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So, 17:04 Uhr
08.01.2023
Aus der Arbeit der Bundespolizei

Tödliches Unglück am Bahnübergang

An einem der beiden Bahnübergänge in Stotternheim ereignete sich heute Mittag kurz vor 13.45 Uhr ein Unfall zwischen einem Regionalzug und einer Person, die den Zusammenstoß in der Folge nicht überlebte...

Durch das Notfallmanagement der Deutschen Bahn wurde die Bundespolizeiinspektion Erfurt über einen Unfall am beschrankten Bahnübergang in der Schwanseer Straße in Erfurt-Stotternheim informiert. Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen einem Regionalzug, der von Sömmerda in Fahrtrichtung Erfurt Hauptbahnhof verkehrte, und einer Frau, die zu Fuß unterwegs war. Trotz sofort eingeleiteter Schnellbremsung gelang es der Bahn nicht mehr rechtzeitig zum Stehen zu kommen, sodass die weibliche Person durch das Transportmittel erfasst wurde. Ersten Zeugenangaben nach soll die Frau den Bahnübergang trotz geschlossener Halbschrankenanlage versucht haben zu überqueren.

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Die Bundespolizei veranlasste unmittelbar eine Sperrung der Strecke zwischen Sömmerda und Erfurt Hbf. Vor Ort kamen Feuerwehr, Rettungsdienst, Notfallmanagement der Bahn, der Kriminaldauerdienst der Thüringer Landespolizei sowie die Bundespolizeiinspektion Erfurt zum Einsatz.

Trotz Reanimationsmaßnahmen zugunsten der Frau musste um kurz vor 15 Uhr deren Ableben festgestellt werden.

Die eingesetzten Polizeikräfte sicherten am Unfallort Spuren und veranlassten neben der Befragung von Zeugen die Speicherung bahntechnischer Daten, die im weiteren Ermittlungsverlauf bei der Aufklärung helfen sollen. Um 15.36 Uhr konnte der Zugverkehr für beide Fahrtrichtungen wieder freigegeben werden. Durch die andauernden Polizeimaßnahmen vor Ort verkehrten die Züge an der Unfallstelle zunächst bis 15.51 Uhr mit reduzierter Geschwindigkeit, sodass es noch zu geringfügigen Verspätungen im Bahnbetriebsablauf kam.

Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Zug mit 27 Reisenden besetzt, die allesamt unverletzt blieben. Das Lokpersonal wird auf Grund der Geschehnisse betreut.
Autor: red

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Kommentare
grobschmied56
08.01.2023, 23:07 Uhr
Traurig, wie das neue Jahr beginnt ...
... mit Toten und Schwerverletzten. Dabei tun Beförderungsunternehmen und Gesetzgeber ja eine ganze Menge für die Sicherheit der Menschen.
Allgemein wird jedoch unterschätzt, daß Schienenfahrzeuge keinem Hindernis ausweichen können und auf Grund ihrer Bauart einen viel längeren Bremsweg haben, als Straßenfahrzeuge.
Das gilt nicht nur für Eisenbahnen, sondern auch für unsere geliebte Straßenbahn.
Die Reibung zwischen Rad und Schiene (Stahl auf Stahl) ist wesentlich geringer als bei PKW Oder Bus. Selbst bei einer Notbremsung mit 'allem was drin ist' - es dauert sehr viel länger bis zum Stillstand des Fahrzeuges.
Die Menschen auf dem Leitstand haben da - selbst bei bestem Reaktionsvermögen - meist keine Chance...
Ich kenne ( leider ) mehrere, die seelsorgerische Betreuung brauchen, weil sie die Bilder nicht loswerden.
Kritiker1
09.01.2023, 11:27 Uhr
Normalität
Gerade in Stotternheim ist es täglich zu sehen, dass Menschen die geschlossenen Schranken umgehen und in den Sommermonaten sogar vor einfahrenden Zügen vom angrenzenden Strandbad her über die Gleise zum Bahnsteig laufen.
Ab und zu wird dies auch vor Ort von der Bundespolizei kontolliert und geahndet, jedoch eine Einsicht der unberechtigten Gleisläufer gibt es in den seltensten Fällen.
Dem Zugpersonal wünsche ich eine hoffentlich gute Aufarbeitung unter professioneller Hilfe und alles Gute.
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