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Mo, 16:15 Uhr
09.01.2023
Minister Adams wird gegen seinen Willen entlassen

Personalrochade bei den Thüringer Grünen

Nachdem für die breite Öffentlichkeit überraschend die grüne Umweltministerin Siegesmund ihren Posten zum Ende des Monats gekündigt hat, nutzen die Thüringer Grünen die Gelegenheit, auch den bisherigen Minister für Justiz und Migration, Dirk Adams, auszutauschen. Gegen dessen Willen, aber mit Unterstützung des Ministerpräsidenten …

Für den glücklosen Adams, der laut MDR „vielen bei den Grünen, aber auch innerhalb der rot-rot-grünen Regierungskoalition als zu blass und zu zögerlich sowie als ein Minister, der in der Migrationspolitik zu wenige Akzente setze“ galt, soll nun Doreen Denstädt das Justiz- und Migrationsministerium führen. Die gebürtige Saalfeldern ist Polizeihauptkommissarin und ausgebildete Verwaltungswirtin. Sie wird die erste farbige Ministerin Ostdeutschlands werden.

Bernhard Stengele, bisheriger Sprecher des Landesverbandse, soll neuer Umwelt- und Energieminister werden. Der gelernte Schauspieler war von 2012 bis 2017 Schauspieldirektor am Theater in Altenburg. Seit 2020 ist der aus dem Allgäu stammende Politiker auch Sprecher des Landesverbandes seiner Partei in Thüringen.

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Die Fraktionsmitglieder im Thüringer Landtag werden ihre Mandate beibehalten, Dirk Adams aber wird die Landespolitik unfreiwillig verlassen, denn er hatte kein Mandat. Seine Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Miriam Kruppa, beteuerte heute, dass sie ihre Arbeit fortsetzen wolle. „Die Unterbringung und Versorgung der vielen Geflüchteten gehört aktuell zu den größten Herausforderungen der Thüringer Politik“, stellte sie ein einem Pressestatement klar. „Hier gibt es immens viel zu tun. Deshalb ist es mir wichtig, meine Arbeit in diesen Zeiten kontinuierlich und mit ungebremsten Engagement als Beauftragte fortzuführen.“

Beim Koalitionspartner SPD erklärte der Fraktionsvorsitzende Matthias Hey angesichts der Personalveränderungen: „Dem scheidenden Migrations- und Justizminister Dirk Adams danken wir für seine Arbeit.“ Als persönliche Anmerkung fügte Hey an: „In unserer gemeinsamen Zeit als Vorsitzende unserer Fraktionen habe ich mit Dirk Adams rund sechs Jahre lang stets einen engagierten Partner gehabt, auf den auch in schwierigen Zeiten stets Verlass war. Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute für die Zeit nach seinem Ausscheiden aus der Thüringer Landespolitik.“

FDP-Landeschef Thomas L. Kemmerich sieht das naturgemäß anders. Er sagte: „Bauernopfer gehören bei einer solchen Seifenoper offenbar dazu. Tatsächlich ist die Bilanz der bisherigen Minister alles andere als glänzend. Sie sondern zwar gern schneidige Statements ab, konnten aber im Amt oft nicht mal das Selbstverständliche liefern. Die Unterbringung von Geflüchteten gleicht seit Jahren einem Desaster. An dieser Chefaufgabe ist der Migrationsminister gescheitert.“

Matthias Hey wünscht den Neuen unterdessen viel Erfolg. „Namens meiner Fraktion wünschen wir Doreen Denstädt und Bernhard Stengele viel Erfolg für die bevorstehende Zeit und bei den vielfältigen Herausforderungen in den jeweiligen Fachressorts.“ Gleichzeitig sichert er den Koalitionsfrieden zu: „Meine Fraktion wird weiterhin jederzeit ein kooperativer Ansprechpartner für die beiden Ministerien und ihre neuen Spitzen sein und freut sich auf ein konstruktives Zusammenarbeiten.“

