern die kann jeder im Netz finden. Und sie sind tatsächlich erstaunlich, widersprechen sie doch der oft geäußerten Meinung, dass die Westrenten höher sind. Die Gründe, warum es umgekehrt ist, sind mir auch bekannt.
Die Westrentner stehen letztlich deshalb besser da, weil viele eine Betriebsrente bekommen und das Vermögen (z. B. an Immobilien) größer ist. Aber daran kann man heute nichts ändern.

2) In der GRV hätte man auch anders vorgehen können: Man hätte z. B. in Ost/West getrennte System führen können. Die Ostrentner bekämen dann die Renten aus den Beiträgen in den NBL.
Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, jeden Beitrags-Euro gleich zu werten, unabhängig davon, wo er verdient wurde.
Beides wäre gerecht, hätte aber offensichtlich zu niedrigeren Renten im O geführt. Insofern leistet die bestehende GRV eine Umverteilung von W nach O. Ich weiß, dass viele im O das nicht wahrhaben wollen. Für manchen ist es auch schwierig zu verstehen.
Sie sehen sich lieber als Benachteiligte.

3) Ein höheres Rentenniveau setzte höhere Beiträge oder Steuern voraus oder müsste man dauerhaft über Schulden finanzieren. Meine Frage, ob Sie früher gerne höhere Beiträge bezahlt hätten, haben Sie nicht beantwortet. Mit welchem Recht, verlangen Sie das von den jetzigen Beitragszahlern?

4) Dass Rentner mehr Einkommen haben sollen als Mindestlöhner, haben Sie bisher m. E. noch nicht schlüssig begründet. Die Mindestlöhner zumindest werden es anders sehen.

Ich wünsche Ihnen trotzdem einen schönen Sonntag.
Psychoanalytiker
02.10.2022, 12.47 Uhr
Ich muss leider nochmal erklären ...
Es gibt in diesem Land unter Umgehung des Grundgesetzes Eingeladene und Hierhergekommene, die nicht Asylberechtigte im Sinne des Art 14a GG sind, aber trotz fehlendem Artikels als reine Wirtschaftsflüchtlinge mit irgendwelchen Duldungsregelungen hier bleiben dürfen, bis sie ein Bleiberecht erwirkten. Deutschland ist dennoch "verfassungsrechtlich" aber noch immer kein Einwanderungsland. Deutschland kommt dadurch, insbesondere aber durch ein enges Netz an sozialer Abfederung weltweit zu dem Ruf, ein "Schlaraffenland" zu sein. Den Beweis liefern viele der Hierhergekommenen selbst, wenn sie an Europas Außengerenzen und in Sicherheit befindlich, nicht nach Polenoder Ungarn wollen, sondern ausschließlich Deutschland als Ziel fordern.

Und Deutschland zahlt ALLEN, auch denen die gar nicht die Absicht haben, auch nur einen Finger krumm zu machen, oder die dies nicht können, aus Steuergeldern finanziert (sie hatten ja nie eine Art Versicherung) Gelder und soziale Leistungen, deren Höhe manchmal unter Berufung auf den Datenschutz unserer Bevölkerung nicht offen gelegt werden (z.B. beim einstigen Personenschützer Osama Bin Ladens, der später in Deutschland lebte).

Und diese Sozialleistungen passen nicht zu den Renten, die hier 45 Jahre lang arbeitende Menschen erhalten, der Abstand ist nicht gewahrt, zu gering und einfach eine Frechheit.

Und nun wiederholt zu diskobolos, der es irgendwie nicht begreifen will: Politik und Sozialverbände beteuern immer, und immer wieder, dass ein Stundenlohn von 12 € nicht zum Leben reicht und diese Menschen mit 2.088 € als "arm" gelten müssten.

Wenn 1.000 oder 1.600 € mehr als 2.088 € wären, würde die Ansicht von diskobolos ja stimmen, aber diese Renten unterschreiten ja vielfach diese Armutsgrenzen, und das ist die "Rentenverarsche" in diesem Land. Und alleine das ist schon Begründung genug, warum die Mindestrente mindestens so hoch sein müsste, wie der Mindestlohn. Und ich kann nicht irgendwelche Rentenanteile einbeziehen, die irgendwer irgendwann und irgendwo mal zusätzlich erworben hat, zu denen andere aber nie die Chance des Zugangs hatten. Warum zahlt man mit Steuern bei anderen, nicht aber bei Rentnern ?

Ich könnte noch viel erklären, aber ... .
diskobolos
03.10.2022, 00.13 Uhr
@ Psychoanalytiker
Ihre Argumentation ist deshalb nicht schlüssig, weil Sie verschiedene Ebenen vermischen. Beim Mindestlohn geht es gar nicht um eine fiktive Armutsgrenze. Jemand, der voll zum Mindestlohn arbeitet , soll einfach mehr haben als jemand, der nicht arbeitet und Hartz IV erhält.

