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So, 07:36 Uhr
08.01.2023
Verbraucherzentrale Thüringen testete Alternativen

Alkoholfreie Gin-Alternative spart Kalorien und Kater

Wer aus bestimmten Gründen auf Alkohol verzichten will, kann sich für eine der zahlreichen Alternativen zu Bier, Wein und Co. entscheiden. In einem Marktcheck hat die Verbraucherzentrale Thüringen 13 alkoholfreie Gin-Alternativen genauer betrachtet...

Das Ergebnis: Nicht alle Produkte werden aus Sicht der Verbraucherzentrale dem Bezeichnungsschutz von „Gin“ gerecht.

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Die Bezeichnung „Gin“ wird durch die Spirituosen-Verordnung geschützt. Demnach dürfen als Gin nur Spirituosen mit Wacholder und einem Mindestalkoholgehalt von 37,5 Volumenprozent bezeichnet werden. Alkoholfreie Gin-Alternativen dürfen weder „Gin“ genannt, noch mit Anspielungen auf Gin beworben werden.

Bei ihrer Stichprobe in Geschäften und Onlineshops fanden die Verbraucherschützer 13 alkoholfreie Gin-Alternativen. Wie der Marktcheck zeigte, hielten sich nicht alle Hersteller an die gesetzlichen Vorgaben zur Produktbezeichnung laut Spirituosen-Verordnung. Bei zwei Getränken fand sich der Bezug zu Gin bereits im Produktnamen. Acht weitere verwendeten den Begriff bei der Erläuterung von Rezepturen oder Herstellungsverfahren und Verzehrsempfehlungen. Nur drei Produkte kamen ohne den Begriff „Gin“ auf dem Etikett aus.

Hinweis „alkoholfrei“ ist meist gut erkennbar
Dass es sich um ein alkoholfreies Produkt handelt, war bei allen untersuchten Produkten bereits auf der Vorderseite des Etiketts erkennbar. Eine Verwechslungsgefahr mit herkömmlichem Gin ist aus Sicht der Verbraucherzentrale Thüringen eher unwahrscheinlich. „Einige Hersteller können hier jedoch noch nachbessern“, sagt Luisa Klüpfel, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Thüringen. „Durch größere Schrift, eine auffälligere Platzierung oder deutlichere Kontraste können die Hinweise noch besser sichtbar werden.“

Trotz Konservierungsstoffen kürzere Haltbarkeit
Alkoholfreie Gin-Alternativen bestehen im Wesentlichen aus Wasser und Aromen. Die meisten Hersteller listeten diese als „Kräuter- und Gewürzdestillate und –Extrakte“ oder als „pflanzliche Destillate und Extrakte“ auf. Auf neun Produkten gibt es es genauere Angaben zu den Geschmacksnoten wie Zitrone, Lavendel, Salbei und natürlich Wacholderbeeren.

Bis auf ein Bio-Produkt enthielten alle Getränke Konservierungsstoffe und Säuerungsmittel. Diese übernehmen die konservierende Wirkung des fehlenden Alkohols. Dennoch sind die alkoholfreien Produkte bei Weitem nicht so lange haltbar. Die Angaben reichen von vier Wochen bis sechs Monate nach Öffnen der Flasche. Drei Produkte wurden mit Zucker gesüßt, ein Produkt enthielt Süßstoffe.

Gin-Genuss ohne Rausch und viele Kalorien
Der entscheidende Unterschied der untersuchten Produkte zu Gin ist natürlich der fehlende Alkohol. Gerade für Autofahrer, die mit Familie oder Bekannten anstoßen möchten, bieten die alkoholfreien Produkte eine willkommene Abwechslung. Anders als das alkoholhaltige Original punkten Gin-Alternativen auch mit einer wesentlich geringeren Kalorienzahl. „Vergessen Sie jedoch nicht, dass die alkoholfreie Variante bevorzugt als Mischgetränk getrunken wird. Das kann die Kalorienzahl und auch den Zuckergehalt deutlich erhöhen“, gibt Luisa Klüpfel zu bedenken.
Autor: red

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Kommentare
alterNeunordhäuser
08.01.2023, 09:50 Uhr
Gin nicht gleich Gin
Gin darf also, wenn er alkoholfrei ist nicht als Gin bezeichnet werden, aber Wurst oder z.B. Schnitzel dürfen so benannt werden, auch wenn sie nur aus chemischen Sondermüll bestehen und sich vegan nennen. Das verstehe wer will, fehlt nur noch, dass DIE WURST, oder DER GIN gegendert werden sollen.
grobschmied56
08.01.2023, 23:42 Uhr
Alkoholfreier Gin ...
... klingt für mich wie Auto ohne Motor und Räder ... und 0,0 Km Fahrleistung pro Jahr.
bleibtmalfeinineurer
09.01.2023, 10:49 Uhr
Am Ende...
...ergibt alles einen Gin...
Trüffelschokolade
09.01.2023, 10:53 Uhr
Sondermüll
Chemischer Sondermüll, so wie in vielen Fleischprodukten?

Was ist eigentlich die Irritation mit Namen? Ich meine, jede Menge Lebensmittel enthalten nicht das, was drauf steht. Man denke an Sachen wie Erdbeerjoghurt, Bärchenwurst, etc.
Seltsamerweise wird sich da nicht aufgeregt. Letztendlich macht es immer nur deutlich, wie simpel manche Menschen gestrickt sind...
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