Weniger freudig fällt das Urteil der oppositionellen FDP zur Neubesetzung der Ämter aus. Kemmerich kommentierte den Wechsel der Minister so: „Die Grünen stehen sich wieder mal selbst im Weg. Der Nominierung zweier neuer Minister für die Thüringer Minderheitsregierung ging ein wochenlanges Fingerhakeln um die innerparteiliche Machtbalance voraus. Nun soll ein Schauspieler zum Umweltminister werden, während das Justizministerium wiederum nicht von einem Volljuristen geführt wird. Währenddessen bleibt die Umweltministerin ein schlüssiges Konzept schuldig, wie wir immer dann eine stabile Grundlastversorgung sicherstellen können, wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint. Daran werden sich nun auch die neuen Minister messen lassen müssen.“

Die CDU sieht in dem ganzen Vorgang vor allem ein Eingeständnis des miserablen Krisenmanagements der rot-rot-grünen Minderheitsregierung. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Andreas Bühl, kommentierte: „Der Komplett-Austausch der grünen Ministerriege ist das Eingeständnis der schlechten rot-rot-grünen Krisenpolitik. Das Verfahren der Neubesetzung wirft mehr Fragen auf, als es Antworten liefert. Die Ramelow-Regierung ist personell und inhaltlich ausgelaugt, die Koalition bröckelt. Der Landesspitze der Grünen muss man im Unterschied zu Bodo Ramelow immerhin zu Gute halten, dass sie offenkundig erkannt hat, dass Minister Adams mit seiner Migrationspolitik und seinem chaotischen Krisenmanagement katastrophal gescheitert ist. Thüringen kann sich aber keinen weiteren Stillstand mehr leisten. Statt Regierungschaos, Postengeschacher und Machtkämpfe braucht unser Freistaat eine funktionierende Landesregierung und ein Krisenmanagement, das diesen Namen auch verdient.“

Noch etwas drastischer formuliert es der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Torben Braga: „Die chaotischen Umstände des Ministerwechsels in der rot-rot-grünen Minderheitsregierung verdeutlichen, dass dieses Zweckbündnis zum Machterhalt der beteiligten Parteien längst am Ende ist: Eine Ministerin wirft für die eigenen Kollegen und Parteifreunde überraschend hin, ein anderer folgt der Rücktrittsaufforderung aus der eigenen Partei nicht. Als Nachfolger werden derweil gänzlich ungeeignete Personen ohne jeden Bezug zum jeweiligen Ressort nominiert. Falls es noch eines Beweises bedurfte, dass sich die etablierten Parteien den Staat zur Beute machen und bei der Wahl ihres Personals auf Eignung, Befähigung und Leistung verzichten – dieser wäre nun erbracht!“

Und Braga erneuert die Forderungen seiner Partei nach unverzüglichen Neuwahlen in Thüringen: „Es ist nun endlich Zeit, dass die Thüringer CDU die informelle Koalition mit Linken, SPD und Grünen auflöst. Sämtliche Parteien müssen ihr vor zwei Jahren gegebenes Versprechen einlösen und umgehend den Weg für Neuwahlen frei machen!"
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
Alexandra S.
09.01.2023, 16:25 Uhr
Man erträgt es nicht mehr
Wie weit geht es mit Deutschland noch nach unten???? Habe mal ihren Lebenslauf gelesen, immerhin streichelt sie gern Hunde... "Justizministerin" ohne Jurastudium oder ähnliches????? Ich lache mich nur noch tot...
Papagei
09.01.2023, 17:46 Uhr
Wieder einmal diese hochgebildeten im Kreis klatschenden Grünen
Mit der Unterstützung eines nicht vom Volk gewählten Ministerpräsidenten! Diese Landesregierung zeigt wieder einmal ihre Unfähigkeit. Jetzt geht es nur noch um Postenwechsel. Denen ist es doch egal, bekommen genug"Abfindung". Aber alles zum Wohle des Volkes? Einfach nur noch lachhaft, wenn es nicht zu traurig wäre!!!
Motte83
09.01.2023, 18:07 Uhr
Kein Fraktionsvorsitzender
Liebe NNZ-Redaktion,
Bernhard Stengele ist nicht Vorsitzender der "Minifraktion". Er ist gar kein Landtagsabgeordneter und kann daher auch nicht Vorsitzender der Landtagsfrakton sein. Das ist A. Rothe-Beinlich.