Hartz IV stellt gerade eine Armutsgrenze dar, unter die niemand fallen sollte. Damit Rentner nicht darunter fallen, wurden die Grundrente und die Grundsicherung eingeführt.

Ihr Vergleich zwischen Rentnern und Mindestlöhnern ist doch an den Haaren herbei gezogen. Käme jemand auf die Idee, den Mindestlohn auf 8 € zu senken, wäre den Rentnern doch auch nicht geholfen.
Ra1n3R
03.10.2022, 13.07 Uhr
Rente im Osten weiter geringer als im Westen,
die Headline zum Artilel auf ZDF.de von heute, 03.10.2022 um 07:37Uhr.

Zitat:


Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung liegt das Rentenniveau in Ostdeutschland immer noch deutlich unter dem Niveau im Westen. So erhielten Rentnerinnen und Rentner in Ostdeutschland im Jahr 2021 nach 45 Jahren Beitragsjahren durchschnittlich 1.329 Euro, in Westdeutschland dagegen 1.527 Euro.

Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine schriftliche Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann zum Tag der Deutschen Einheit hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und auch der Deutschen Presse-Agentur vorlagen.
- - -
Pellmann zu Unterschieden bei Rente: "Teufelskreis, in dem noch viele Jahrgänge gefangen sein werden"

Die "Schwurbler" des Bundesarbeitsministeriums benutzten wohl andere Zahlen, um auf ein anderes Ergebnis zu kommen, welches manche hier suggerieren wollen. ;-)
Paulinchen
03.10.2022, 15.19 Uhr
Was lehrt uns das....
.... Kartenhaeuser sind nicht besonders belastbar. Schon bemerkenswert, dass selbst bei der Festansprache des Ministerpräsidenten von Thüringen das gravierende Rentenniveau angesprochen wurde. Nun stellt sich die Frage, wer kassiert unser Geld über dunkle Kanäle, wo es doch angeblich umgekehrt sein soll.....?
Psychoanalytiker
03.10.2022, 16.55 Uhr
Wer nicht begreifen will, begreift auch nicht
Ach diskobolos, ich bin ja nicht dämlich, aber es interessiert weder mich, noch manch anderen Rentner, aus welchem Säckel das Geld, das beim Rentner in dieses Landes im Portemonnaie landet, entnommen wird. Geld bleibt Geld, und von wo dieses Geld herkommt, ist scheiß egal, so scheiß egal, wie es für die 100 Mrd. Aufrüstung der Bundeswehr scheiß egal ist.

Ich weiß nicht, warum Sie immer und immer wieder begründen wollen, warum Rentner nicht so geehrt werden sollen, wie es ihnen nach 45 Jahren zustehen müsste, und wie es dumme Politiker den Rentnern schmackhaft machen wollen.

Sie diskobolos arbeiten doch gerne mit Zahlen und machen sich im Internet "schlau". Dann suchen Sie doch einmal den statistisch ermittelten Durchschnittsverdienst aller Berufstätigen dieses Landes. Renomierte Sozialverbände definieren die Armutsgrenze mit 60 Prozent und weniger von diesem Wert.

Und nun können Sie gerne eine Tabelle erstellen, Ihre und meine Daten hineinschreiben und vergleichen. Wenn Ihre Daten der Renten über der Armutsgrenze liegen, bin ich gerne bereit, anders zu denken. Aber diese Daten werden nicht über der Armutsgrenze liegen, da bin ich mir sehr sicher.

Und dann bitte ich noch darum, meine Aussagen nicht immer zu verdrehen !!!
Ich bin nämlich der Meinung, dass diese 12 € viel zu wenig sind. 2.088 € für Vollarbeit reichen bei weitem nicht, für ein lebenswertes Leben in diesem Land. Aber 1.600 € oder meist noch viel weniger reichen erst Recht nicht, und das ist mein Punkt, weil uns Politiker so manches vorgaukeln, was eher "unterirdisch" ist.

Und wenn dann "Hierhergekommene" durch Geld, Leistungen und aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht zu benennde "Geschenke" dieser Politik in Gänze mehr zur Verfügung steht, als Rentnern, dann stelle ich mich gerne dagegen. Wie gesagt: Diese Menschen erhalten diese Zuwendungen aus irgendweöchen Füllhörnern, zu denen Rentner keinen Zugang haben.

Und um es noch krasser zu formulieren: Der "Abstand" zwischen den Zuwendungen für "Hierhergekommene", die nie hier arbeiteten und denen, die dieses Land einst oder jetzt aufbau(t)en muss einfach verhältnismäßig sein.

Und ... warum werde ich den Eindruck nicht los, dass der diskobolos ein "Wessi" ist ???
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