___________________________________________________________________________
Anm. d. Red.: Stimmt, vielen Dank für die Berichtigung.
Psychoanalytiker
09.01.2023, 18:25 Uhr
Studienabbrecher ...
... Abiturienten ohne Berufsausbildung, Märchenschreiber und -Vorleser und jetzt auch noch Schauspieler. Na, da kann man sich gut vorstellen, wer solche Politgrößen wählt ...
geloescht.20240214
09.01.2023, 20:20 Uhr
Die CDU sollte ..
...mal sehen wieviele schon im Parlament sassen um gut alimentiert zu sein. Die es noch nicht sind auf der nächsten Liste nach ganz oben setzen. Und dann endlich Misstrauensvotum herbeiführen. Und damit endlich die versprochene Neuwahl herbeiführen. Und die Grünen und die migrationsfreudigen roten endlich abwählen.
Psychoanalytiker
09.01.2023, 20:25 Uhr
Auch wenn sie es eher nicht lesen werden ...
... so möchte ich mich bei 122.283 Wählern ehrlich und aufrichtig entschuldigen. Diese wählten nämlich einen GRÜNEN Politiker, dessen Mitgliedschaft bis Ende 2023 zwar ruht, der sich aber nach wie vor GRÜNER POLITIK widmet. Ich spreche von Boris Palmer, dem es gelang, ohne Unterstützung seiner Partei, ja sogar im Gegenwind einer GRÜNEN Gegenkanditatin wieder Oberbürgermeister von Tübingen zu werden.

Seine neueste Forderung: ein Verwaltiger, der zudem zeigt, dass er nicht gewillt ist, die angebotene Hilfe Deutschlands anzunehmen und sich nicht integrieren zu wollen, sollte nach Afghanistan abgeschoben werden. Her Palmer: Respekt (!!!), zumal es internationalem Recht entspricht.

Dieser Politiker scheint mir addiert intelligenter als die gesamte Führungsriege der GRÜNEN zu sein. Abitur mit 1,0 bestanden, Zivildienstleistender, Studium zum Lehramt, Erstes Staatsexamen, na das ist doch mal schon etwas.

Über die anderen Politgrößen der Grünen schrieb ich ja bereits, na immerhin können da welche Märchen schreiben und vorlesen oder schauspielern ...
Kobold2
09.01.2023, 20:48 Uhr
Seit wann
wird der Ministerpräsident vom Volk gewählt?
Solche Aussagen bekommen hier auch noch reichlich Zuspruch.
Ist aber hier auch keine Überraschung.
grobschmied56
10.01.2023, 01:29 Uhr
Will er gottseidank schon gehen - der Herr Adam? ...
... der wird mir fehlen! Nicht nur mir. UNS wird er fehlen, wie ein Loch im Kopp, oder das Wort zum Sonntag, gesprochen von Georg Restle.
Bodo Bagger
10.01.2023, 07:38 Uhr
Justizministerin ohne juristisches Staatsexamen...
aber dafür immerhin Polizistin und Verwaltungsfachtwirtin oder so....

Also so bisschen was hat die Gute Doreen Denstädt ja schon mit Justiz zu tun, also so ganz ein klein wenig.
Aber bei den Grünen reicht solch peripheres Wissen offenbar schon aus, um solch profane Sachen wie ein bestandenes, zweites jurisitsches Staatsexamen zu ersetzen, was jemanden tatsächlich in die Lage versetzen würde, diesen Position ansatzweise kompetent zu erfüllen.

Und bevor jetzt wieder irgendwelche Obermoralisten daherkommen, ich kenne sie persönlich seit ca. 20 Jahren, sei es über frühere jugendkulturelle Erfahrungen (im Umfeld AJZ Erfurt) oder vom Sport. Nur leider qualifiziert sie weder dieses, noch ihre Hautfarbe oder ihr Geschlecht sie besonders für diese Aufgabe.
Stattdessen bleibt hier halt wieder der Eindruck der Doppelquote, Weiblich und irgendwas mit Mihigru was sich ja auch mit Aussagen aus dem Innenmisterium (über einen Artikel der TLZ, der sich auf das Innenmisterium abstützt) deckt, welches sich nicht entblödet besonders auf die Tatsache hinzuweisen, dass sie die einzige schwarze Polizistin Thüringens sei und ja selber persönlich Rassismus erfahren habe.
Jäger53
10.01.2023, 07:54 Uhr
Die Grünen
Egal ob in Berlin, den Landtagen , in den Kreistagen und in den Kreisstädten, die Grüne Kriegspartei muss weg. Nun können die Grünwähler sehen was Sie angerichtet haben.
Muggefug
10.01.2023, 09:07 Uhr
Auflösungserscheinungen
Wofür die Grünen stehen ist doch schon lange Geschichte.
Wo bitte bleibt der Umweltschutz wenn mann dreckige Kohle weiterhin verfeuert und Gas um die halbe Welt geschifft wird.
Spätestens wenn man um die Kernkraft nicht mehr herum kommt wird sich die grüne Wählerschaft auflösen.
Bei Ihren Kernthemen versagen sie gnadenlos.Ganz zu schweigen bei der Außenpolitik, dort entwickeln sie sich zu Kriegstreiber.
Psychoanalytiker
10.01.2023, 09:08 Uhr
Interessant, das mit den GRÜNEN
In der Kommentarfunktion dieser Zeitung gibt es immer wieder so 1 bis 3 (selten mehr) "Daumen-runter-Koaliteure", die offenbar nicht begreifen, oder begreifen wollen, wie die Führungsriege, also die "Elite-Politiker" von Bündnis90/DIE GRÜNEN so ticken. Bei mir kommt da immer der Eindruck auf, dass die ein ähnliches Niveau haben, wie ihre Abiturienten ohne Berufs- oder Studienabschluss, die Märchenerzähler oder (neu) Schauspieler.

Um keinen falschen Eindruck zu erwecken: Märchenerzähler, "Schreiberlinge" oder Schauspieler haben auch meist einen schweren Job, und ich habe nichts gegen diese Berufe!!!

Aber dennoch halte ich es auch mit dem Spruch: "Schuster bleib bei denen Leisten". Wer "gut reden" kann, aber nie wirklich praktisch gearbeitet hat (ich rede nicht von wenigen Minuten) gehört für mich nicht in die "höheren Ebenen" der Politik. Ahnung haben und wissen, von was man spricht und über was man entscheidet, gehört einfach dazu ... .
Quallensammler
10.01.2023, 09:30 Uhr
Vielleicht
ist Frau Denstädt eine gute Neuaufrückerin. Immerhin hat sie in ihrem Dienstalttag als Polizistin über Jahre erlebt, dass ungeregelte Migration viele Schattenseiten hat. Sie kennt die oft nicht mehr zeitgemäßen Möglichkeiten, die die Justiz hat - und damit den Frust ihrer Kollegen und Menschen im Land. Und sie kennt den besonders vorsichtigen Umgang von Legislative und Exekutive mit erkennbaren Straftätern aus Afrika, Arabien und Afghanistan. Niemand will als Nazi abgestempelt werden und sich die berufliche Karriere verhageln.

Die Dame hat keine rosarote Brille auf und dürfte den überschwenglichen Begrüßungs- und Kuschelkurs der Landesregierung eher dämpfen. Wenn sie es schafft, den wirklichen Schutzsuchenden eine brauchbare Aufnahme und Perspektive zu ermöglichen und dafür möglichst viele der Problemkandidaten auszuschaffen, wäre das eine klasse Leistung! Nebenbei positiv: sie ist mal kein Westimport und weiß, wie die Leute hier ticken.

Sie hat ihre Chance verdient, an Beobachtung wird es nicht fehlen. Wäre die Dame Familienministerin, oder Verkehrsministerin geworden - der Aufschrei wäre sicher ausgeblieben. Bei der Gelegenheit würde ich mich über eine nnz-Straßenumfrage freuen. Nur 1 Frage bräuchten beantwortet werden. Benennen Sie 3 Minister / Ministerinnen namentlich. Da werden viele grübeln. Als Zusatzfrage für Fortgeschrittene in Sachen Demokratie: Wie viele Ministerien hat die Thüringer Landesregierung? Ähm...
diskobolos
10.01.2023, 09:55 Uhr
Immer wieder
. . . wird hier die Meinung vertreten, dass ein Minister ein Experte in seinem Bereich sein soll. Das ist ja auch naheliegend, berücksichtigt aber einige Aspekte nicht:

1) Ein Landwirtschaftsminister hat z. B. nicht nur die Interessen der Landwirte zu vertreten, sondern die des gesamten Volkes. Für das Fachliche hat er seine Staatssekretäre und Abteilungsleiter.

2) Eine politische Funktion in einer Partei oder Regierung verlangt noch ganz andere Fähigkeiten als man sie im Studium erwirbt. Z. B. Kommunikation, das Gewinnen von Mehrheiten, das Führen größerer Apparate. Daran sind schon viele "Fachleute" gescheitert.

3) Fällt mir auf, das diejenigen, die am lautesten nach Fachleuten rufen, die gleichen sind, die sich über Prof. Dr. Karl Lauterbach aufregen. Der hat in Medizin promoviert und sich mit der Finanzierung des Gesundheitswesens beschäftigt (wovon ein normaler Arzt keine Ahnung hat.)
Kobold2
10.01.2023, 11:54 Uhr
Bei den
fachlichen Kompetenzen mancher Kommetatoren, die gern über gleiches bei Politikern urteilen, sieht es hier sichtbar schlechter aus. Das Glashaus ist hier oft näher als man denkt und ein Beraterstab nicht mal angedacht. Beim Märchen erzählen wird mancher Politiker noch meilenweit abgehängt.
Psychoanalytiker
10.01.2023, 12:16 Uhr
Dass ich mal mit einem Kommentar von diskobolos ...
... übereinstimmen könnte, hätte ich auch nicht so erwartet, prima.

Ein klitzekleines "aber" habe ich dennoch wieder. Da heißt es:

"Ein Landwirtschaftsminister hat z. B. nicht nur die Interessen der Landwirte zu vertreten, sondern die des gesamten Volkes. Für das Fachliche hat er seine Staatssekretäre und Abteilungsleiter".

Auch da bin ich generell bei dieser Meinung. Nur wissen das mit "dem Volk" (nicht auf Landwirtschaftsminister bezogen) zwar die meisten unserer Kommentatoren, auch der diskobolos und sogar ich, aber nicht die Politiker, die es wissen sollten.

Da reden in diversen Parlamenten insbesondere junge, "grüne" Politikerinnen nur noch von Ihrer eigenen Generation, machen Politik nur noch für die.

Der "Rest des Volkes" wird garnicht mehr beachtet, das ist eines der Probleme.

Und dann frage ich, wozu wir überaus gut bezahlte, aber eher ahnungslose Minister haben, wenn es auch Staatssekretäre und Abteilungsleiter können.

Hat übrigens schon jemand mitbekommen, welchen "Ruf" aktuell unsere Verteidigungsministerin in der Bevölkerung und selbst in den Medien hat. Selbst "böööööööse" AfD-Politiker haben diese Frau in der "Beliebtheitsskala" überholt ... .
Psychoanalytiker
10.01.2023, 13:55 Uhr
Noch eine Verständnisfrage @ ...
... den Kobold2:

Sind Sie und die potentiell anderen "Dauerfreunde" der "Grünen" wirklich der Meinung, dass die keine "Märchenerzähler" und "Schauspieler" (ich denke da allgemein und nicht an bestimmte Personen) in ihren Führungsetagen haben? Glauben Sie wirklich, dass diese Vertreter genügend Sachverstand haben, Deutschland energetisch über die nächsten Jahre hinweg zu bekommen, ohne die bisherigen Erfolge und das Ansehen Deutschlands in der Welt zu gefährden und lächerlich zu machen?
Wenn ich denen zuhöre, weiß ich, warum die keinen Beruf und keinen Studienabschluss haben bzw. noch nie wirklich produktiv (z.B. im Bäckerhandwerk ...) arbeiteten.

Ich glaube ja durchaus, dass die Politiker und Wähler dieser Partei es mit uns "gut meinen", aber deren Theorien sind eher utopischer Natur. Das fängt mit den Alleingängen unseres "Fliegenschisses" Deutschland, bei denen noch nicht einmal Fachleute beim Weltklimagipfel mehr mitmachten an, geht über die "pazifistischen Waffenlieferungen" (bzw. deren Absichten) und endet nicht damit, Strom mit zu wenigen Windmühlen und Sonnenaufheizscheiben herstellen und im Netz speichern zu wollen. Alleine 50.000 (!!!) Windräder bräuchten wir (neben noch viel mehr Solarzellen) aktuell, und das zusätzlich, wer stellt die her, wer liefert die Rohstoffe, woher bekommen wir das Gas, die Energie für den Herstellungsprozess. Na klar, wir nehmen Wasserstoff, den wir auch erst erbetteln müssen, weil wir (zugegeben "noch") nicht in der Lage sind, den selbst herzustellen. Übrigens lernte ich noch in der Schule, und das ist lange her, dass wir Wasserstoff bräuchten, aber ihn nicht herstellen können. Und wir können ihn noch immer nicht in ausreichendem Maße herstellen.

Träumt einfach weiter vom "Perpetuum mobile" deutscher Energiebeschaffung ...
Paulinchen
10.01.2023, 15:20 Uhr
Es fehlen unzählige Fachleute an allen...
... Ebenen des Handwerks und der Wirtschaft. Woran liegt es eigentlich, dass wir keinen Nachwuchs mehr haben?

Das Bildungssystem lässt überall im Land zu wünschen übrig. In einem Interview des Starkoch J. Lafer, sagte dieser, dass in der gesamten Gastrobranche zu wenig Lohn gezahlt werde. Kann man das vielleicht auch auf viele andere Branchen beziehen? Aber was mir dabei aufgefallen ist und da bin ich wieder mal bei den Grünen, wer in der Schule die Anforderungen nicht erfüllt hat, der findet mit ziemlicher Sicherheit eine gute Perspektive in deren Reihen. Bei der Suche der Qualifikationen nicht weniger der Mitglieder im Internet, gibt es nur wenige, denen ein abgeschlossener Beruf oder ein abgeschlossenes Studium erwähnt wird. Die Qualität des Wissens derer, welche "mit ohne" Berufs/Studien abschluss in Führungspositionen sind, erleben wir täglich. Gibt es noch eine Branche, der es aus wirtschaftlicher Sicht noch gut geht? Ohne Fleiß, kein Preis - das wurde uns spätestens im 6.Schuljahr von den Eltern und Lehrern gesagt. Nur wie steht es heute mit der Bildung im Land? Es gab damals das Sprichwort: Wer nichts wird, der wird Wirt, was könnte man heute sagen? Wer nichts wird, wird Grün....?
War nur so ein Gedanke....
Waldemar Ceckorr
10.01.2023, 18:02 Uhr
woran liegt es das wir keinen nachwuchs haben,
ganz einfach, wir haben keinen nachwuchs und das im wahrsten sinn des wortes.
wer mal nach babyboomer sucht, kommt auf eine wikiseite mit einer schönen grafik.
dort sieht man z.b. das die geburtenrate ca. 1972 unter die sterberate gefallen ist, also seit 50 jahren.
desweiteren kann man sehen das die nachkriegskinder jetzt in rente gehen bzw. schon gegangen sind und da kommen in der nächsten zeit noch millionen dazu.

der waldi
Franz 2018
10.01.2023, 19:21 Uhr
Quallensammler
Sie haben offensichtlich die Artikel vom letzten Jahr und die Vita der Dame auf LinkedIn nicht gelesen.......Da steht nix von Streifeneinzeldienst oder Bereitschaftspolizei und genau da macht man diese Erfahrungen..... Übrigens gehörte der Diplomverwaltungswirt automatisch zur bestandenen Prüfung an der FH der Polizei in Meiningen (vor der Akkreditierung der Bachelor -Studiengänge). Zudem hat die Dame im letzten Jahr Behauptungen über die Thüringer Polizei aufgestellt, die das Innenministerium später nicht bestätigen konnte......die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Thüringen stehen vor einem Generationswechsel und brauchen vernünftige Führung, Nachwuchs und Stabilität, damit man den Rückstand aufholen kann......auch Justiz funktioniert nur mit Personal und nicht einfach so......und bei dem Thema Migration sollte man endlich die rosarote Brille ablegen...für die Migranten, die sich nämlich integrieren, die müssen den Mist der anderen nämlich mitausbaden.....die Äußerungen aus dem letzten Jahr zeichnen da für mich kein hoffnungsvolles Bild ....aber es gibt ja Wunder....schauen wir mal....
Kobold2
10.01.2023, 20:09 Uhr
Glauben können sie
In unserer Demokratie was sie wollen.
Aber hier ist man mit Fakten besser aufgehoben. Nur weil jemand bestimmte Notwendigkeiten erkennt und sich nicht gern in Abhängigkeiten begibt, bei denen man weiter ausgenommen wird, weil der Markt in den Bereichen keinen Wettbewerb hergibt und die Lobby ganze Arbeit leistet, ist man als Radfahrer noch kein Klimakleber und als teilautarker Selbstversorger bei der notwendigen Energie kein Dauerfreund der Grünen. Mit Schubladendenken läuft man da eher auf.
In Energiepolitischer Hinsicht hat man in der Vergangenheit vieles verschlafen und zerredet. Vom angeblich gewollten Vorreiter sind wir eher eine Glimmlampe. Die Lobby hat da ganze Arbeit geleistet. Immer schön Angst verbreitet, das es ja so teuer wird....
Jetzt sind sind aber die erneuerbaren Energien die kostengünstigeren.
Noch teuer wird es , wenn wir so weitermachen und billig wie bisher, muss man auch sich leisten können. Das haben wir uns lag genug geleistet und troz reichlich Warnungen zugeschaut, wie andere an uns vorbeigezogen. Billig wir fast immer irgendwann teuer. Das Ding ist durch. Da haben wir uns erfolgreich hinmanöveriert.
Man kann sicher viel auf die Grünen schimpfen, aber schauen sie einfach mal welche Hürden für die Betreiber und Besitzer von privaten PV Anlagen abgebaut wurden.
Das geht von der bremsenden EEG Umlage, über die konsequentere Nutzung vorhandener Dachflächen, bis zur Mehrwertsteuerbefreiung für Neuanschaffungen. Vor ein paar Jahren wurde ich hier noch ausgelacht, als ich schrieb, das man einen möglichst größen Anteil Energie selbst erzeugen sollte. Ja wer zuerst lacht, ist nicht immer früher dran.....
Hoffen und Schimpfen, daß andere einem das passende Wohlfühlkissen bereiten, führt jedenfalls nicht zum gewünschten Ergebnis.
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